In-Depth: Lektionen für die 49ers aus der Super Bowl (7. Feb. 2012)
Was können die 49ers aus dem Superbowl-Sieg der New York Giants lernen? Zuallererst, wie gross die Chance war, die man gegen die Giants verspielt hat. Die Giants brauchten keine Super-Leistung um die New England Patriots zu schlagen. Das wäre den Niners auch zuzutrauen gewesen - wenn sie im Championship-Game zum Beispiel eine der beiden Interceptions in Griffweite gemacht hätten, oder einen der beiden Special-Teams-Turnover vermieden hätten.
Selbstverständlich ist die Defense der 49ers stark genug, um die Super Bowl zu holen. Das diesjährige Finale aber zeigt, dass die Offense eben doch auch eine Rolle spielt, grösser, als es manche wahrhaben wollten. Die Defense der Giants lag in dieser Saison nämlich auf Rang 27, die der Patriots auf Rang 31. Trotzdem schafften es beide Teams ins Finale.
Umgekehrt lagen die Patriots bei den Total Yards der Offense auf Rang zwei, die Giants auf Rang acht. Die 49ers kamen dort auf Rang 26. Und bei der Thrid Down-Efficiency sogar nur auf Rang 31. 1 von 13 war da die traurige Bilanz im Championship-Game.
Ebenso traurig die Red-Zone-Offense der Niners: Rang 30 in der NFL mit Touchdowns bei lediglich 40,7 Prozent der Chancen innnerhalb der 20-Yards-Linie des Gegners. Der Unerschied zu den beiden Teams in Finale war schon enorm: Die 49ers kamen insgesamt auf 35 Touchdowns und 44 Field Goals, bei den Patriots waren es 61 TDs und 26 FGs, bei den Giants 48 TDs und 19 FGs. Ausser den Niners hatten nur Cleveland, Kansas City, Seattle und Washington mehr FGs als TDs.
Somit Lektion 1: Vor allem das Passing Game der 49ers muss verstärkt werden. Auch hier: New England Rang 2, Giants Rang 5, 49ers Rang 29.
Und Lektion 2: Haltet das starke Team zusammen! Und das schliesst auch die Coaches und das Front Office mit ein. Wenn hochrangige Coaches gehen, gehen oft weitere Staffer mit ihnen. Das hat man bis heute überraschenderweise vermeiden können. WR-Coach-Assistant Bobby Engram ist der bislang einzige Abgang. Und im Moment wird Director Of Player Personnel Tom Cable für die General Manager-Stelle bei den Oakland Raiders interviewt.
Schwieriger wird es beim Team. Sechs Starter sind Unrestricted Free Agents. Die 49ers können frühestens am 20. Februar mit den Verhandlungen beginnen - das ist auch der Tag an dem sie den Franchise Tag vergeben dürfen. Safety Dashon Goldson ist ein heisser Kandidat dafür.
Und Free Agents sollten geholt werden - allen voran ein guter Wide Receiver. Auch das ist eine Lektion aus der Super Bowl: Den Patriots fehlte am Ende zumindest ein weiterer verlässlicher Passempfänger. Tight End Rob Gronkowski war eindeutig eingeschränkt in seinen Möglichkeiten und schon hatte es QB Tom Brady schwerer. Das könnte auch bei der Draft eine Rolle spielen: Die 49ers haben ihren ersten Pick auf 30, und die Patriots, die gut ebenfalls auf einen jungen Receiver aus sein könnten, kommen direkt danach erstmals dran.
Quellen: Matt Maiocco, CSN BayArea-Blog; Matt Barrows, Sac Bee Blog, 6.2.
Selbstverständlich ist die Defense der 49ers stark genug, um die Super Bowl zu holen. Das diesjährige Finale aber zeigt, dass die Offense eben doch auch eine Rolle spielt, grösser, als es manche wahrhaben wollten. Die Defense der Giants lag in dieser Saison nämlich auf Rang 27, die der Patriots auf Rang 31. Trotzdem schafften es beide Teams ins Finale.
Umgekehrt lagen die Patriots bei den Total Yards der Offense auf Rang zwei, die Giants auf Rang acht. Die 49ers kamen dort auf Rang 26. Und bei der Thrid Down-Efficiency sogar nur auf Rang 31. 1 von 13 war da die traurige Bilanz im Championship-Game.
Ebenso traurig die Red-Zone-Offense der Niners: Rang 30 in der NFL mit Touchdowns bei lediglich 40,7 Prozent der Chancen innnerhalb der 20-Yards-Linie des Gegners. Der Unerschied zu den beiden Teams in Finale war schon enorm: Die 49ers kamen insgesamt auf 35 Touchdowns und 44 Field Goals, bei den Patriots waren es 61 TDs und 26 FGs, bei den Giants 48 TDs und 19 FGs. Ausser den Niners hatten nur Cleveland, Kansas City, Seattle und Washington mehr FGs als TDs.
Somit Lektion 1: Vor allem das Passing Game der 49ers muss verstärkt werden. Auch hier: New England Rang 2, Giants Rang 5, 49ers Rang 29.
Und Lektion 2: Haltet das starke Team zusammen! Und das schliesst auch die Coaches und das Front Office mit ein. Wenn hochrangige Coaches gehen, gehen oft weitere Staffer mit ihnen. Das hat man bis heute überraschenderweise vermeiden können. WR-Coach-Assistant Bobby Engram ist der bislang einzige Abgang. Und im Moment wird Director Of Player Personnel Tom Cable für die General Manager-Stelle bei den Oakland Raiders interviewt.
Schwieriger wird es beim Team. Sechs Starter sind Unrestricted Free Agents. Die 49ers können frühestens am 20. Februar mit den Verhandlungen beginnen - das ist auch der Tag an dem sie den Franchise Tag vergeben dürfen. Safety Dashon Goldson ist ein heisser Kandidat dafür.
Und Free Agents sollten geholt werden - allen voran ein guter Wide Receiver. Auch das ist eine Lektion aus der Super Bowl: Den Patriots fehlte am Ende zumindest ein weiterer verlässlicher Passempfänger. Tight End Rob Gronkowski war eindeutig eingeschränkt in seinen Möglichkeiten und schon hatte es QB Tom Brady schwerer. Das könnte auch bei der Draft eine Rolle spielen: Die 49ers haben ihren ersten Pick auf 30, und die Patriots, die gut ebenfalls auf einen jungen Receiver aus sein könnten, kommen direkt danach erstmals dran.
Quellen: Matt Maiocco, CSN BayArea-Blog; Matt Barrows, Sac Bee Blog, 6.2.
Kommentare
Du musst dich registrieren um einen Kommentar schreiben zu können.


snoopy (7. Feb. 2012)
Die Stats jedoch lügen auch mal wieder: immerhin haben wir halt mehr auf Ballsicherung und Field-Goals gespielt. Hätte im SB auch klappen können.
Viel wichtiger: Es wird immer knapper und immer mehr entscheiden Fehler !
Mein Fazit: Fehler haben Brady gekillt und Receiver haben Manning gerettet.
Laufspiel wäre von den Niners um Längen besser gewesen !
Duke (7. Feb. 2012)
frontmode (7. Feb. 2012)
Die Defense hat sich gegen Ende der Saison - als es drauf ankam - immer weiter gesteigert und auch Sonntag gab es ja nicht unbedingt ein Offense-Feuerwerk der Giants - die D war gar nicht so schlecht.
Das Laufspiel war zwar nicht der Brüller, aber statistisch nicht so schlecht, wie man beim zuschauen glaubt. BGE hat es immer wieder geschafft, wichtige Yards zu machen und Defenses dazu gebracht, das Laufspiel Ernst nehmen zu müssen.
Duke (7. Feb. 2012)
snoopy (7. Feb. 2012)
Ich denke, weil es in der AFC nicht so die Offense-Knaller gibt.
frontmode (7. Feb. 2012)
Das mit der Paßverteidigung galt so auch für die 49ers - und viele andere Teams, gegen die die Giants gespielt haben. Das hat auch was mit der Qualität von Eli dieses Jahr zu tun. Dazu war der entscheidende Pass am Ende ein individueller Fehler des CB.
Der Draw ist das Laufspiel der Pats, was ja auch logisch ist, bei einer Offense, die primär aus der Shotgun operiert.
Duke (7. Feb. 2012)
frontmode (7. Feb. 2012)
Verstehen ich nicht? Wann ist dann ein Laufspiel ein "wirkliches Laufspiel"? Die Pats hatten in der Saison einen Schnitt von 110 Yards pro Spiel. Das finde ich für eine Pass-First-Shotgun Team ziemlich gut. Der Schitt von BGE von 4,4 im SB ist auch nicht schlecht.
jerryrice80 (7. Feb. 2012)
Bedenkt was für Aussagen getroffen worden wären, wenn wir im SB gestanden wären, dann wären die Stats der beiden Finalisten sehr unterschiedlich gewesen und man hätte ganz andere Schlüsse ziehen können/müssen.
Wie schon oben erwähnt, es geht sehr eng zu und deshalb ist jeder Spielzug enorm wichtig.
Das sich unsere O# steigern muß, ist wohl auch JH klar !
Cordovan (7. Feb. 2012)
Stimmt zwar, jedoch ist dies nur die halbe Wahrheit: Die Pats haben bereits an Stelle 27 einen Pick (von den Saints)!
Duke (7. Feb. 2012)
in der regular season ein schnitt von 3,7 bei 667 yards.
Touchdownmaker (7. Feb. 2012)
frontmode (7. Feb. 2012)
In Summe haben sie 1764 Yards erlaufen. Für ein Pass-First-Team ist das absolut ok.
TheBeast (8. Feb. 2012)
stig49 (8. Feb. 2012)