In-Depth: Gegner Preview: Ein Blick auf die New Orleans Saints (10. Jan. 2012)
Die Offense der New Orleans Saints hat eine grandiose Regular Season hinter sich. Immerhin erzielte die Offense in dieser Saison insgesamt 7474 Yards. Damit stellte man nicht nur die statistisch beste Offense dieser Saison in der NFL, sondern man pulversierte den All Time NFL Rekord der St. Louis Rams aus dem Jahr 2000, die damals 7075 Yards erzielten. Somit stellen die Saints die statistisch beste Offense, die jemals in der NFL gespielt hat.
Dazu brach QB Drew Brees den seit 1984 bestehenden Rekord für die meisten Passing Yards von Dan Marino. TE Jimmy Graham stellte mit über 1300 Receiving Yards den Rekord für TEs auf. Und RB Darren Sproles erzielte in der Saison insgesamt 2696 Yards, was vor ihm auch noch kein NFL Spieler geschafft hat.
Die traumhaften Zahlen dieser Offense haben die Saints vor allem QB Drew Brees zu verdanken. Brees wirft den Ball schneller als jeder andere QB in der NFL. Mit seiner exzellenten Beinarbeit gleicht er seine geringe Körpergröße aus und sucht sich immer wieder Passkorridore, durch die er den Ball werfen kann.
Seine Wurfgenauigkeit ist exzellent. Er komplettiert mehr als 70% seiner Pässe. Manchmal tendiert Brees allerdings dazu zu viel zu riskieren und Pässe zu forcieren, was in Ballverlusten endet.
Beschützt wird Drew Brees von einer der besten OLines in der NFL. Trotz der Passrekorde mussten die Saints gerade mal 24 Sacks in der Saison hinnehmen. Dazu stellten sie eine der besten Rushing Offenses der Liga. Die beiden Guards Carl Nicks und Jahri Evans wurden in den Pro Bowl berufen, genauso wie Left Tackle Jermon Bushrod und die drei gehören zu den besten OLinern der Liga. Nach einem katastrophalen Spiel am achten Spieltag gegen die Rams hat sich die OLine gewaltig gesteigert und sie war einer der Hauptgründe dafür, dass die Saints nun 9 Spiele in Folge gewonnen haben.
Trotz der Verletzung von Mark Ingram verfügen die Saints über sehr gute Running Backs. Pierre Thomas, Darren Sproles und Chris Ivory sind immer für ein Big Play gut. Und zwar als Läufer und als Receiver. Da die Gegner in erster Linie Drew Brees und das Passspiel zu kontrollieren versuchen, ergeben sich immer wieder Lücken für die Running Backs. Durch ständige Wechsel im Offense Personal hat es jede Defense schwer sich auf die Saints einzustellen.
Bei den Passempängern stehen Brees neben dem TE Jimmy Graham die Receiver Marques Colston, Robert Meachem, Lance Moore und Devery Henderson zur Verfügung. Marques Colston ist der Superstar dieser Gruppe. In seinen sechs NFL Jahren hat er bereits fünf 1000 Yards Saisons vorzuweisen. Unter den anderen drei Receivern verteilt Brees die Bälle sehr gleichmäßig.
Insgesamt besitzt die Offense der Saints mehr Playmaker, als jede andere Offense in der NFL. Da kann man fast froh sein, dass nur fünf davon immer auf dem Platz stehen können um von Brees bedient zu werden.
Die Defense der Saints ist nach den zugelassenen Punkten und Yards nur durchschnittlich. Und im Gegensatz zum Superbowl Jahr 2009 hat die Defense in der laufenden Saison nur wenige Turnovers forciert. Das Markenzeichen der Defense von Coordinator Gregg Williams ist der Blitz. Die Saints haben keine großartigen Pass Rusher in ihren Reihen und so versuchen sie durch den Blitz den Gegner in Fehler zu zwingen. Dabei wird aber auch das volle Arsenal ausgepackt. Linebacker, Safety, Cornerback Blitze werden alle öfters in einem Spiel abgerufen. Und so ist es auch nicht verwunderlich das mit Roman Harper, ein Safety die meisten Sacks im Team hat.
In der Dline verfügen die Saints über gute Run Stopper. Aubrayo Franklin, Sedrick Ellis, Will Smith und Shaun Rogers machen es einer Laufoffense nicht einfach. Die Saints rotieren viel mit ihrer DLine und auch Cameron Jordan, Junior Galette und Jeff Chaleston kommen zum Einsatz. Pass Rush kommt in der DLine vor allem von Will Smith. Er hatte in der laufenden Saison 6,5 Sacks und hier kann man die Schwächen der Saints Defense erkennen. Ohne den Blitz kann diese Defense keinen Druck auf den gegnerischen QB ausüben.
Als Middle Linebacker steht Team Captain und Team Leader Jonathan Vilma bereit. Er spielt gut gegen den Lauf und ist gut in der Coverage. Aufgrund von Verletzungen spielt er aber keine großartige Saison. Ihm zur Seite steht Scott Shanle und Jo-Lonn Dunbar. Insgesamt ist die LB Gruppe ein Schwachpunkt dieses Teams.
Mit Roman Harper, Malcolm Jenkins, Tracy Porter, Jabari Greer und Patrick Robinson haben die Saints ein erfahrenes Defensive Backfield zur Verfügung, welches allerdings nur wenige Interceptions fängt und durchaus für Big Plays anfällig ist.
In den Special Teams verfügen die Saints mit Thomas Morstead über einen der besten Punter der NFL. Mit 43.1 Netto Yards pro Punt rangiert er hinter Andy Lee auf Platz 2 in der NFL. Und auch auf der Kicker Position haben die Saints keine wirkliche Schwäche. John Kasey ist ein solider Kicker, der auch mit 42 Jahren immer noch 50 Yard Field Goals verwerten kann.
Insgesamt leben die Saints von ihrer ausgezeichneten Offense. Aber auch die Defense und die Special Teams spielen gut genug, so das die Saints ein ganz heißer Favorit auf den Superbowl Sieg sind.
Quellen: NFL.com, ESPN.com, Nola.com
Dazu brach QB Drew Brees den seit 1984 bestehenden Rekord für die meisten Passing Yards von Dan Marino. TE Jimmy Graham stellte mit über 1300 Receiving Yards den Rekord für TEs auf. Und RB Darren Sproles erzielte in der Saison insgesamt 2696 Yards, was vor ihm auch noch kein NFL Spieler geschafft hat.
Die traumhaften Zahlen dieser Offense haben die Saints vor allem QB Drew Brees zu verdanken. Brees wirft den Ball schneller als jeder andere QB in der NFL. Mit seiner exzellenten Beinarbeit gleicht er seine geringe Körpergröße aus und sucht sich immer wieder Passkorridore, durch die er den Ball werfen kann.
Seine Wurfgenauigkeit ist exzellent. Er komplettiert mehr als 70% seiner Pässe. Manchmal tendiert Brees allerdings dazu zu viel zu riskieren und Pässe zu forcieren, was in Ballverlusten endet.
Beschützt wird Drew Brees von einer der besten OLines in der NFL. Trotz der Passrekorde mussten die Saints gerade mal 24 Sacks in der Saison hinnehmen. Dazu stellten sie eine der besten Rushing Offenses der Liga. Die beiden Guards Carl Nicks und Jahri Evans wurden in den Pro Bowl berufen, genauso wie Left Tackle Jermon Bushrod und die drei gehören zu den besten OLinern der Liga. Nach einem katastrophalen Spiel am achten Spieltag gegen die Rams hat sich die OLine gewaltig gesteigert und sie war einer der Hauptgründe dafür, dass die Saints nun 9 Spiele in Folge gewonnen haben.
Trotz der Verletzung von Mark Ingram verfügen die Saints über sehr gute Running Backs. Pierre Thomas, Darren Sproles und Chris Ivory sind immer für ein Big Play gut. Und zwar als Läufer und als Receiver. Da die Gegner in erster Linie Drew Brees und das Passspiel zu kontrollieren versuchen, ergeben sich immer wieder Lücken für die Running Backs. Durch ständige Wechsel im Offense Personal hat es jede Defense schwer sich auf die Saints einzustellen.
Bei den Passempängern stehen Brees neben dem TE Jimmy Graham die Receiver Marques Colston, Robert Meachem, Lance Moore und Devery Henderson zur Verfügung. Marques Colston ist der Superstar dieser Gruppe. In seinen sechs NFL Jahren hat er bereits fünf 1000 Yards Saisons vorzuweisen. Unter den anderen drei Receivern verteilt Brees die Bälle sehr gleichmäßig.
Insgesamt besitzt die Offense der Saints mehr Playmaker, als jede andere Offense in der NFL. Da kann man fast froh sein, dass nur fünf davon immer auf dem Platz stehen können um von Brees bedient zu werden.
Die Defense der Saints ist nach den zugelassenen Punkten und Yards nur durchschnittlich. Und im Gegensatz zum Superbowl Jahr 2009 hat die Defense in der laufenden Saison nur wenige Turnovers forciert. Das Markenzeichen der Defense von Coordinator Gregg Williams ist der Blitz. Die Saints haben keine großartigen Pass Rusher in ihren Reihen und so versuchen sie durch den Blitz den Gegner in Fehler zu zwingen. Dabei wird aber auch das volle Arsenal ausgepackt. Linebacker, Safety, Cornerback Blitze werden alle öfters in einem Spiel abgerufen. Und so ist es auch nicht verwunderlich das mit Roman Harper, ein Safety die meisten Sacks im Team hat.
In der Dline verfügen die Saints über gute Run Stopper. Aubrayo Franklin, Sedrick Ellis, Will Smith und Shaun Rogers machen es einer Laufoffense nicht einfach. Die Saints rotieren viel mit ihrer DLine und auch Cameron Jordan, Junior Galette und Jeff Chaleston kommen zum Einsatz. Pass Rush kommt in der DLine vor allem von Will Smith. Er hatte in der laufenden Saison 6,5 Sacks und hier kann man die Schwächen der Saints Defense erkennen. Ohne den Blitz kann diese Defense keinen Druck auf den gegnerischen QB ausüben.
Als Middle Linebacker steht Team Captain und Team Leader Jonathan Vilma bereit. Er spielt gut gegen den Lauf und ist gut in der Coverage. Aufgrund von Verletzungen spielt er aber keine großartige Saison. Ihm zur Seite steht Scott Shanle und Jo-Lonn Dunbar. Insgesamt ist die LB Gruppe ein Schwachpunkt dieses Teams.
Mit Roman Harper, Malcolm Jenkins, Tracy Porter, Jabari Greer und Patrick Robinson haben die Saints ein erfahrenes Defensive Backfield zur Verfügung, welches allerdings nur wenige Interceptions fängt und durchaus für Big Plays anfällig ist.
In den Special Teams verfügen die Saints mit Thomas Morstead über einen der besten Punter der NFL. Mit 43.1 Netto Yards pro Punt rangiert er hinter Andy Lee auf Platz 2 in der NFL. Und auch auf der Kicker Position haben die Saints keine wirkliche Schwäche. John Kasey ist ein solider Kicker, der auch mit 42 Jahren immer noch 50 Yard Field Goals verwerten kann.
Insgesamt leben die Saints von ihrer ausgezeichneten Offense. Aber auch die Defense und die Special Teams spielen gut genug, so das die Saints ein ganz heißer Favorit auf den Superbowl Sieg sind.
Quellen: NFL.com, ESPN.com, Nola.com
Kommentare
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Barlow (10. Jan. 2012)
AceT (10. Jan. 2012)
WHO DAT - say they beat them NINERS? - - NOBODY !!
Ein Wort, eine Hoffnung, it`s playoff time!!
stig49 (11. Jan. 2012)
P.S. Schöne Vorschau!
P.P.S. Darren Sproles 2696 Yards - meiner Ansicht waren es viel weniger, nur halb so viel?
P.P.P.S. nachgekuckt mit Returns, also APY, kommt er tatsächlich auf so viele, Catch und Run waren "nur" rund 1300
NinersUlm (11. Jan. 2012)
Fakt ist aber:
1. Haben die Niners die beste D der Liga! Und wir müssen uns vor niemand verstecken. Auch der Gunslinger Brees, der ja auf alles werfen kann was ein Saints-Trikot anhat, wird uns da nicht vom Weg abbringen können. Unsere D muss stark spielen, das ist keine Frage, aber es ist Playoff-Time und da sind alle heiss bis in die Haarspitzen. WIe man es ja im Spiel gegen die Steelers gesehen hat.
2. Haben die Lions (!) 3 Viertel lang das Spiel offen gehalten und da hat man nichts von der Unbesiegbarkeit der Saints gesehen. Und ich denke mal dass wir eine stärkere Mannschaft haben als es die Lions sind. Und wir spielen im Stick!
Also Kopf hoch und ich bin mir sicher es wird ein heisses und schweres Spiel aber wir als Nr 2 Seed(!) mit Siegen gegen 5(!) Playoff-Teilnehmer sind nicht Chancenlos. Im Gegenteil. Wir sind auf Augenhöhe mit den Saints. Zwar mit anderer Spielweise aber eben erfolgreicher als die Saints.
Moriarty (11. Jan. 2012)
So sehe ich das auch, unabhängig davon fand ich diese Gegner-Preview auch sehr lesenswert!
MoRe99 (12. Jan. 2012)
Wird ein sehr interessantes Matchup: die Niners O-Line mit Ex-Saint Goodwin gegen die Saints D-Line mit Ex-49er Franklin.
Leider war das bisher nicht die Stärke der 49ers, gegen den Blitz zu agieren und diesen wirklich zu bestrafen. Ich hoffe, man packt hier das eine oder andere neue Play aus.
Antares (12. Jan. 2012)
Ist das so?
Die Patriots haben in ihrer legendären 2007 Season doch mehr Punkte erzielt, oder?
Jetzt könnte man argumentieren das man da die Punkte der Special Teams (K, KR) rausrechnen muss, aber ich hab die Schätzung das auch da die Patriots die Nase vorn haben.
Ach, gerade gefunden:
Am 7.12.1980 haben wir schonaml gegen dei Saints gespielt, da lief es dann so
http://www.nfl.com/videos/san-francisco-49ers/09000d5d824cd5d3/This-Day-in-Football-49ers-epic-comeback