In-Depth: Warum Braylon Edwards gehen musste (28. Dez. 2011)
Warum wurde Braylon Edwards entlassen? Dafür gibt es eine Reihe von Gründen und einige werden vermutlich niemals bekannt werden. Zum nicht unwesentlichen Teil war es auch Pech - Edwards verletzte sich gegen Dallas am Knie und wurde danach nicht wieder voll fit - wie er selbst in seinem Abschieds-Statement bekräftigte. Nachdem Edwards vier Spiele ausgesetzt hatte, sah es stets so aus, als ob er sein volles Tempo nicht mal mehr ansatzweise abrufen konnte. Aber vor allem schadete ihm, dass er Cuts nicht mehr so hinbekam, wie es nötig gewesen wäre. Er kam nach Breaks regelmässig ins Stolpern.
Eine wichtige Rolle spielt aber auch, dass sich der Unwillen zwischen Edwards und seinen Coaches hochschaukelte. Edwards war offensichtlich frustriert darüber, dass er zu wenig ins Spiel einbezogen wurde. Er fühlte sich offenbar immer noch als der Top-Player, der er nach seiner Verletzung nicht mehr war. Und liess seine Frustration nach Spielen, in denen er wenig gebracht hat, auch öffentlich durchblicken.
Umgekehrt zeigte auch Jim Harbaugh seinen Ärger, was ungewöhnlich für ihn ist. Als Edwards ein Non-Injury-Scratch im Spiel gegen die Steelers war, begründete Harbaugh das auf Fragen der Reporter damit, das liege an Edwards Leistung im Training und im Spiel. Für einen Coach, der normalerweise niemals Spieler öffentlich kritisiert, war das ein vernichtendes Statement. Es sah ganz so aus, als ob Harbaugh nicht einverstanden war mit der Art, wie Edwards seine Verletzung zu überwinden versuchte.
Die Sache verschärfte sich wohl weiter vor dem Spiel gegen St. Louis am 4. Dezember. Da wurde Edwards von Reporter gefragt, ob er vielleicht besser ein oder zwei Spiele aussetzen sollte, um für die Playoffs fit zu sein. Edwards antwortete, ja, das werde überlegt. Harbaugh enthüllt tags drauf, dass Edwards mit ihm noch nicht über diesen Punkt gesprochen hatte. Und Harbaugh gefiel das überhaupt nicht - dass er einen Wunsch von Edwards über die Medien zu hören bekam und nicht direkt von ihm selbst.
Der Headcoach selbst stellt sich nämlich stets vor seine Spieler und spricht immer erst mit ihnen selbst, bevor er Dinge nach aussen gibt. Deshalb wollte er am Dienstag morgen in einem Radio-Interview nicht über Edwards bevorstehende Entlassung sprechen - erst sollte es das Team von ihm erfahren.
Das alles ergab eine relativ kurze und unproduktive Zeit für Braylon Edwards bei den 49ers. Zuletzt waren die Coaches der 49ers offensichtlich der Ansicht, dass ihr Team trotz der Knappheit auf der WR-Position ohne Edwards besser dran ist. Übrigens belegen das auch schon allein die Zahlen: In den Spielen nach seiner Verletzung verlor Edwards mehr Yards durch von ihm verursachte Strafen, als er durch Catches gewann.
Quellen: Kevin Lynch, Niner Insider; Matt Barrows, Sac Bee Blog, 27.12.
Eine wichtige Rolle spielt aber auch, dass sich der Unwillen zwischen Edwards und seinen Coaches hochschaukelte. Edwards war offensichtlich frustriert darüber, dass er zu wenig ins Spiel einbezogen wurde. Er fühlte sich offenbar immer noch als der Top-Player, der er nach seiner Verletzung nicht mehr war. Und liess seine Frustration nach Spielen, in denen er wenig gebracht hat, auch öffentlich durchblicken.
Umgekehrt zeigte auch Jim Harbaugh seinen Ärger, was ungewöhnlich für ihn ist. Als Edwards ein Non-Injury-Scratch im Spiel gegen die Steelers war, begründete Harbaugh das auf Fragen der Reporter damit, das liege an Edwards Leistung im Training und im Spiel. Für einen Coach, der normalerweise niemals Spieler öffentlich kritisiert, war das ein vernichtendes Statement. Es sah ganz so aus, als ob Harbaugh nicht einverstanden war mit der Art, wie Edwards seine Verletzung zu überwinden versuchte.
Die Sache verschärfte sich wohl weiter vor dem Spiel gegen St. Louis am 4. Dezember. Da wurde Edwards von Reporter gefragt, ob er vielleicht besser ein oder zwei Spiele aussetzen sollte, um für die Playoffs fit zu sein. Edwards antwortete, ja, das werde überlegt. Harbaugh enthüllt tags drauf, dass Edwards mit ihm noch nicht über diesen Punkt gesprochen hatte. Und Harbaugh gefiel das überhaupt nicht - dass er einen Wunsch von Edwards über die Medien zu hören bekam und nicht direkt von ihm selbst.
Der Headcoach selbst stellt sich nämlich stets vor seine Spieler und spricht immer erst mit ihnen selbst, bevor er Dinge nach aussen gibt. Deshalb wollte er am Dienstag morgen in einem Radio-Interview nicht über Edwards bevorstehende Entlassung sprechen - erst sollte es das Team von ihm erfahren.
Das alles ergab eine relativ kurze und unproduktive Zeit für Braylon Edwards bei den 49ers. Zuletzt waren die Coaches der 49ers offensichtlich der Ansicht, dass ihr Team trotz der Knappheit auf der WR-Position ohne Edwards besser dran ist. Übrigens belegen das auch schon allein die Zahlen: In den Spielen nach seiner Verletzung verlor Edwards mehr Yards durch von ihm verursachte Strafen, als er durch Catches gewann.
Quellen: Kevin Lynch, Niner Insider; Matt Barrows, Sac Bee Blog, 27.12.
Kommentare
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beattheheat (28. Dez. 2011)
stig49 (28. Dez. 2011)
wizard49er (28. Dez. 2011)
In welcher Serie......Dr. House, Scrubs, Schwester Stefanie usw.
Leech (28. Dez. 2011)
wizard49er (30. Dez. 2011)