In-Depth: Die zehn Gewinner des Vikings-Spiels (24. Aug. 2010)
Das Vikings-Spiel brachte auch viele positive Aspekte. Die 49ers können zufrieden mit ihrer First-Team-Defense sein (und mit der zweiten Unit), aber auch mit dem ersten Drive, den Alex Smith und die First-Team-Offense (minus drei ihrer Spitzenleute) zustandebrachte. Der dauerte fast sieben Minuten und endete mit einem Touchdown. Auch die Offensive Line - vor allem die rechte Seite - war besser als in Indianapolis, auch wenn sie noch längst nicht da ist, wo man sie haben will. Deshalb bekamen die Rookies Anthony Davis und Mike Iupati erneut viel Zeit auf dem Feld - sie spielten auch noch mit der zweiten Team-Line bis in die zweite Hälfte hinein.
Zehn Spieler zählen zu den Gewinnern des Minnesota-Spiels:
OLB Travis LaBoy. Er war permanent im Backfield der Vikings und kam dabei auf einen Sack und drei Quarterback-Hurries, obwohl er nicht durchspielte. Wichtiger noch war für ihn, dass er diese Leistung unbedingt zeigen musste. LaBoy verletzte sich am fünften Tag des Trainingscamps und sah danach nur noch zu. Die Youngster Diyral Briggs und Bruce Davis waren dabei, ihn zu verdrängen. LaBoy musste sich und den anderen was beweisen, und das tat er. Vor dem Spiel schien Briggs der klare Favorit für den vierten Outside Linebacker zu sein. Jetzt ist die Frage, ob die 49ers fünf OLBs behalten, mit Lawson, Haralson, Brooks, LaBoy und Briggs.
CB Phillip Adams. Noch einer, der letzte Woche nicht spielte und jetzt ein grosses Spiel ablieferte. Der Seventh-Round-Pick wehrte drei Pässe ab, darunter ein sehr schönes Play an der Sideline. Er hatte zudem mit vier Tackles die Team-Bestleistung. Adams versucht, sich die fünfte Cornerback-Position zu sichern. Weil er ein starker und grosser Cornerback ist, könnte er auch bei den Special Teams eingesetzt werden.
OLB Diyral Briggs. Nach dem sehr guten Spiel bei den Colts wieder ein solider Auftritt. Mit seinem guten Gleichgewichtsgefühl kommt er leicht um die Tackles herum. Das Ergebnis war ein Sack, ein Quarterback-Hurry und ein Tackle mit Raumverlust. Die Frage ist, ob er das auch gegen die First-Team-Offensive-Linemen so hinbekäme.
C David Baas. Der Kampf zwischen Baas und Tony Wragge um die Centerposition in Vertretung von Eric Heitmann ist vorentschieden. Baas spielte wieder stark, hatte keine schlechten Snaps, nicht mal in der Shotgun. Vor allem aber schafft er einen guten Push vorwärts wenn er blockt. Bis jetzt alles gut.
QB Alex Smith. Bislang in seiner Karriere ähnelte Smith oft einem alten Rasenmäher - er brauchte Zeit, um auf Touren zu kommen. Diesmal wollte die 49ers Offense stark starten gegen die Vikings und sie tat exakt das. Smith war 5 für 6 im Opening Drive und schaffte dabei drei Third Downs. Er wirkte energisch, zögerte nicht unnötig und war aggressiv, wenn er es sein musste. Danach wurde es durchschnittlich, aber da spielte man auch vor allem Running Games.
WR Dominique Zeigler. Wenn Zeigler es jetzt nicht auf den Roster schafft, wäre es ein Schock für ihn. Schon vor dem Spiel sagte Smith, dass man Zeigler vertrauen kann, weil er seine Routen präzise läuft und gute Hände hat. Kein Wunder, dass Smith bei einem der Third Down-Plays zu Zeigler warf und 13 Yards damit schaffte. Zeigler fing alle fünf Pässe; Jason Hill hingegen fing keinen der zwei Pässe zu ihm.
RB Anthony Dixon. Seine Statistiken sind erbärmlich - 20 Carries, 51 Yards, 2,6 Yards Durchschnitt (Glen Coffee kam letztes Jahr gegen die Vikings übrigens auf 2,2 Yards). Aber dass er nicht nur startete, sondern sogar alles vier Quarter durchspielte, zeigt, wie sich Dixon entwickelt. Vor zehn Tagen hatte man kein Vertrauen in seine Pass Protection. Jetzt gegen die First-Unit von Minnesota erledigte er das gut (und übrigens besser als auf der anderen Seite Adrian Peterson). Dixon hat mehr Tempo, als man denkt; das sah man deutlich bei seinem Touchdown-Run. Er muss noch lernen, wann man ausweicht und wann man lieber für einen kleinen Gewinn vorwärtspflügt.
NT Ricky Jean Francois. Der Iron Man dieser Offseason. Die 49ers werden es nicht zugeben, aber die Abwesenheit von Aubrayo Franklin war ein Segen, weil sich dadurch Jean-Francois zu einem Nose Tackle entwickelte, der nicht nur ein Notnagel ist. Das könnte es dem Team leichter machen, sich Ende der Saison von Franklin zu trennen, falls man sich nicht einig wird.
DE Khalif Mitchell/Derek Walker. Die zwei Backup-DEs spielten gut. Mitchell legte den gegnerischen Right Tackle in der zweiten Hälfte einmal flach. Walker, der mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, war immer aktiv und verursachte den Safety am Spielende.
OLB Manny Lawson. Lawson war der Aktivposten beim Run. Einmal stoppte er Peterson für einen Drei-Yard-Raumverlust. Seine Leistung hob sich angenehm ab von der des anderen OLB Parys Haralson, der nicht viel zustande bekam und gegen Peterson einen 13-Yard-Run nach einem Swingpass zuliess.
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 23.8
Zehn Spieler zählen zu den Gewinnern des Minnesota-Spiels:
OLB Travis LaBoy. Er war permanent im Backfield der Vikings und kam dabei auf einen Sack und drei Quarterback-Hurries, obwohl er nicht durchspielte. Wichtiger noch war für ihn, dass er diese Leistung unbedingt zeigen musste. LaBoy verletzte sich am fünften Tag des Trainingscamps und sah danach nur noch zu. Die Youngster Diyral Briggs und Bruce Davis waren dabei, ihn zu verdrängen. LaBoy musste sich und den anderen was beweisen, und das tat er. Vor dem Spiel schien Briggs der klare Favorit für den vierten Outside Linebacker zu sein. Jetzt ist die Frage, ob die 49ers fünf OLBs behalten, mit Lawson, Haralson, Brooks, LaBoy und Briggs.
CB Phillip Adams. Noch einer, der letzte Woche nicht spielte und jetzt ein grosses Spiel ablieferte. Der Seventh-Round-Pick wehrte drei Pässe ab, darunter ein sehr schönes Play an der Sideline. Er hatte zudem mit vier Tackles die Team-Bestleistung. Adams versucht, sich die fünfte Cornerback-Position zu sichern. Weil er ein starker und grosser Cornerback ist, könnte er auch bei den Special Teams eingesetzt werden.
OLB Diyral Briggs. Nach dem sehr guten Spiel bei den Colts wieder ein solider Auftritt. Mit seinem guten Gleichgewichtsgefühl kommt er leicht um die Tackles herum. Das Ergebnis war ein Sack, ein Quarterback-Hurry und ein Tackle mit Raumverlust. Die Frage ist, ob er das auch gegen die First-Team-Offensive-Linemen so hinbekäme.
C David Baas. Der Kampf zwischen Baas und Tony Wragge um die Centerposition in Vertretung von Eric Heitmann ist vorentschieden. Baas spielte wieder stark, hatte keine schlechten Snaps, nicht mal in der Shotgun. Vor allem aber schafft er einen guten Push vorwärts wenn er blockt. Bis jetzt alles gut.
QB Alex Smith. Bislang in seiner Karriere ähnelte Smith oft einem alten Rasenmäher - er brauchte Zeit, um auf Touren zu kommen. Diesmal wollte die 49ers Offense stark starten gegen die Vikings und sie tat exakt das. Smith war 5 für 6 im Opening Drive und schaffte dabei drei Third Downs. Er wirkte energisch, zögerte nicht unnötig und war aggressiv, wenn er es sein musste. Danach wurde es durchschnittlich, aber da spielte man auch vor allem Running Games.
WR Dominique Zeigler. Wenn Zeigler es jetzt nicht auf den Roster schafft, wäre es ein Schock für ihn. Schon vor dem Spiel sagte Smith, dass man Zeigler vertrauen kann, weil er seine Routen präzise läuft und gute Hände hat. Kein Wunder, dass Smith bei einem der Third Down-Plays zu Zeigler warf und 13 Yards damit schaffte. Zeigler fing alle fünf Pässe; Jason Hill hingegen fing keinen der zwei Pässe zu ihm.
RB Anthony Dixon. Seine Statistiken sind erbärmlich - 20 Carries, 51 Yards, 2,6 Yards Durchschnitt (Glen Coffee kam letztes Jahr gegen die Vikings übrigens auf 2,2 Yards). Aber dass er nicht nur startete, sondern sogar alles vier Quarter durchspielte, zeigt, wie sich Dixon entwickelt. Vor zehn Tagen hatte man kein Vertrauen in seine Pass Protection. Jetzt gegen die First-Unit von Minnesota erledigte er das gut (und übrigens besser als auf der anderen Seite Adrian Peterson). Dixon hat mehr Tempo, als man denkt; das sah man deutlich bei seinem Touchdown-Run. Er muss noch lernen, wann man ausweicht und wann man lieber für einen kleinen Gewinn vorwärtspflügt.
NT Ricky Jean Francois. Der Iron Man dieser Offseason. Die 49ers werden es nicht zugeben, aber die Abwesenheit von Aubrayo Franklin war ein Segen, weil sich dadurch Jean-Francois zu einem Nose Tackle entwickelte, der nicht nur ein Notnagel ist. Das könnte es dem Team leichter machen, sich Ende der Saison von Franklin zu trennen, falls man sich nicht einig wird.
DE Khalif Mitchell/Derek Walker. Die zwei Backup-DEs spielten gut. Mitchell legte den gegnerischen Right Tackle in der zweiten Hälfte einmal flach. Walker, der mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, war immer aktiv und verursachte den Safety am Spielende.
OLB Manny Lawson. Lawson war der Aktivposten beim Run. Einmal stoppte er Peterson für einen Drei-Yard-Raumverlust. Seine Leistung hob sich angenehm ab von der des anderen OLB Parys Haralson, der nicht viel zustande bekam und gegen Peterson einen 13-Yard-Run nach einem Swingpass zuliess.
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 23.8
Kommentare
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DeRa (24. Aug. 2010)
Vor allem CB Adams hat mir gut gefallen.Über Zeigler müssen wir wohl nichts mehr sagen
Cordovan (24. Aug. 2010)
Ich würde mit 5 O-Linebackern in die Saison gehen.
Jason Hill - oje, den sich ich bald fliegen...wenn Zeigler weiter so aufzeigt.
wizard49er (25. Aug. 2010)
Aber hier besser aufgeführt als bei mir