In-Depth: 49ers-Offensive-Line war die schlechteste der Liga (23. Feb. 2010)
Football Outsiders hat jetzt mathematisch berechnet, was viele bereits vermutet hatten: Die O-Line der Niners war nicht nur nicht gut - sie ist sogar mit Abstand die letzte in einer Kategorie, die sich Adjusted Line Yards nennt und die Running Plays untersucht.
Wenig überraschend sind die 49ers auf dem letzten Platz bei den "Stuffs" - also wenn der Ballträger schon an oder kurz nach der Line of Scrimmage getackelt wird. Laut den Zahlen wurden die Running Plays der 49ers in 24 Prozent der Fälle "gestufft". Mit anderen Worten, jedes vierte Running Play gewann nichts dazu oder verlor sogar.
Weiterhin sind die 49ers auf dem letzten Platz in der Liga, was Runs zwischen fünf und 10 Yards Raumgewinn angeht. Weit besser sind sie dagegen bei Runs länger als 10 Yards - da liegen sie auf Rang 4. Das beweist, wie gut Frank Gore ist, sobald er Platz hat.
Die Studie untersucht ebenfalls, wo die 49ers am häufigsten gelaufen sind. Und auch das Ergebnis ist interessant: Hier geht es nämlich um die Frage, ob der mangelnde Erfolg allein der OL angelastet werden kann. Die Zahlen deuten darauf hin, dass auch das Coaching mit schuld ist: Wenn 71 Prozent der Runs durch die Mitte gehen (nur Jacksonville kam da auf einen noch höheren Wert), dann wissen die Gegner relativ gut, auf was sie sich einstellen müssen. 49er-Spieler haben während der Saison auch beklagt, dass ihre Protection Schemes fast immer gleich blieben. Auch das machte das Team vorhersehbar und es den Spielern schwerer.
Das alles ist ein weiterer Hinweis darauf, dass ein zusätzlicher schneller Playmaker immens helfen könnte. Dann könnten die 49ers mehr aussen laufen und würden es den Defenses schwerer machen, die Mitte zuzustellen - so wie es letztes Jahr laut den Football Outsiders oft geschehen ist. So ein Athlet in Verbindung mit einem Offensive Tackle, der im Raum blocken kann, würde den 49ers enorm weiterhelfen.
So ein Lineman ist auch die oberste Priorität fürs Front Office. Dem Vernehmen nach schätzt man zwei Linemen besonders hoch ein, Oklahoma State's Russell Okung und Rutgers' Anthony Davis. Danach kommen mit einigem Abstand Oklahoma's Trent Williams, Iowa's Bryan Bulaga und Maryland's Bruce Campbell. Auch USCs Charles Brown könnte noch eine Rolle spielen.
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 22.2.
Wenig überraschend sind die 49ers auf dem letzten Platz bei den "Stuffs" - also wenn der Ballträger schon an oder kurz nach der Line of Scrimmage getackelt wird. Laut den Zahlen wurden die Running Plays der 49ers in 24 Prozent der Fälle "gestufft". Mit anderen Worten, jedes vierte Running Play gewann nichts dazu oder verlor sogar.
Weiterhin sind die 49ers auf dem letzten Platz in der Liga, was Runs zwischen fünf und 10 Yards Raumgewinn angeht. Weit besser sind sie dagegen bei Runs länger als 10 Yards - da liegen sie auf Rang 4. Das beweist, wie gut Frank Gore ist, sobald er Platz hat.
Die Studie untersucht ebenfalls, wo die 49ers am häufigsten gelaufen sind. Und auch das Ergebnis ist interessant: Hier geht es nämlich um die Frage, ob der mangelnde Erfolg allein der OL angelastet werden kann. Die Zahlen deuten darauf hin, dass auch das Coaching mit schuld ist: Wenn 71 Prozent der Runs durch die Mitte gehen (nur Jacksonville kam da auf einen noch höheren Wert), dann wissen die Gegner relativ gut, auf was sie sich einstellen müssen. 49er-Spieler haben während der Saison auch beklagt, dass ihre Protection Schemes fast immer gleich blieben. Auch das machte das Team vorhersehbar und es den Spielern schwerer.
Das alles ist ein weiterer Hinweis darauf, dass ein zusätzlicher schneller Playmaker immens helfen könnte. Dann könnten die 49ers mehr aussen laufen und würden es den Defenses schwerer machen, die Mitte zuzustellen - so wie es letztes Jahr laut den Football Outsiders oft geschehen ist. So ein Athlet in Verbindung mit einem Offensive Tackle, der im Raum blocken kann, würde den 49ers enorm weiterhelfen.
So ein Lineman ist auch die oberste Priorität fürs Front Office. Dem Vernehmen nach schätzt man zwei Linemen besonders hoch ein, Oklahoma State's Russell Okung und Rutgers' Anthony Davis. Danach kommen mit einigem Abstand Oklahoma's Trent Williams, Iowa's Bryan Bulaga und Maryland's Bruce Campbell. Auch USCs Charles Brown könnte noch eine Rolle spielen.
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 22.2.
Kommentare
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Sanfranolli (23. Feb. 2010)
Hoffen wir mal auf die Weiterentwicklung des Play-Callings...
beattheheat (24. Feb. 2010)
Diese Ansicht wurde doch auch auf dieser Seite oft geteilt!! Nun denn, mit der Verpflichtung von Solari hat man einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Nun muss nur noch OC Raye II über seinen und Sings Schatten springen und nicht so konservativ, vorhersehbar callen, und McGM einen Upgarde auf RT und LG finden und C.J. Spiller draften!
Special Teams ist die andere grosse Baustelle, doch da haute mich die Verpflichtung von Schottenheimer nicht wie die von Solari überhaupt nicht aus den Socken! Doch das ist hier nicht das Thema !
Duke (24. Feb. 2010)
MaybeDavis (24. Feb. 2010)
Aber wenn man sich Spiller genauer anguckt:
Er kann gut fangen und ich hab ihn auch schon öfters schöne Blocks setzen sehen in der Pass Protectiion. Und vorallem ist er, im Gegensatz zu den meisten anderen kleinen speed-Backs, ziemlich tough! Was das fangen und die toughnes angeht weiss ich nicht genug von Sheets, aber anscheinend konnte er überhaupt nicht blocken und das geht halt nunmal nicht. So ein Sproles-Bush-C.Johnson-Typ RB ist ganz exakt das was unserer Offense am meisten fehlt (davon ausgegangen das man sich endlich um die Offense Line kümmert, ohne gute O geht so oder so nix!) um unberechenbarer zu werden, produktiver.
stig49 (24. Feb. 2010)
Sanfranolli (24. Feb. 2010)
Egal ist Geschichte und war nicht so!
stig49 (24. Feb. 2010)
Sanfranolli (24. Feb. 2010)
...und? Ist schon klar, trotzdem wie oft hat er geworfen? Die Variante richtig gespielt, wie es die Fins machen, bringt was, weil ein zusätzlicher Blocker zur Verfügung steht, da geht es nicht wirklich darum, ob einer werfen kann...
beattheheat (25. Feb. 2010)
IamNINER (25. Feb. 2010)
Nun, ein wichtiger Punkt bei der Wildcat der Phins ist, dass Brown auch werfen kann und das auch ab und zu tut...
Sanfranolli (25. Feb. 2010)
So wurde es zumindest im Interview von Sporano erklärt.
Und da hätte man bei uns mehr machen können. Der Gegner wusste auch so, wann ein Lauf kommt, weil wir berechenbar waren. Hättest du da einen zusätzlichen Blocker gehabt, wären aus 2 vielleicht 4 Yards geworden und wir hätten hin und wieder auch mal ein 3rd Down verwerten können oder zumindest nicht so oft 3rd and long gehabt.
Ich glaube fast Rayes Fehler war, dass die Teaser-Formation möglicherweise als Pass-First Option gedacht war und nur den möglichen Run faken sollte, da man mit dem ja auch zuerst rechnet. Zumindest hatte ich ein paar mal den Eindruck.
TheBeast (25. Feb. 2010)
stig49 (25. Feb. 2010)