Commentary: Chase Stuart (New York Times) Harbaugh, und wie die 49ers gebaut wurden (12. Okt. 2011)
Von 1983 bis 1998 gewannen die San Francisco 49ers in jeder Saison mindestens 10 Spiele. Sie kamen in diesen 16 Jahren 15 mal in die Playoffs ebenso in den Jahren 2001 und 2002.
Aber von 2003 - 2010 verfehlte San Francisco jedes Jahr die Play-Offs . Über diesen achtjährigen Abschnitt steht das Team bei der "Winning-Percentage" nur an der 29. Stelle und nur die Cleveland Browns, die Oakland Raiders und die Detroit Lions sind hinter den 49ers gereiht. Jetzt, bei 4-1 bieten die 49ers ihr bestes Team seit mindestens 2002 auf und scheinen dazu bestimmt, ihre Abwesenheit in den Play-Offs durch Gewinnen der sonst "blutarmen" NFC West zu beenden. Die Wurzeln dieses Teams wurde während einer 366-tägigen Zeitspanne in der Mitte des letzten Jahrzehnts gelegt.
Jan 1, 2005: Alex Smith, trainiert von Urban Meyer, beendet seine bemerkenswerte Junior Season für Utah durch das Gewinnen des Fiesta Bowl und krönt damit seine 12-0 Saison.
April 23, 2005: San Francisco wählt Smith mit dem "First-Overall-Pick" in der Draft aus. In der dritten Runde dieser Draft, fällt die Wahl auf Frank Gore. Gore, aus der Coral Gables High School in Florida, war einer der viel versprechendsten Prospects im Land; er musste keine Koffer fürs College packen. An "The U" spielte er als Freshman die Hauptrolle und kam auf einen Schnitt von mehr Yards/Laufversuch als der Sophomore Willis McGahee oder der Junior Clinton Portis. Aber in seiner Zeit bei Miami riss sich Gore das Kreuzband an beiden Knien und fiel dadurch bei der Draft.
Nov 19, 2005: Jim Harbaughs San Diego Toreros besiegen die Morehead State im Pioneer Football League Championsship-Game und krönen damit eine 11-1 Saison.
Dez 6, 2005: Das All-SEC-Teams 2005 wird bekanntgegeben, und zur Überraschung von niemanden, fällt eine Auszeichnung auf Ole Miss Junior Patrick Willis, der die Konferenz in Tackles angeführt hatte.
Dez 24, 2005; Jan 1, 2006: Alex Smiths Rookie-Jahr war eine Katastrophe gewesen: er verlor seine ersten fünf Starts, er warf keine Touchdowns aber 10 Interceptions. Die 49ers waren zu 2-12 gefallen. Aber in Woche 16 im vierten Viertel gab Gore's 30-yard-Touchdown Smith seinen ersten Sieg. Die folgende Woche im letzen Spiel warf Smith seinen ersten Karriere-Touchdown, und Gore erlief 108 Yards. Gore half damit seiner eigenen Sache mehr als einmal: hätten die 49ers jene zwei Spiele verloren, hätte San Francisco am wahrscheinlichsten USC's Running-Back Reggie Bush gedraftet. Stattdessen wählte San Francisco Tight-End Vernon Davis mit dem 6. Pick der 2006 Draft.
Von da an, begann der Erfolg für Harbaugh, Willis und Gore weiterzurollen.
Im Jahr 2006 lenkte Harbaugh sein Team zu der Bundesmeisterschaft und einen 11-1 Rekord. Willis wurde als SEC Defensive Player of the Year geehrt und gewann den Butkus-Award, als bester Linebacker im Land. Gore hatte eine unvergessliche Saison; sein Laufdurchschnitt von 5,43 yards/Laufversuch bleiben die Bestmarke unter Spielern mit über 1,500 yards und 60 Catches in einer Saison.
Nach Willis Monsterkarriere bei Ole Miss wurde er von den 49ers mit dem 11. Pick der Draft im Jahr 2007 ausgewählt. In seinen ersten vier Saisonen wurde er jedes Jahr für den Pro-Bowl nominiert, und wurde von der Associated Press in drei von vier Saisonen ins First-Team-ALL-PRO gewählt (im Jahr 2008 wurde er "nur" ins Second-Team gewählt). Der unbestrittene beste Inside-Linebacker in der Liga trägt die Nr. 52, obwohl es schwer ist, genau zu sagen, wann die Herrschaft und Willis beginnt und die von Lewis endet.
Jedes Jahr von 2007 bis 2010 kam Gore auf einen Schnitt von über 100 yards-from-scrimmage, und stapfte vorwärts, trotz einens schlechten Teams. Die 49ers gingen 11-29 in jenen Jahren gegen Teams außerhalb des NFC West. Nur Adrian Peterson, Steven Jackson und Maurice Jones-Drew hatten in diesen Jahren mehr yards-from-scrimmage als Gore zu verzeichnen.
Harbaughs zweitem aufeinander folgendem P.F.L. Titel folgend, lockte Stanford ihn aus San Diego an, um sein Programm wiederzubeleben. Zu dieser Zeit schien die Stelle hoffnungslos. Vor fünf Jahren war das Einzige, das härter war, als in Stanford hineinzukommen, mit Stanford zu gewinnen. Die Cardinal gingen 1-11 in 2006 und konnten in 9 von 12 Spielen die 10 Punkte-Marke nicht übertreffen. Wenige Footballdiagramme sind so selbsterklärend wie das unten, welches die Cardinal im Jahr vor Harbaugh und den vier Jahren Stanfords unter den Fittichen von Harbaugh zeigen:
Jahr Rekord Pts/G PtsA/G Diff
2006 1-11 10.6 31.4 -20.8
2007 4-8 19.6 28.2 -8.6
2008 5-7 26.2 27.4 -1.2
2009 8-5 35.5 26.5 +9.0
2010 12-1 40.3 17.4 +22.9
Jedes Jahr verbesserte Harbaugh die Verteidigung. Jedes Jahr verbesserte Harbaugh die Offense, normalerweise um einen Touchdown pro Spiel herum. In seiner zweite Saison in Palo Alto überraschte er mit einer der größten Sensationen in der Collegefootballgeschichte: die Cardinal schlugen die an Nr 2. gesetzten U.S.C. - als 41-Punkte-Aussenseiter. Wenn er 24 Stunden hätte, könnte er die Welt retten? John Elway führte die Cardinal nie zu einem Bowl-Game. Bill Walsh führte die Cardinal nie in die Top-Five. Niemand hatte Stanford jemals zu einem Top-Fünf-Ranking geführt. Aber im Jahr 2010 hatte Harbaugh mit den Cardinal seine beste Saison seit mindestens den letzten 70 Jahren und setzte die Vorarbeit für eine potentiell magische Saison in 2011.
Gerade so erstaunlich wie der Erfolg, den Harbaugh erreichte, war die Art, in der er es erreichte. Stanfords akademische Erfordernisse sind ein schwerwiegender Nachteil, wenn es zum Big-Time-College-Football kommt. Einige Colleges haben Erfolg in den letzten Jahren gehabt, während sie signifikante Beschränkungen in Bezug auf die Aufnahmekriterien machten. Georgia Tech, die Air Force und die Navy haben durch Verwenden eines dreifachen option-attack in der Offense gewonnen, ein Laufangriff, basierend auf komplizierten Blockschemen, welcher eine Herausforderung für den typischen 20-jährigen Verteidiger mit einer Woche Vorbereitung ist.
Unter Harbaugh führte Stanford eine Pro-Style-Offense ein - manche würden es Vanilla nennen. Die Cardinal gewannen, weil sie eines der toughesten und physischsten Teams im Land waren - in der Offense und Defense. Es gab keine Effekthascherei: sie waren normalerweise stärker, und wesentlich verlässlicher und konsistenter als ihr Gegner. Wie Harbaugh das erreichte, war fast so unwahrscheinlich wie die Ergebnisse.
Als Harbaugh zu den 49ers kam, überraschte er durch das Behalten von Alex Smith als seinen Quarterback. Während Harbaugh seine Zauberei bei Stanford vollbrachte, verlor Smith seinen Arbeitsplatz an J.T. O'Sullivan und Shaun Hill, dazwischen kämpfte er in seinen sechs enttäuschenden Jahren zum Großteil mit Verletzungen. Smith war gut genug, nicht entlassen zu werden - mit dieser "Leistung" stand er über einem Spieler wie JaMarcus Russell, aber das war die einzige Latte, welche er erreichen konnte. Er kam auf einen Schnitt von nur 4,4 Nettoyards pro Versuch von 2005 bis 2010, die schlechteste Zahl unter den Quarterbacks mit 40 Starts. Smith wirft aber in dieser Saison Dividenden ab.
In seinem ersten Job als Pro-Headcoach formt Harbaugh wieder ein Team nach seinen Vorstellungen.
Bedenken Sie: San Francisco ist das einzige Team in der Liga, das noch keinem Running-Back erlaubte, mehr als 65 Yards in einem Spiel zu erlaufen. Die 49ers hielten die gegnerischen Nr. 1 Running-Backs - Marshawn Lynch, Felix Jones, Cedric Benson, LeSean McCoy und LeGarrette Blount - auf gemeinsame 174 Yards bei 58 Versuchen, das sind dürftige 3 Yards/Laufversuch.
San Francisco ist das einzige Team, dass noch keinen Lauf-Touchdown zuglassen hat. Gegnerische Running-Backs haben 14 First-Downs in fünf Spielen durch Läufe erzielt. Defensive End Justin Smith und Ray McDonald spielen auf Pro-Bowl-Niveau, und NaVorro Bowman und Willis geben San Francisco das beste Inside-Linebacker-Paar in der gesamten Liga. In der Secondary hat Cornerback Carlos Roger - er wurde 8 Picks nach Smith in der Draft 2005 ausgewählt - einen phantastische Job gemacht um Nate Clements zu ersetzen. Aber Harbaughs Wirkung kann auf beiden Seiten des Balles gefühlt werden.
Nur drei Teams laufen in dieser Saison mindestens bei der Hälfte ihrer Plays (Sacks zählen hier als Pass): die Minnesota Vikings, die 49ers und die Jacksonville Jaguars. Die Vikings und der Jaguars sind bei den letzten fünf der Liga was die Nettoyards pro Passversuch angeht, während sie wohl die zwei besten Running-Backs mit Peterson und Jones-Drew haben. Für San Francisco ist das lauflastige Verhältnis weniger aus der Notwendigkeit heraus, es ist gestaltet. San Francisco ist auf Rang 15 in Nettoyards pro Passversuch, obwohl der Laufangriff ungleich weniger Erfolg gehabt hat (Rang 21 bei Yards/Laufversuch). Aber die 49ers fahren fort, sich an das Laufspiel zu halten, und haben keine Zweifel an ihrer Identität: sie werden zäh und physisch sein und sind dazu entschlossen, ganz gleich was da kommt, zu laufen.
Am wichtigsten, San Francisco sieht wie ein Team aus, welches sich jede Woche verbessert. Im Season-Opener haben die 49ers, ein schlechtes Seattle Team bis zu Ted Ginn's zwei Touchdowns im vierten Viertel, im Spiel gelassen. Die 49ers spielten in der zweiten Woche gegen die talentierten Cowboys besser, aber implodierten im letzten Abschnitt. Die Verteidigung war dominierend gegen Cincinnati, aber 12 Strafen, und eine ineffektive Offense zeigte, dass die 49ers weit entfernt davon waren, ein vollständiges Team zu sein. Dann produzierte die Offense in Philadelphia die größte Leistung in sieben Jahren mit 442 Yard; aber die Verteidigung wurde von Michael Vick auseinandergerissen. Schließlich, gegen Tampa Bay kam es alles zusammen. Alex Smith hatte ein 127 Quarterback-Rating; Gore und Kendall Hunter liefen 29-mal für 180 Yard, und San Francisco gewann 48-3. In Jim Harbaugh wurde viel Geld investiert um San Francisco herumzudrehen. Es wurde aber nicht erwartet, dass er dieses so schnell tun würde. Aber die Bay Area sollte inzwischen an Harbaugh's Wunder gewöhnt sein.
Von Chase Stuart October 11, 2011, 6:00 am
Aber von 2003 - 2010 verfehlte San Francisco jedes Jahr die Play-Offs . Über diesen achtjährigen Abschnitt steht das Team bei der "Winning-Percentage" nur an der 29. Stelle und nur die Cleveland Browns, die Oakland Raiders und die Detroit Lions sind hinter den 49ers gereiht. Jetzt, bei 4-1 bieten die 49ers ihr bestes Team seit mindestens 2002 auf und scheinen dazu bestimmt, ihre Abwesenheit in den Play-Offs durch Gewinnen der sonst "blutarmen" NFC West zu beenden. Die Wurzeln dieses Teams wurde während einer 366-tägigen Zeitspanne in der Mitte des letzten Jahrzehnts gelegt.
Jan 1, 2005: Alex Smith, trainiert von Urban Meyer, beendet seine bemerkenswerte Junior Season für Utah durch das Gewinnen des Fiesta Bowl und krönt damit seine 12-0 Saison.
April 23, 2005: San Francisco wählt Smith mit dem "First-Overall-Pick" in der Draft aus. In der dritten Runde dieser Draft, fällt die Wahl auf Frank Gore. Gore, aus der Coral Gables High School in Florida, war einer der viel versprechendsten Prospects im Land; er musste keine Koffer fürs College packen. An "The U" spielte er als Freshman die Hauptrolle und kam auf einen Schnitt von mehr Yards/Laufversuch als der Sophomore Willis McGahee oder der Junior Clinton Portis. Aber in seiner Zeit bei Miami riss sich Gore das Kreuzband an beiden Knien und fiel dadurch bei der Draft.
Nov 19, 2005: Jim Harbaughs San Diego Toreros besiegen die Morehead State im Pioneer Football League Championsship-Game und krönen damit eine 11-1 Saison.
Dez 6, 2005: Das All-SEC-Teams 2005 wird bekanntgegeben, und zur Überraschung von niemanden, fällt eine Auszeichnung auf Ole Miss Junior Patrick Willis, der die Konferenz in Tackles angeführt hatte.
Dez 24, 2005; Jan 1, 2006: Alex Smiths Rookie-Jahr war eine Katastrophe gewesen: er verlor seine ersten fünf Starts, er warf keine Touchdowns aber 10 Interceptions. Die 49ers waren zu 2-12 gefallen. Aber in Woche 16 im vierten Viertel gab Gore's 30-yard-Touchdown Smith seinen ersten Sieg. Die folgende Woche im letzen Spiel warf Smith seinen ersten Karriere-Touchdown, und Gore erlief 108 Yards. Gore half damit seiner eigenen Sache mehr als einmal: hätten die 49ers jene zwei Spiele verloren, hätte San Francisco am wahrscheinlichsten USC's Running-Back Reggie Bush gedraftet. Stattdessen wählte San Francisco Tight-End Vernon Davis mit dem 6. Pick der 2006 Draft.
Von da an, begann der Erfolg für Harbaugh, Willis und Gore weiterzurollen.
Im Jahr 2006 lenkte Harbaugh sein Team zu der Bundesmeisterschaft und einen 11-1 Rekord. Willis wurde als SEC Defensive Player of the Year geehrt und gewann den Butkus-Award, als bester Linebacker im Land. Gore hatte eine unvergessliche Saison; sein Laufdurchschnitt von 5,43 yards/Laufversuch bleiben die Bestmarke unter Spielern mit über 1,500 yards und 60 Catches in einer Saison.
Nach Willis Monsterkarriere bei Ole Miss wurde er von den 49ers mit dem 11. Pick der Draft im Jahr 2007 ausgewählt. In seinen ersten vier Saisonen wurde er jedes Jahr für den Pro-Bowl nominiert, und wurde von der Associated Press in drei von vier Saisonen ins First-Team-ALL-PRO gewählt (im Jahr 2008 wurde er "nur" ins Second-Team gewählt). Der unbestrittene beste Inside-Linebacker in der Liga trägt die Nr. 52, obwohl es schwer ist, genau zu sagen, wann die Herrschaft und Willis beginnt und die von Lewis endet.
Jedes Jahr von 2007 bis 2010 kam Gore auf einen Schnitt von über 100 yards-from-scrimmage, und stapfte vorwärts, trotz einens schlechten Teams. Die 49ers gingen 11-29 in jenen Jahren gegen Teams außerhalb des NFC West. Nur Adrian Peterson, Steven Jackson und Maurice Jones-Drew hatten in diesen Jahren mehr yards-from-scrimmage als Gore zu verzeichnen.
Harbaughs zweitem aufeinander folgendem P.F.L. Titel folgend, lockte Stanford ihn aus San Diego an, um sein Programm wiederzubeleben. Zu dieser Zeit schien die Stelle hoffnungslos. Vor fünf Jahren war das Einzige, das härter war, als in Stanford hineinzukommen, mit Stanford zu gewinnen. Die Cardinal gingen 1-11 in 2006 und konnten in 9 von 12 Spielen die 10 Punkte-Marke nicht übertreffen. Wenige Footballdiagramme sind so selbsterklärend wie das unten, welches die Cardinal im Jahr vor Harbaugh und den vier Jahren Stanfords unter den Fittichen von Harbaugh zeigen:
Jahr Rekord Pts/G PtsA/G Diff
2006 1-11 10.6 31.4 -20.8
2007 4-8 19.6 28.2 -8.6
2008 5-7 26.2 27.4 -1.2
2009 8-5 35.5 26.5 +9.0
2010 12-1 40.3 17.4 +22.9
Jedes Jahr verbesserte Harbaugh die Verteidigung. Jedes Jahr verbesserte Harbaugh die Offense, normalerweise um einen Touchdown pro Spiel herum. In seiner zweite Saison in Palo Alto überraschte er mit einer der größten Sensationen in der Collegefootballgeschichte: die Cardinal schlugen die an Nr 2. gesetzten U.S.C. - als 41-Punkte-Aussenseiter. Wenn er 24 Stunden hätte, könnte er die Welt retten? John Elway führte die Cardinal nie zu einem Bowl-Game. Bill Walsh führte die Cardinal nie in die Top-Five. Niemand hatte Stanford jemals zu einem Top-Fünf-Ranking geführt. Aber im Jahr 2010 hatte Harbaugh mit den Cardinal seine beste Saison seit mindestens den letzten 70 Jahren und setzte die Vorarbeit für eine potentiell magische Saison in 2011.
Gerade so erstaunlich wie der Erfolg, den Harbaugh erreichte, war die Art, in der er es erreichte. Stanfords akademische Erfordernisse sind ein schwerwiegender Nachteil, wenn es zum Big-Time-College-Football kommt. Einige Colleges haben Erfolg in den letzten Jahren gehabt, während sie signifikante Beschränkungen in Bezug auf die Aufnahmekriterien machten. Georgia Tech, die Air Force und die Navy haben durch Verwenden eines dreifachen option-attack in der Offense gewonnen, ein Laufangriff, basierend auf komplizierten Blockschemen, welcher eine Herausforderung für den typischen 20-jährigen Verteidiger mit einer Woche Vorbereitung ist.
Unter Harbaugh führte Stanford eine Pro-Style-Offense ein - manche würden es Vanilla nennen. Die Cardinal gewannen, weil sie eines der toughesten und physischsten Teams im Land waren - in der Offense und Defense. Es gab keine Effekthascherei: sie waren normalerweise stärker, und wesentlich verlässlicher und konsistenter als ihr Gegner. Wie Harbaugh das erreichte, war fast so unwahrscheinlich wie die Ergebnisse.
Als Harbaugh zu den 49ers kam, überraschte er durch das Behalten von Alex Smith als seinen Quarterback. Während Harbaugh seine Zauberei bei Stanford vollbrachte, verlor Smith seinen Arbeitsplatz an J.T. O'Sullivan und Shaun Hill, dazwischen kämpfte er in seinen sechs enttäuschenden Jahren zum Großteil mit Verletzungen. Smith war gut genug, nicht entlassen zu werden - mit dieser "Leistung" stand er über einem Spieler wie JaMarcus Russell, aber das war die einzige Latte, welche er erreichen konnte. Er kam auf einen Schnitt von nur 4,4 Nettoyards pro Versuch von 2005 bis 2010, die schlechteste Zahl unter den Quarterbacks mit 40 Starts. Smith wirft aber in dieser Saison Dividenden ab.
In seinem ersten Job als Pro-Headcoach formt Harbaugh wieder ein Team nach seinen Vorstellungen.
Bedenken Sie: San Francisco ist das einzige Team in der Liga, das noch keinem Running-Back erlaubte, mehr als 65 Yards in einem Spiel zu erlaufen. Die 49ers hielten die gegnerischen Nr. 1 Running-Backs - Marshawn Lynch, Felix Jones, Cedric Benson, LeSean McCoy und LeGarrette Blount - auf gemeinsame 174 Yards bei 58 Versuchen, das sind dürftige 3 Yards/Laufversuch.
San Francisco ist das einzige Team, dass noch keinen Lauf-Touchdown zuglassen hat. Gegnerische Running-Backs haben 14 First-Downs in fünf Spielen durch Läufe erzielt. Defensive End Justin Smith und Ray McDonald spielen auf Pro-Bowl-Niveau, und NaVorro Bowman und Willis geben San Francisco das beste Inside-Linebacker-Paar in der gesamten Liga. In der Secondary hat Cornerback Carlos Roger - er wurde 8 Picks nach Smith in der Draft 2005 ausgewählt - einen phantastische Job gemacht um Nate Clements zu ersetzen. Aber Harbaughs Wirkung kann auf beiden Seiten des Balles gefühlt werden.
Nur drei Teams laufen in dieser Saison mindestens bei der Hälfte ihrer Plays (Sacks zählen hier als Pass): die Minnesota Vikings, die 49ers und die Jacksonville Jaguars. Die Vikings und der Jaguars sind bei den letzten fünf der Liga was die Nettoyards pro Passversuch angeht, während sie wohl die zwei besten Running-Backs mit Peterson und Jones-Drew haben. Für San Francisco ist das lauflastige Verhältnis weniger aus der Notwendigkeit heraus, es ist gestaltet. San Francisco ist auf Rang 15 in Nettoyards pro Passversuch, obwohl der Laufangriff ungleich weniger Erfolg gehabt hat (Rang 21 bei Yards/Laufversuch). Aber die 49ers fahren fort, sich an das Laufspiel zu halten, und haben keine Zweifel an ihrer Identität: sie werden zäh und physisch sein und sind dazu entschlossen, ganz gleich was da kommt, zu laufen.
Am wichtigsten, San Francisco sieht wie ein Team aus, welches sich jede Woche verbessert. Im Season-Opener haben die 49ers, ein schlechtes Seattle Team bis zu Ted Ginn's zwei Touchdowns im vierten Viertel, im Spiel gelassen. Die 49ers spielten in der zweiten Woche gegen die talentierten Cowboys besser, aber implodierten im letzten Abschnitt. Die Verteidigung war dominierend gegen Cincinnati, aber 12 Strafen, und eine ineffektive Offense zeigte, dass die 49ers weit entfernt davon waren, ein vollständiges Team zu sein. Dann produzierte die Offense in Philadelphia die größte Leistung in sieben Jahren mit 442 Yard; aber die Verteidigung wurde von Michael Vick auseinandergerissen. Schließlich, gegen Tampa Bay kam es alles zusammen. Alex Smith hatte ein 127 Quarterback-Rating; Gore und Kendall Hunter liefen 29-mal für 180 Yard, und San Francisco gewann 48-3. In Jim Harbaugh wurde viel Geld investiert um San Francisco herumzudrehen. Es wurde aber nicht erwartet, dass er dieses so schnell tun würde. Aber die Bay Area sollte inzwischen an Harbaugh's Wunder gewöhnt sein.
Von Chase Stuart October 11, 2011, 6:00 am
Kommentare
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Cordovan (12. Okt. 2011)
DeRa (13. Okt. 2011)
Ich dachte schon, das der Artikel gar kein Ende hat
Nein im Ernst, ein sehr interessanter Artikel. Dafür hast du dir von mir ein Danke verdient
MoRe99 (13. Okt. 2011)
LeonJoe (13. Okt. 2011)
Danke fürs einstellen...
greetz Frank
Duke (13. Okt. 2011)
stig49 (13. Okt. 2011)
@Cordovan: danke fürs ausgiebige Übersetzen!
Young#8 (13. Okt. 2011)
Go NINERS, bitte macht den Traum wahr und holt endlich wieder mal den Divisonstitel für uns!!!!!! Die Durststrecke war lang genug!
Cordovan (13. Okt. 2011)
Hab zweimal korrekturgelesen - irgendetwas kam mir den den Wörtern nicht ganz "koscha" vor. Vier Augen sehen halt mehr als zwei! Thanks fürs ausbessern!
Niner (13. Okt. 2011)
Good job! Danke!
igor (13. Okt. 2011)
snoopy (13. Okt. 2011)
jerryrice80 (13. Okt. 2011)
reagan - The Left Hand (13. Okt. 2011)
Super Leistung. Die Times ist sicher nicht so einfach zu übersetzen. Interessanter Artikel. Am Besten zeigt natürlich die Statistik von Stanford, wozu JH in der Lage ist. Bei uns scheint es sogar schneller mit dem Aufschwung zu gehen, da er ja auch auf gute Spieler zurückgreifen kann.
Footballfan (13. Okt. 2011)
*klugscheißmodusan* Die Times ist in London beheimatet
Aber egal, sehr interessanter Artikel, vielleicht wird´s ja wieder so wie zu Bill Walsh´s Zeiten. THX für die coole Übersetzung
MaybeDavis (13. Okt. 2011)
beattheheat (13. Okt. 2011)
Ja, das ist ein Coach!
Daddy (13. Okt. 2011)
Habe gestern mit bissel Abstand das Spiel nochmal angesehen. TB hat sich in der ersten Hälfte selbst aus dem Spiel genommen. Sind eigentlich sehr gut übers Feld gekommen. Egal.
Was mir aufgefallen ist, ist das da ein Team auf dem Feld steht die gemeinsam was reißen wollen. AS Gesichtsausdruck beim TD auf Walker war schon geil. Schien zur Aussenseite zu schauen und zu sagen " Boah, habt ihr gesehen wie ich das gemacht habe?" Später im Spiel sieht man ihn sogar unterm Helm lachen. Kam bestimmt auch noch nicht so oft vor. JH hat da wirklich ein Winnergen implantiert und die Jungs glauben an sich. Sicherlich helfen die Siege da natürlich gewaltig mit. Bin echt auf das Spiel gegen Detroit gespannt.
snoopy (13. Okt. 2011)
Cordovan (13. Okt. 2011)
Zum Artikel selbst:
Mir ist es unbegreiflich, wie Harbaugh es in so kurzer Zeit geschafft hat, aus den 9ers so ein ,,Winner-Team" zu formen. Dass der bisherige Rekord (4-1) Zufall ist, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Harbaugh muss eine so positive Energie verströmen und alle in seinen Bann ziehen, dass es schon krass ist – sonst wäre so ein Erfolg in so kurzer Zeit nicht möglich.
Wenn wir diesen Erfolg erst im nächsten Jahr hätten, würd ich sagen, okay gut Arbeit –Harbaugh hat in einem Jahr was auf die Beine gestellt! Aber so – ist schon fast surreal. Bis jetzt: einfach nur genial!
Duke (13. Okt. 2011)
stig49 (13. Okt. 2011)
Aber ohne seine Leistung schmälern zu wollen: Er hat auch ein bisschen Glück - und eine Mannschaft, der es bis oben hin stand. Da motiviert sich's relativ einfach.
Real (13. Okt. 2011)
igor (13. Okt. 2011)
Real (13. Okt. 2011)
Die beiden Returns von Ginn sind doch nicht allein dafür verantwortlich, dass wir gegen die Seahawks gewonnen haben. Sicher haben wir zumindest den ersten TD dringend gebraucht, aber that's football, wir haben lediglich den Sack zugemacht.
Und Akers hat gegen die Eagles auch 2 Field Goals verhauen, also alles nur ausgleichende Gerechtigkeit!
stig49 (13. Okt. 2011)
Aber, that's football. Diesmal haben wir halt endlich mal Glück.
Cordovan (13. Okt. 2011)
Drehen wir den Spies um: Gegen die Bengals hat Smith einen glasklaren TD geworfen, welche von den Schiris nicht anerkannt wurde. Gegen Tampa-Bay hat er zwei Würfe gehabt, welche auch leicht TD's hätten sein können (einer auf Davis - Def.Pass-Int.; der andere auf Walker - ich vermute mal ein WR hätten den fangen können, d. h. er KÖNNTE auch noch besser dastehen, als er eh schon dasteht. Also Glück hin oder her, andere QB's haben auch oft Glück bei ihren Würfen - wenn ich mir da oft Replays anschaue, wo ein WR den Ball ablenkt, um dann von einem Defender zu einen anderen WR abgelenkt zu werden und dieser dann einen TD macht, dass nenne ich Glück! Glück gehört einfach dazu zum Spiel: Wie sagt ein Sprichwort: Wennst kein Glück hast, kommt noch Pech auch dazu!
snoopy (13. Okt. 2011)
GermanSpirit (13. Okt. 2011)
Den langen Artikel zu lesen hat einfach Spaß gemacht. Weiter so - mehr davon
asme (13. Okt. 2011)
ich muss sagen ich bin echt von Harbaugh begeistert! Am Anfang der Saison dachte ich mir, nicht schon wieder so zurückhaltend und sehr oft run durch die Mitte, aber anscheinend war das alles durchdacht, denn im letzen Spiel hat es wirklich Spaß gemacht zuzusehen wie wir auch mal Bigplays machen!
und ich finde ja das seine Vergangenheit dafür spricht das es nicht nur eine Eintagsfliege ist und wir am ende der Saison doch nicht in den PO sind sondern das wir endlich mal 9ers (und für mich dann das erste mal
igor (13. Okt. 2011)
Real (13. Okt. 2011)
asme (13. Okt. 2011)
ups da hab ich nicht genau gelesen was ich geschrieben habe... natürlich week 17...
Cordovan (13. Okt. 2011)
Wären die 49ers an #2 gesetzt!
Hab nicht gewusst, dass die #1 und #2 nicht aus ein und derselben Division kommen dürfen.
MoRe99 (13. Okt. 2011)
Können ja nicht, weil zuerst die Division Champs gesetzt werden. Diese haben immer die Plätze 1-4 in der Setzliste für die Playoffs. Wieso hätten sonst die Seahawks letzte Saison ein Heimspiel in den Playoffs gehabt?
Cordovan (13. Okt. 2011)
Stimmt!!
Uwe#8 (13. Okt. 2011)
Cordovan (13. Okt. 2011)
So sieht's aus!
Ich hatte mal einen Golf-Trainer, der sagte zu mir: Je mehr ich übe, dest mehr Glück hab ich! Stimmt!
reagan - The Left Hand (14. Okt. 2011)