Commentary: Duke´s Bugal Call: LA-Karte ist kein Trumpf (2. Jun. 2010)
Es darf munter gerätselt werden, warum Jed York kurz vor der Entscheidung über das 49ers-Stadionprojekt in Santa Clara die LA-Karte auf den Tisch warf. Fakt ist: Einen Trumpf hat er da nicht ausgespielt, eher das genaue Gegenteil.
Mit LA-Umzugs-Überlegungen melden sich Owner genau dann zu Wort, wenn sie in einer Stadion-Neubaufrage am alten Standort Druck erzeugen wollen. Das ist bekannt. Auch den Verwantwortlichen in der Politik. Mehr als ein gütiges Lächeln dürfte York junior mit seiner Ankündigung bei den Oberen in Santa Clara sowieso nicht bewirkt haben.
Ganz anders sieht die Sache bei den sensibilisierten 49ers-Fans aus. York junior sollte sich im klaren sein, dass die Ownerschaft seiner Familie nicht gerade zu den erfolgreichsten in der Geschichte des Franchise zählt. Bisher zumindest. Als Yorks Mutter Denise DeBartolo-York das Franchise vom großen Eddie DeBartolo im Jahr 2000 "übernahm", hatten die Niners die 90er Jahre gerade als siegreichstes Team abgeschlossen. Davon ist nach zehn Jahren Yorkscher Herrschaft nicht viel übrig geblieben.
York junior täte also gut daran, die 49ers-Fans nicht mit Spekulationen, mögen sie auch noch so unwahrscheinlich sein, über einen Wegzug des Franchise aus der Bay-Area zu verschrecken. Statt dessen stünde es ihm und seiner Familie gut zu Gesicht, endlich die Zukunft des Franchise zu gestalten, sportlich wie wirtschaftlich.
Mit LA-Umzugs-Überlegungen melden sich Owner genau dann zu Wort, wenn sie in einer Stadion-Neubaufrage am alten Standort Druck erzeugen wollen. Das ist bekannt. Auch den Verwantwortlichen in der Politik. Mehr als ein gütiges Lächeln dürfte York junior mit seiner Ankündigung bei den Oberen in Santa Clara sowieso nicht bewirkt haben.
Ganz anders sieht die Sache bei den sensibilisierten 49ers-Fans aus. York junior sollte sich im klaren sein, dass die Ownerschaft seiner Familie nicht gerade zu den erfolgreichsten in der Geschichte des Franchise zählt. Bisher zumindest. Als Yorks Mutter Denise DeBartolo-York das Franchise vom großen Eddie DeBartolo im Jahr 2000 "übernahm", hatten die Niners die 90er Jahre gerade als siegreichstes Team abgeschlossen. Davon ist nach zehn Jahren Yorkscher Herrschaft nicht viel übrig geblieben.
York junior täte also gut daran, die 49ers-Fans nicht mit Spekulationen, mögen sie auch noch so unwahrscheinlich sein, über einen Wegzug des Franchise aus der Bay-Area zu verschrecken. Statt dessen stünde es ihm und seiner Familie gut zu Gesicht, endlich die Zukunft des Franchise zu gestalten, sportlich wie wirtschaftlich.
Kommentare
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frontmode (2. Jun. 2010)
Die Bürger von SF werden wohl kein öffentliches Geld zur Verfügung, Oakland scheint für das Team keine valide Alternative zu sein.
Was bleibt:
- Santa Clara
- Ein privates Projekt in SF (worauf scheinbar die Führung der Stadt SF hofft)
- Umzug
Wenn es am 8. negativ ausgeht, tippe ich persönlich eher auf den Umzug, also ist es vielleicht kein Trumpf, aber doch ein As im Ärmel.
Duke (2. Jun. 2010)
frontmode (2. Jun. 2010)
Aus Sicht der Yorks: Na und, wenn ich ein tolles Stadion in LA habe und den einen oder anderen Titel gewinne.
IamNINER (2. Jun. 2010)
Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass sich Eddie D. nicht noch einschalten würde, falls man wirklich nach LA gehen möchte.
Duke (2. Jun. 2010)
frontmode (2. Jun. 2010)
Duke (2. Jun. 2010)
Quacker (2. Jun. 2010)
Die Frage nach dem Standort wird sich leider letztendlich auf finanzieller Basis entscheiden. Wenn das nicht so wäre würden die Niners schon seid Jahren in einem neuen Stadion spielen.
How long must we sing this song...
Sanfranolli (2. Jun. 2010)
Plummer50 (2. Jun. 2010)
Die 49ers haben es viel zu lange alleine mit der Stadt San Francisco verhandelt. Und damit sind sie gescheitert. Etwa 10 Jahre lang führte man Verhandlungen und es ist nichts dabei rausgekommen. Santa Clara bietet zumindest die Chance das Projekt zu realisieren. Wobei man sagen muss, dass laut Finanzierung die NFL und die 49ers 493 Millionen beitragen müssen. Das ist eine gewaltige Summe, die die 49ers oder die Yorks alleine nicht mal annähernd aufbringen können. Wenn die NFL die 49ers nicht unterstützen sollte, wird auch dieses Projekt scheitern. Und durch den auslaufenden CBA ist die Unterstützung leider sehr ungewiss.
An eine Abwanderung nach LA glaube ich trotzdem noch nicht. Viel realistischer ist ein gemeinsamer Bau mit den Raiders in Oakland. Ich bin zwar für ein gemeinsames Stadion mit den Raiders, aber in Oakland muss es nicht gerade sein. Deshalb hoffe ich sehr, dass es mit Santa Clara funktionieren wird.
Sportlich werden die 49ers langfristig in einer Liga ohne den Salary Cap nur mit einem neuen Stadion konkurrieren können.
frontmode (2. Jun. 2010)
Du hast Dich doch über die hohen Rookie-Verträge ausgelassen. Darüber hinaus hat man einige FAs für viel Geld geholt, versucht die eigenen Spieler langfristig zu binden und hat mehrere Coaches ausgezahlt. Dazu werden Sie einen riesen Anteil am Stadion selbst finazieren (müssen). Ich kann da Deinen Vorwurf nicht ganz nachvollziehen.
Duke (2. Jun. 2010)
Im übrigen kritisierte ich bei den hohen Rookie-Verträgen den moralischen Aspekt.
IamNINER (2. Jun. 2010)
frontmode (8. Jun. 2010)
Was ich aber zuerst meinst ist, dass die York keine "Cheap-Owner" sind. Sie haben in den letzten Jahren viel Geld in hohe Erstrundenpicks gesteckt. Dabei haben sie zugelassen, dass es mehr als einen Erstrunder gibt. Wenn man das Geld nicht zahlen wollte, hätte man runter traden und sparen können. Dazu wurden zwei sehr teure FAs geholt und man hat inzwischen zwei der eigenen Picks langfristig gebunden und weitere werden folgen. Man hat zwei Coaches entlassen, was auch nicht umsonst war.
Man kann den Yorks nicht vorwerfen, dass sie kein Geld in das Team stecken. Die Probleme sind, dass man sportlich nicht immer das richtige gemacht hat, Geld hat man aber viel investiert.
Duke (8. Jun. 2010)
IamNINER (8. Jun. 2010)
Ich sehe aber auch nicht, dass die Yorks sonderlich viel bewirkt hätten. Sie haben aber auch nicht viel versaut. Einzig die Entlassung von Mooch war wohl immer noch ein kapitaler Fehler. Schlussendlich auch das lange Festhalten an Nolan. Und dass man sich kopflos in die Ära Sing gestürzt hat. Ansonsten trug man das normale Risiko bei den Picks und hat normale Free Agents verpflichtet.
frontmode (8. Jun. 2010)
Man kann über die sportlichen Entscheidungen streiten, aber das finanzielle Commitment ist da - und nach allen Aussagen noch weitergehend, wenn man eben mit einem neuen Stadion mehr verdient.