Commentary: Kevin Lynch (SF Gate): Ein näherer Blick auf Alex Smith (20. Feb. 2010)
Kevin Lynch über eine erregte Diskussion, wie gut QB Alex Smith letzte Saison tatsächlich war:
Ja gut - schon hier am Anfang: Alex Smith war nicht herausragend in der letzten Saison. Genau das hatte ich kürzlich hier geschrieben und wurde dafür unterplaniert von all den Smith-Hassern. Aber wenn man auf seine Zahlen schaut, könnte man argumentieren, dass er herausragte: 18 Touchdowns, 12 INTs, ein ordentliches 81.5 Passer-Rating - da war er besser als Matt Ryan, Matt Hasselbeck oder Chad Henne.
Aber bei genauem Hinsehen ist das Wort "herausragen" tatsächlich zu stark - was, wenn man die Wurzel draus zöge? Dann käme "verbessert" raus. Immerhin war Smith in seiner letzten vollen Saison auf ein Rating von 74.8 gekommen, bei jeweils 16 TD's und INT's.
Um herauszuragen, muss Smith konsistent werden. Es muss Schluss sein mit seiner Inkonsistenz, die einen wahnsinnig macht. Er spielt grossartig in der zweiten Hälfte gegen Houston. Er spielt OK bei der knappen Niederlage gegen Indy, und dann sieht man drei Spiele lang nichts Brauchbares von ihm. Drei Interceptions bei der Heimniederlage gegen die Titans (ein Spiel, in dem er hilfllos wirkte). Dann rettete ihn die Defense aus einer weiteren schwachen Leistung beim Sieg gegen die Bears, und dann ist er deutlich schlechter als Aaron Rodgers bei der Niederlage in Green Bay.
Die 49ers versuchen es daraufhin mit der Shotgun, und Smith läuft zu grosser Form auf gegen Jacksonville und Seattle: Keine Interceptions bei 86 Versuchen, beidesmal Ratings um die 96. In Seattle wird er auch noch vom eigenen Team betrogen - er passt er für 310 Yards, aber ohne die acht Drops hätten es locker 370 Yards und ein weiterer TD sein können.
Es folgt die nächste Dürreperiode, mit fünf INT's in acht Quarters gegen die Cardinals und die Eagles. Frank Gore rettet ihn in Arizona, aber bei seinen drei INT's gegen Philly kann ihn keiner retten. Dann wieder ein starkes Saisonende gegen zwei schwache Teams, Lions und Rams.
Interessant ist, dass er in der Shotgun tatsächlich nicht soviel besser war, wie es hiess, als unter Center. Er wurde da zwar weniger gesackt trotz mehr Wurfversuchen, und er hatte da zwei TD's mehr. Aber - vielleicht auch wegen des Play Action - unter Center waren seine Yards pro Wurfversuch besser und ebenso sein Rating.
In Zahlen:
Under Center: 65-of-109 für 776 Yards, 8 TD, 6 Int, 13 Sacks und ein 83 Rating.
In the gun: 160-of-263 für 1,574 Yards, 10 TD, 6 Int, 9 Sacks, und ein 81 rating.
Auffällig aber: Smith war in der zweiten Hälfte immer weit besser als in der ersten. Es sieht so aus, als ob er umso stärker wurde, je mehr Freiheiten er vom Schema von Offensive Coordinator Jimmy Raye bekam.
Nun muss er sich weiter verbessern, im seinem ersten Camp mit einem ihm bekannten System. In seinem ersten Camp mit einem werdenden Star (Crabtree) und einem Star (Davis) in der Offense. Smith sollte nochmals besser werden. Er hat sich in jeder Saison bislang verbessert, in der er gesund war. Und dann kann man ihn - vielleicht - mal "herausragend" nennen, ohne dafür Prügel zu bekommen.
Quelle: Kevin Lynch, SF Gate, 19.2.
Ja gut - schon hier am Anfang: Alex Smith war nicht herausragend in der letzten Saison. Genau das hatte ich kürzlich hier geschrieben und wurde dafür unterplaniert von all den Smith-Hassern. Aber wenn man auf seine Zahlen schaut, könnte man argumentieren, dass er herausragte: 18 Touchdowns, 12 INTs, ein ordentliches 81.5 Passer-Rating - da war er besser als Matt Ryan, Matt Hasselbeck oder Chad Henne.
Aber bei genauem Hinsehen ist das Wort "herausragen" tatsächlich zu stark - was, wenn man die Wurzel draus zöge? Dann käme "verbessert" raus. Immerhin war Smith in seiner letzten vollen Saison auf ein Rating von 74.8 gekommen, bei jeweils 16 TD's und INT's.
Um herauszuragen, muss Smith konsistent werden. Es muss Schluss sein mit seiner Inkonsistenz, die einen wahnsinnig macht. Er spielt grossartig in der zweiten Hälfte gegen Houston. Er spielt OK bei der knappen Niederlage gegen Indy, und dann sieht man drei Spiele lang nichts Brauchbares von ihm. Drei Interceptions bei der Heimniederlage gegen die Titans (ein Spiel, in dem er hilfllos wirkte). Dann rettete ihn die Defense aus einer weiteren schwachen Leistung beim Sieg gegen die Bears, und dann ist er deutlich schlechter als Aaron Rodgers bei der Niederlage in Green Bay.
Die 49ers versuchen es daraufhin mit der Shotgun, und Smith läuft zu grosser Form auf gegen Jacksonville und Seattle: Keine Interceptions bei 86 Versuchen, beidesmal Ratings um die 96. In Seattle wird er auch noch vom eigenen Team betrogen - er passt er für 310 Yards, aber ohne die acht Drops hätten es locker 370 Yards und ein weiterer TD sein können.
Es folgt die nächste Dürreperiode, mit fünf INT's in acht Quarters gegen die Cardinals und die Eagles. Frank Gore rettet ihn in Arizona, aber bei seinen drei INT's gegen Philly kann ihn keiner retten. Dann wieder ein starkes Saisonende gegen zwei schwache Teams, Lions und Rams.
Interessant ist, dass er in der Shotgun tatsächlich nicht soviel besser war, wie es hiess, als unter Center. Er wurde da zwar weniger gesackt trotz mehr Wurfversuchen, und er hatte da zwei TD's mehr. Aber - vielleicht auch wegen des Play Action - unter Center waren seine Yards pro Wurfversuch besser und ebenso sein Rating.
In Zahlen:
Under Center: 65-of-109 für 776 Yards, 8 TD, 6 Int, 13 Sacks und ein 83 Rating.
In the gun: 160-of-263 für 1,574 Yards, 10 TD, 6 Int, 9 Sacks, und ein 81 rating.
Auffällig aber: Smith war in der zweiten Hälfte immer weit besser als in der ersten. Es sieht so aus, als ob er umso stärker wurde, je mehr Freiheiten er vom Schema von Offensive Coordinator Jimmy Raye bekam.
Nun muss er sich weiter verbessern, im seinem ersten Camp mit einem ihm bekannten System. In seinem ersten Camp mit einem werdenden Star (Crabtree) und einem Star (Davis) in der Offense. Smith sollte nochmals besser werden. Er hat sich in jeder Saison bislang verbessert, in der er gesund war. Und dann kann man ihn - vielleicht - mal "herausragend" nennen, ohne dafür Prügel zu bekommen.
Quelle: Kevin Lynch, SF Gate, 19.2.
Kommentare
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wizard49er (23. Feb. 2010)
Genauso sehe ich das auch. Lasst ihm mehr Freiheiten und er spielt ruhiger und disziplinierter.