Glen Coffee verlor wegen seines Glaubens das Interesse an der NFL (15. Aug. 2010)
Während sich seine Ex-Mitspieler zum ersten Preseason-Game in Indianapolis aufstellen, will Glen Coffee künftig auf einem völlig andern Feld tätig sein. In seinem ersten Interview, nachdem er urplötzlich seinen Rücktritt erklärt hatte, sagte Coffee, er werde an die University von Alabama zurückkehren, um dort zunächst einmal Consumer Affairs zu studieren.
Coffee, der Third-Round-Pick von einem Jahr, sagte, schon als er damals bei der Crimson Tide spielte, habe er überlegt, mit Football aufzuhören. Er sei dann aber doch in die NFL gewechselt, weil er gehofft habe, das werde ihm seine Begeisterung für das Spiel zurückgeben. So sei es aber nicht gekommen.
"Ich habe lange gekämpft", erzählt der Ex-Running Back, "und rückblickend hätte ich mich niemals der Draft stellen sollen. Denn schon da war Football nicht mehr mein Traum. Ich habe im College Jesus Christus gefunden, und das hat für mich alles verändert. Aber ich blieb trotzdem ein Football-Spieler, weil das das war, was man von mir erwartet hat. Ich hatte das ja mein ganzes Leben lang gemacht. Das Ergebnis ist, dass ich die Zeit der 49ers verschwendet habe".
Coffee hat zwar seine Rücktritts-Papiere noch nicht eingereicht, sagt aber, er werde sich nicht nochmal umentscheiden. "Ich habe Christus gesagt, dass ich gehen werde, ich habe die Glocke bereits geläutet".
Es hatte auch Spekulationen gegeben, dass das harte Training von Mike Singletary Coffee in den Rücktritt getrieben haben könnte. Die 49ers hatten einige schwere Verletzungen erlitten, und ein weiterer Spieler, Kentwan Balmer, ist aus dem Trainingslager verschwunden und wird wohl nicht zurückkehren. Coffee aber betont, dass das Trainings Camp nichts mit seiner Entscheidung zu tun habe. "Das ist unser Job", sagte er, "wir sind Football-Spieler. Deswegen höre ich nicht auf. Singletary ist völlig ok, und das in jeder Beziehung. Er macht, was ihm richtig erscheint".
Ohne Coffee wird mehr Last auf Sixth-Round-Pick Anthony Dixons Schultern sein. Er ist ein talentierter, aber unfertiger Runner und wird jetzt wohl Frank Gores wichtigster Backup werden. Dixon muss vor allem bei der Pass Protection noch viel lernen, denn den Quarterback zu schützen ist für die Running Backs im System der 49ers eine wichtige Aufgabe.
Die Coaches waren bislang beeindruckt von Dixons Leistung im Trainings Camp, aber auf dem Feld vertrauen sie ihm noch lange nicht voll und ganz. "Ich mag ihn, aber manchmal würde ich ihn gerne erwürgen", sagte Offensive Coordinator Jimmy Raye Anfang des Monats. "Er ist jung, und er lernt noch. Noch rennt er manchmal über den Quarterback und die Lines. Das macht ihm Spass, aber er ist dabei, zu verstehen, was er tun muss und was nicht".
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 15.8.
Coffee, der Third-Round-Pick von einem Jahr, sagte, schon als er damals bei der Crimson Tide spielte, habe er überlegt, mit Football aufzuhören. Er sei dann aber doch in die NFL gewechselt, weil er gehofft habe, das werde ihm seine Begeisterung für das Spiel zurückgeben. So sei es aber nicht gekommen.
"Ich habe lange gekämpft", erzählt der Ex-Running Back, "und rückblickend hätte ich mich niemals der Draft stellen sollen. Denn schon da war Football nicht mehr mein Traum. Ich habe im College Jesus Christus gefunden, und das hat für mich alles verändert. Aber ich blieb trotzdem ein Football-Spieler, weil das das war, was man von mir erwartet hat. Ich hatte das ja mein ganzes Leben lang gemacht. Das Ergebnis ist, dass ich die Zeit der 49ers verschwendet habe".
Coffee hat zwar seine Rücktritts-Papiere noch nicht eingereicht, sagt aber, er werde sich nicht nochmal umentscheiden. "Ich habe Christus gesagt, dass ich gehen werde, ich habe die Glocke bereits geläutet".
Es hatte auch Spekulationen gegeben, dass das harte Training von Mike Singletary Coffee in den Rücktritt getrieben haben könnte. Die 49ers hatten einige schwere Verletzungen erlitten, und ein weiterer Spieler, Kentwan Balmer, ist aus dem Trainingslager verschwunden und wird wohl nicht zurückkehren. Coffee aber betont, dass das Trainings Camp nichts mit seiner Entscheidung zu tun habe. "Das ist unser Job", sagte er, "wir sind Football-Spieler. Deswegen höre ich nicht auf. Singletary ist völlig ok, und das in jeder Beziehung. Er macht, was ihm richtig erscheint".
Ohne Coffee wird mehr Last auf Sixth-Round-Pick Anthony Dixons Schultern sein. Er ist ein talentierter, aber unfertiger Runner und wird jetzt wohl Frank Gores wichtigster Backup werden. Dixon muss vor allem bei der Pass Protection noch viel lernen, denn den Quarterback zu schützen ist für die Running Backs im System der 49ers eine wichtige Aufgabe.
Die Coaches waren bislang beeindruckt von Dixons Leistung im Trainings Camp, aber auf dem Feld vertrauen sie ihm noch lange nicht voll und ganz. "Ich mag ihn, aber manchmal würde ich ihn gerne erwürgen", sagte Offensive Coordinator Jimmy Raye Anfang des Monats. "Er ist jung, und er lernt noch. Noch rennt er manchmal über den Quarterback und die Lines. Das macht ihm Spass, aber er ist dabei, zu verstehen, was er tun muss und was nicht".
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 15.8.
Kommentare
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stig49 (15. Aug. 2010)
GermanSpirit (15. Aug. 2010)
Na ja, jeder wie er es braucht ...
Die Entscheidung hätte er halt vor der Draft letzes Jahr treffen können. Da hätten wir vielleicht einen Pick gehabt der uns auf Dauer weiter bringt.
duffeldoffel (15. Aug. 2010)
frontmode (15. Aug. 2010)
Man muss mit ganzem Herzen dabeis sein und ihm ist sein Glauben und seine Bildung viel wichtiger. Egal, was seine Beweggründe sind, man muss ihm ob der Art, wie er alles gehandelt hat, Respekt zollen.
Tackletom (15. Aug. 2010)
stig49 (15. Aug. 2010)
Duke (17. Aug. 2010)
stig49 (17. Aug. 2010)
Duke (17. Aug. 2010)
MaybeDavis (17. Aug. 2010)
Candlestick (18. Aug. 2010)
Jaja, wer frei von jeder Sünde ist, der werfe den ersten Stein ...
Fehler machen ist das Privileg der Jugend, diese dafür zu verdammen ist die Dummheit des Alters.
Wo da irgendetwas unfair sein soll, dat will ich erstmal erklärt haben, da dürfte man ja als Normalbürger niemals seinen Job wechseln, Entscheidungen revidieren oder was auch immer.
Er hats probiert, er fands doof, er hört auf. Völlig in Ordnung, alles.
Grüßken,
C.
Duke (18. Aug. 2010)
eisbaercb (18. Aug. 2010)
total unqualifizierter menschenverachtender Beitrag....
viel Glück im neuen Leben Glen
IamNINER (18. Aug. 2010)
Naja Coffees Entscheidung sich zur Draft zu stellen hatte den immens grossen Einfluss, dass einer in der siebten Runde nicht gedraftet wurde, sondern als Rookie Free Agent in die NFL kam. Der Einfluss auf die gesamte Draft war also überschaubar.
Aus 49ers Sicht ist es Schade, weil an dieser Stelle andere Spieler verfügbar gewesen wären. (Als Beispiel Jerraud Powers).
Die Entscheidung von Coffee kann man im Zeitpunkt kritisieren. Ich hätte auch gehofft, er würde es früher bekanntgeben. Schlussendlich könnte es mit Westbrook aber auch egal sein.
Coffee's Entscheidung sollte man nun einfach akzeptieren und respektieren.
stig49 (18. Aug. 2010)
"I left college early because I was done with football," Coffee told WJOX radio in Birmingham, Ala. "I figured, 'Maybe if I'm getting paid for it, I'll be able to tolerate it.' I knew at the time that money couldn't buy happiness. Only true happiness comes through Christ. I still chanced it and entered the league. Obviously, that was the wrong choice. I can't do what I want to do as far as spreading the gospel and ministry if my heart is not in peace. I really felt like for me to do what I need to do and for me to answer my calling, I needed to be outside of football. If you're not at peace yourself, it's hard to minister to others."
Wenn er es so drastisch sah, dann hätte er sich die Draft echt sparen können. Zum Glück habe wir jetzt Westbrook!
Zacharry (19. Aug. 2010)
ohne worte, echt.
zach
IamNINER (19. Aug. 2010)