Alex Boone, der Right Guard der 49ers, will einen neuen Vertrag und er soll laut Matt Maiocco (CSN Bay Area) dem Training Camp fernbleiben, solange er keinen neuen bekommt.
Der 27-Jährige ist noch zwei Jahre unter Vertrag; sein Gehalt beträgt heuer 2 und nächste Saison 1,2 Millionen Dollar.
Sollte Boone nicht zum Camp erscheinen, können die 49ers ihm Strafzahlungen von bis zu 30 000 Dollar pro Tag auferlegen. Die 49ers scheinen sich außerdem zu weigern über einen neuen Deal auch nur zu verhandeln, solange Boone nicht zum Team stößt.
Von Tight End Vernon Davis, der so wie Boone dem freiwilligen und dem verpflichtenden Teil des Minicamps fernblieb, wird erwartet, dass er zu Beginn des Training Camps beim Team ist.
Das Training Camp der 49ers beginnt am Mittwoch, den 23. Juli.
Quelle: Mike Wilkening (ProFootballTalk.com; 12.07.14)
Boone versteh ich nicht. Er hatte eine "front-loaded" Vertrag mit jetzt noch 2 Jahren Restdauer. Wenn die 9ers Boone jetzt einen neuen Vertrag geben, macht das doch Schule und andere Spieler kommen womöglich auch auf die Idee - hey da geht doch was.... Die 9ers hatten ihn Boone vertrauen, als er sozusagen am Boden war und ihm da keinen schlechten Deal angeboten - und jetzt....
Fakt ist für mich - er schadet sich damit selber am meisten....Auf seiner Position gibt es mehr Spieler im Team die einspringen können....
Weiss einer warum Davis nicht zum Camp erschien?
Sehe ihn ja eigentlich ganz gern, aber bei einem solchen Verhalten, sollen sie ihm ruhig die maximal mögliche Strafe pro Tag auferlegen...
Denke da haben wir auch 1-2 alternativen zu ihm auf dem Roster!
Zitat von: Flames1848 am Mo, 14. Jul. ’14, 22:28
Weiss einer warum Davis nicht zum Camp erschien?
Wieso nicht erschien? Das Camp um das es geht kommt erst noch.
Bisher hat sich an der Aussage von Davis im letzten interview noch nichts geändert ...
Siehe auch Antwort 42 in folgendem thread.
http://49ersfanzone.net/fanzone/49ers-news-zone/davis-kommt-zum-mandatory-minicamp-boone-nicht/msg303516/#msg303516
Zitat von: sidious am Mo, 14. Jul. ’14, 22:30
Sehe ihn ja eigentlich ganz gern, aber bei einem solchen Verhalten, sollen sie ihm ruhig die maximal mögliche Strafe pro Tag auferlegen...
Denke da haben wir auch 1-2 alternativen zu ihm auf dem Roster!
Welches Verhalten, Boone oder Davis?
Zitat von: Cordovan
Boone versteh ich nicht. Er hatte eine "front-loaded" Vertrag mit jetzt noch 2 Jahren Restdauer. Wenn die 9ers Boone jetzt einen neuen Vertrag geben, macht das doch Schule und andere Spieler kommen womöglich auch auf die Idee - hey da geht doch was.... Die 9ers hatten ihn Boone vertrauen, als er sozusagen am Boden war und ihm da keinen schlechten Deal angeboten - und jetzt....
Boone hat sich den Platz unter die Top Guards hart erarbeitet und das er solche Leistungen bringt war so nicht zu erwarten , vorallem nicht als der Vertrag vereinbart wurde.
Und wenn andere Spieler meinen da geht noch was, dann müssen sie das anhand ihrer Entwicklung und Leistung erstmal beweisen, Boone hat das durchaus getan.
@Goldpick:
Ich geb dir durchaus Recht. Boone hat schon was am Kasten, aber seine Verhandlungsposition ist nun mal nicht die Beste! - Und ich denke schon, dass hier die 9ers (falls es wirklich Hart-auf-Hart kommt) die besseren Karten haben.
Die Frage wurde schon mal korrekt gestellt. Wie lange soll Boone dankbar sein, dass die 49ers an ihn gegalaubt haben. Er ist ein Top Guard. Diese werden aber von den 49ers selten hoch bezahlt.
Die Frage ist: Ist einer der Backups fähig eine ähnliche Performance zu bieten. Dann kann man stur bleiben. Ansonsten wäre es vielleicht sinnvoll zumindest einen Guard länger zu binden.
Zitat von: IamNINERWie lange soll Boone dankbar sein, dass die 49ers an ihn gegalaubt haben.
So ist es, im Football wird häufig aus Sicht eines Franchise argumentiert und Spieler und ihre Abhängigkeiten werden nicht gesehen.
Es geht einfach nur darum ob man fair mit erbrachten Leistungen umgeht und ob man als Profi auch mal was dazu sagen darf wenn man sich schon länger an ein Franchise bindet.
In der Regel kommt man vom College direkt in den Trainingsraum, ein Agent kümmert sich um das Geschäftliche und alles was man darf ist sich an ein Franchise binden und Ja oder Nein zu einem Angebot sagen, auch wenn man selbst weiss das man im Laufe der Zeit vielleicht viel mehr wert sein wird.
Es kann auch immer vorkommen das ein Franchise nächstes Jahr nicht mehr soviel zahlt wie es vertraglich vereinbart war, und dies zum Beispiel mit einer neuen Salary Cap begründet wird. Das ist dann kein Vertragsbruch sondern eine rechtlich sehr Franchisefreundliche Regelung in der NFL. Das Risiko liegt also immer beim Spieler gekürzt zu werden.
Ich kann gut verstehen weshalb ein Profi nicht immer zur Arbeit kommt, weil er nämlich nicht mal eben den Arbeitgeber wechseln kann und auch keine Gewerkschaft hinter sich hat, die einem Streikrecht für neue Verhandlungen ermöglicht. Also gibt es eben holdouts in denen Spieler das alles selbst in die Hand nehmen. Aber auch das muss man sich als Spieler erstmal leisten können, sonst haben sie noch ganz andere Probleme zumindest dann wenn das Training mandatory wird.
Tatsache ist, das die meisten Spieler Vollgas geben und die 49ers ein verdammt teures Roster haben in dem auch Einzelleistungen vollbracht werden die höher als die Erwartungen lagen. Also soll man auch das Recht für Neuverhandlungen haben. Ob es immer angemessen ist muss man halt je nach Spieler sehen. Ein holdout hat nicht immer was mit Grosskotzigkeit oder Gier des Spielers zutun, sondern damit sich auf andere Weise ein Gehör zu verschaffen und auf sich aufmerksam zu machen für die Wertschätzung der erbrachten Leistungen.
Zitat von: Goldpick am Mo, 14. Jul. ’14, 22:49
Zitat von: Flames1848 am Mo, 14. Jul. ’14, 22:28
Weiss einer warum Davis nicht zum Camp erschien?
Wieso nicht erschien? Das Camp um das es geht kommt erst noch.
Bisher hat sich an der Aussage von Davis im letzten interview noch nichts geändert ...
Siehe auch Antwort 42 in folgendem thread.
http://49ersfanzone.net/fanzone/49ers-news-zone/davis-kommt-zum-mandatory-minicamp-boone-nicht/msg303516/#msg303516
Zitat von: sidious am Mo, 14. Jul. ’14, 22:30
Sehe ihn ja eigentlich ganz gern, aber bei einem solchen Verhalten, sollen sie ihm ruhig die maximal mögliche Strafe pro Tag auferlegen...
Denke da haben wir auch 1-2 alternativen zu ihm auf dem Roster!
Welches Verhalten, Boone oder Davis?
Zitat von: Cordovan
Boone versteh ich nicht. Er hatte eine "front-loaded" Vertrag mit jetzt noch 2 Jahren Restdauer. Wenn die 9ers Boone jetzt einen neuen Vertrag geben, macht das doch Schule und andere Spieler kommen womöglich auch auf die Idee - hey da geht doch was.... Die 9ers hatten ihn Boone vertrauen, als er sozusagen am Boden war und ihm da keinen schlechten Deal angeboten - und jetzt....
Boone hat sich den Platz unter die Top Guards hart erarbeitet und das er solche Leistungen bringt war so nicht zu erwarten , vorallem nicht als der Vertrag vereinbart wurde.
Und wenn andere Spieler meinen da geht noch was, dann müssen sie das anhand ihrer Entwicklung und Leistung erstmal beweisen, Boone hat das durchaus getan.
Ich meinte das Camp hier:
ZitatVon Tight End Vernon Davis, der so wie Boone dem freiwilligen und dem verpflichtenden Teil des Minicamps fernblieb, wird erwartet, dass er zu Beginn des Training Camps beim Team ist.
Ist Davis auch im Vertragspoker oder warum?
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag. Und die Spieler kennen die Regeln, wenn sie ihren Vertrag unterschreiben. Das hat Boone damals übrigens relativ freudig getan.
Zitat von: stig49
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag. Und die Spieler kennen die Regeln, wenn sie ihren Vertrag unterschreiben. Das hat Boone damals übrigens relativ freudig getan.
Ganz so einfach kann man es sich in der NFL nicht machen, warum habe ich im letzten Beitrag erklärt.
Zitat von: Flames1848 am Di, 15. Jul. ’14, 01:05
Ich meinte das Camp hier:
ZitatVon Tight End Vernon Davis, der so wie Boone dem freiwilligen und dem verpflichtenden Teil des Minicamps fernblieb, wird erwartet, dass er zu Beginn des Training Camps beim Team ist.
Ist Davis auch im Vertragspoker oder warum?
Wie bereits erklärt und verlinkt wurde ist Davis da schon etwas zurück gerudert.
Seine Situation kann man nicht mit Boone vergleichen, und das weiss er auch.
Eine ganz kniffelige Situation für das FO.
Boone ist mMn einer der besten Guards der Liga und mit den 3,2 Mio für seine Fähigkeiten unterbezahlt.
Mal sehen, ob sie sich bald einigen können. Ich würde nicht auf ihn verzichten wollen!
Die 49ers werden genau nichts tun. Boone kann sich seinen Holdout ja noch nichtmal leisten. 30 000 pro Tag drückt er vielleicht eine Woche durch, dann is er blank. Es gibt auch viel zu viel Tiefe auf seiner Position. Würde mich gar nicht wundern, wenn er letztlich ganz einfach für einen Draftpick (vierte Runde) an ein anderes Team, dessen Guard oder Tackle sich verletzt, verscherbelt wird.
Zitat von: Goldpick am Di, 15. Jul. ’14, 08:00
Zitat von: stig49
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag. Und die Spieler kennen die Regeln, wenn sie ihren Vertrag unterschreiben. Das hat Boone damals übrigens relativ freudig getan.
Ganz so einfach kann man es sich in der NFL nicht machen, warum habe ich im letzten Beitrag erklärt.
Zitat von: Flames1848 am Di, 15. Jul. ’14, 01:05
Ich meinte das Camp hier:
ZitatVon Tight End Vernon Davis, der so wie Boone dem freiwilligen und dem verpflichtenden Teil des Minicamps fernblieb, wird erwartet, dass er zu Beginn des Training Camps beim Team ist.
Ist Davis auch im Vertragspoker oder warum?
Wie bereits erklärt und verlinkt wurde ist Davis da schon etwas zurück gerudert.
Seine Situation kann man nicht mit Boone vergleichen, und das weiss er auch.
Sorry Goldpick! Hab irrtümlich deinen Eintrag geändert -hab dies aber wieder rückgängig gemacht (deshalb steht bei dir jetzt geändert von Cordovan!! :-[
Jetzt aber:
Davis hätte doch viel bessere Karte im Vertragspoker als Boone! McDonald kann ihm ja nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Es wäre eine herbe Schwächung für die 9ers, wenn man mit McDonald anstatt mit Davis als Starter in die Regular-Season gehen müsste...- und das weiß Davis!
Bei Boone seh ich das ähnlich wie Zugschef, wenn der sich noch lange spielt - ist er weg.
Zitat von: stig49 am Di, 15. Jul. ’14, 06:33
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag.
Das sieht der Jurist in mir ähnlich... 8)
Problem ist nur, je mehr "Extrawürsteln" man einigen Spielern zubilligt (weil man es will oder teilweise auch muss) desto mehr Spieler wollen natürlich auch ein größeres Stück vom Kuchen abhaben
Zitat von: bernd.urban am Di, 15. Jul. ’14, 15:43
Zitat von: stig49 am Di, 15. Jul. ’14, 06:33
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag.
Das sieht der Jurist in mir ähnlich... 8)
Du bist aber ein seltsamer Jurist. Ich dachte für Juristen sind Verträge da, um gebrochen zu werden. ;-)
Zitat von: zugschef am Di, 15. Jul. ’14, 15:55
Du bist aber ein seltsamer Jurist. Ich dachte für Juristen sind Verträge da, um gebrochen zu werden. ;-)
Das läuft folgendermaßen:
Jurist 1 schreibt den Vertrag.
Jurist 2 liest den Vertrag und reklamiert Änderungen hinein.
Jurist 3 prüft den geänderten Vertrag und segnet ihn ab (Sollte er sich nicht sicher sein, dann werden natürlich noch Jurist 3.1 und Jurist 3.2 befragt)
Dann wird der Vertag unterschrieben.
Nach einiger Zeit will eine Vertragspartei den Vertrag auflösen und befragt Jurist 1 wie das geht.
Jurist 1 kann sich weder erinnern, wie er den Ursprünglichen Vertrag gemeint hatte, noch wie die Änderungen zustande kamen.
Jurist 4 greift also ein und interpretiert den Vertrag neu.
Jurist 2 lässt sich das nicht gefallen (schließlich hängt er aus sentimentalen Gründen an seinen Änderungen) und lässt Jurist 5 ein Gutachten erstellen.
In einem Zivilverfahren (läuft ähnlich wie auf dem Basar in Istanbul) einigt man sich dann - oder nicht. Dafür gibts ja dann Jurist 6, der sagt wer von Anfang an recht hatte.
Und je nachdem ob vom Vertrag Europarecht berührt wurde (Jurist 7) oder gar im Zuge der Streitigkeiten jemand verletzt wurde (Jurist 8 ) kommen dann weiter Juristen dazu bis die Sachlage (und alle anderen Katastrophen die rundherum entstanden sind) endgültig geklärt ist...
So easy ist das mit den Verträgen... ;)
Zitat von: Cordovan
Davis hätte doch viel bessere Karte im Vertragspoker als Boone! McDonald kann ihm ja nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Es wäre eine herbe Schwächung für die 9ers, wenn man mit McDonald anstatt mit Davis als Starter in die Regular-Season gehen müsste...- und das weiß Davis!
McDonald ist für mich auch keine Option aber Derek Carrier könnte in naher Zukunft eine werden. Er hat Fortschritte gemacht und scheint im direkten Vergleich zu Celek und McDonald auf der Überholspur zu bleiben.
Aber über einen Ersatz braucht man sich bei Davis zur Zeit keine Sorgen machen, ich nehme erstmal nur das zur Kenntnis was Davis gesagt hat. Solange gibt es für mich keinen Grund zu glauben, das er am 23. Juli nicht zum Training erscheint.
"At the end of the day, if I don't get the deal, at least I tried and I put my foot down," Davis said via CSN Bay Area. "If I don't get it at the moment, I'm not going to lose any sleep."
Mit den Forderungen von Boone kann man das auch nicht vergleichen, er war noch nie da "oben", hat sich aber zwischenzeitlich weit über jegliche Erwartungen hinaus zu einem der besten guards entwickelt. Nur verdienen tut er immer noch nicht wie einer der Besten. Sein Wert ist auf jeden Fall gestiegen , daher sind Neuverhandlungen nachvollziehbar.
Zitat von: Cordovan
Fakt ist für mich - er schadet sich damit selber am meisten....Auf seiner Position gibt es mehr Spieler im Team die einspringen können....
Aber mit einer ganz anderen Qualität und Verlässlichkeit. Denn eins steht fest auf Boone konnte man sich bisher immer verlassen und er hat sich von unten nach ganz oben gearbeitet und ich würde ungerne auf jemanden wie ihn verzichten wollen.
Zitat von: zugschef am Di, 15. Jul. ’14, 08:19
Die 49ers werden genau nichts tun. Boone kann sich seinen Holdout ja noch nichtmal leisten. 30 000 pro Tag drückt er vielleicht eine Woche durch, dann is er blank. Es gibt auch viel zu viel Tiefe auf seiner Position. Würde mich gar nicht wundern, wenn er letztlich ganz einfach für einen Draftpick (vierte Runde) an ein anderes Team, dessen Guard oder Tackle sich verletzt, verscherbelt wird.
genau so schauts aus. boone spinnt einfach und überschätzt sich und seine eigentlich nicht vorhandene verhandlungsposition völlig. da hat ihm sicherlich sein agent einen floh ins ohr gesetzt.
Zitat von: stig49 am Di, 15. Jul. ’14, 06:33
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag. Und die Spieler kennen die Regeln, wenn sie ihren Vertrag unterschreiben. Das hat Boone damals übrigens relativ freudig getan.
So sehe ich das auch. Zu Beginn gab's das große Geld und viel Vertrauen und jetzt geht's nur noch um den Spieler und seinen Geldbeutel... er soll seinen Vertrag einhalten und gut.
Ich kann's nur wiederholen: Die Teams halten die Verträge ebensowenig ein. Ihm das vorzuwerfen ist schlichtweg unfair.
Der Grund warum Boones Holdout lächerlich ist, ist nicht, dass er den Vertrag bricht, es ist lächerlich, weil er auf dem weitaus kürzeren Ast sitzt und eine schlechte Verhandlungsposition hat. Auf Guard tummeln sich zig Spieler, die alle um einen Spot -- seinen -- kämpfen, da Staley, Iupati und Davis gesetzt sind. Hinzukommt noch, dass ein Holdout 30 000 Dollar pro Tag kostet, die er sich, wenn man seinen derzeitigen und den vorigen Vertrag ansieht, auf Dauer unmöglich leisten kann.
Entweder er erscheint zum Camp und hat eine Chance, dass man mit ihm vorzeitig verhandelt, oder er erscheint nicht und verliert einen Haufen Geld, wobei noch die Möglichkeit besteht, dass er zu einem anderen Team getraded wird. Vielleicht legt er es auch darauf an, dass er woanders sein Geld bekommt, wenn er's schon nicht von den Niners kriegt.
Zitat von: bernd.urban am Di, 15. Jul. ’14, 16:46
Zitat von: zugschef am Di, 15. Jul. ’14, 15:55
Du bist aber ein seltsamer Jurist. Ich dachte für Juristen sind Verträge da, um gebrochen zu werden. ;-)
Das läuft folgendermaßen:
Jurist 1 schreibt den Vertrag.
Jurist 2 liest den Vertrag und reklamiert Änderungen hinein.
Jurist 3 prüft den geänderten Vertrag und segnet ihn ab (Sollte er sich nicht sicher sein, dann werden natürlich noch Jurist 3.1 und Jurist 3.2 befragt)
Dann wird der Vertag unterschrieben.
Nach einiger Zeit will eine Vertragspartei den Vertrag auflösen und befragt Jurist 1 wie das geht.
Jurist 1 kann sich weder erinnern, wie er den Ursprünglichen Vertrag gemeint hatte, noch wie die Änderungen zustande kamen.
Jurist 4 greift also ein und interpretiert den Vertrag neu.
Jurist 2 lässt sich das nicht gefallen (schließlich hängt er aus sentimentalen Gründen an seinen Änderungen) und lässt Jurist 5 ein Gutachten erstellen.
In einem Zivilverfahren (läuft ähnlich wie auf dem Basar in Istanbul) einigt man sich dann - oder nicht. Dafür gibts ja dann Jurist 6, der sagt wer von Anfang an recht hatte.
Und je nachdem ob vom Vertrag Europarecht berührt wurde (Jurist 7) oder gar im Zuge der Streitigkeiten jemand verletzt wurde (Jurist 8 ) kommen dann weiter Juristen dazu bis die Sachlage (und alle anderen Katastrophen die rundherum entstanden sind) endgültig geklärt ist...
So easy ist das mit den Verträgen... ;)
Tägliche Praxis. ..;)
Heast, ist da irgendwo ein Nest? Lauter Juristen hier, wie's ausschaut.
Zitat von: TheBeast am Mi, 16. Jul. ’14, 10:29
Heast, ist da irgendwo ein Nest? Lauter Juristen hier, wie's ausschaut.
:meld: Ich bin keiner!
Zitat von: Sanfranolli am Di, 15. Jul. ’14, 22:15
Zitat von: bernd.urban am Di, 15. Jul. ’14, 16:46
Zitat von: zugschef am Di, 15. Jul. ’14, 15:55
Du bist aber ein seltsamer Jurist. Ich dachte für Juristen sind Verträge da, um gebrochen zu werden. ;-)
Das läuft folgendermaßen:
Jurist 1 schreibt den Vertrag.
Jurist 2 liest den Vertrag und reklamiert Änderungen hinein.
Jurist 3 prüft den geänderten Vertrag und segnet ihn ab (Sollte er sich nicht sicher sein, dann werden natürlich noch Jurist 3.1 und Jurist 3.2 befragt)
Dann wird der Vertag unterschrieben.
Nach einiger Zeit will eine Vertragspartei den Vertrag auflösen und befragt Jurist 1 wie das geht.
Jurist 1 kann sich weder erinnern, wie er den Ursprünglichen Vertrag gemeint hatte, noch wie die Änderungen zustande kamen.
Jurist 4 greift also ein und interpretiert den Vertrag neu.
Jurist 2 lässt sich das nicht gefallen (schließlich hängt er aus sentimentalen Gründen an seinen Änderungen) und lässt Jurist 5 ein Gutachten erstellen.
In einem Zivilverfahren (läuft ähnlich wie auf dem Basar in Istanbul) einigt man sich dann - oder nicht. Dafür gibts ja dann Jurist 6, der sagt wer von Anfang an recht hatte.
Und je nachdem ob vom Vertrag Europarecht berührt wurde (Jurist 7) oder gar im Zuge der Streitigkeiten jemand verletzt wurde (Jurist 8 ) kommen dann weiter Juristen dazu bis die Sachlage (und alle anderen Katastrophen die rundherum entstanden sind) endgültig geklärt ist...
So easy ist das mit den Verträgen... ;)
Tägliche Praxis. ..;)
Ich trink mal eben mit Uwe einen Kasten Astra und dann lese ich das nochmal :o ;D
Zitat von: stig49 am Di, 15. Jul. ’14, 06:33
Da gibt es eigentlich noch einen uralten Grundsatz: Vertrag ist Vertrag. Und die Spieler kennen die Regeln, wenn sie ihren Vertrag unterschreiben.
Jetzt betrachte ich das "Vertragsrecht" in der NFL und wie die Spieler von den Franchises in regelmäßiger Schönheit trotz laufenden Vertrages gecuttet werden.... Da kann ich über diesen Satz ehrlich gesagt nur schmunzeln. 8)
Naja, was man fairerweise doch anmerken muss, ist, dass Verträge aus diesem Grund garantierte Gelder beinhalten. Das ist es auch, was die Angelegenheit in Davis Fall (hatte 23 Millionen garantiert -- 3 mehr als Jimmy Graham) doch sehr dreist erscheinen lässt.
Das eigentliche Problem in der NFL ist der Umgang mit Salary Caps.
Das Vertragsrecht für Franchises hätte sich schon vor langer Zeit ändern müssen, das war Spielern gegenüber noch nie fair. Zusätzlich hätte die NFL max. Salary Caps einführen können.
Alles andere schadet dem System langfristig mit allen Beteiligten. Das sieht die NFL nur nicht ein, weil sie damit bis heute immer noch am besten von allen verdient hat.
Was meinst DU mit "max Salary Caps"?
ICh finde es prinzipiell gut, dass es die Cap gibt. Dient doch eher der Chancengleichheit. Seltsam finde ich einfach die Definition, was alles darunter faällt udn was nicht. Das ist eine Spielwiese für Juristen, wie man den Vertrag bzw. wie man das Kind im Vertrag benennt und der Wortlaut ist.
Es geht dabei nicht um Chancengleichheit, die Praxis sieht leider so aus das ein Franchise die Spieler jederzeit kürzen kann wenn es mit Salary Caps begründet wird. Der Spieler ist dann angeschissen, weil das kein Vertragsbruch ist sondern eine sehr Arbeitgeberfreundliche Regelung der NFL.
Wenn das System insgesamt fairer für Spieler wäre, gäbe es in Summe auch weniger holdouts. Erst wenn es ein faires System gibt, die Zielerreichung und Leistungsbezogene Verhandlungen ermöglichen kann man auch über Obergrenzen nachdenken, die das System stabil halten und Spieler sowie Franchises vom Größenwahn bewahren.
Den meisten Spielern in einem holdout geht es nicht darum ob sie 2 oder 3 Millionen verdienen sondern das sie endlich fair und Leistungsbezogen bezahlt werden und das man ihren gestiegenen Wert endlich zu schätzen weiss und Neuverhandlungen ermöglicht.
Spieler wie Boone sollen immer nur dankbar sein, aber das sie über Vertragsziele hinaus gewachsen sind und ihren Wert durch harte Arbeit gesteigert haben interessiert keine Sau.
Zitat von: Goldpick am Do, 17. Jul. ’14, 21:23
Alles andere schadet dem System langfristig mit allen Beteiligten. Das sieht die NFL nur nicht ein, weil sie damit bis heute immer noch am besten von allen verdient hat.
Die NFL hat die striktesten Cap Regeln und ist die erfolgreichste Liga der USA. Warum sollte die Cap schaden? Sie sorgt für Ausgeglichenheit und Spannng und das macht das Produkt gut. So lange es keine ernsthafte Konkurrenz gibt, hat die NFL kaum was zu befürchten.
Ich mag mir nicht ausmalen, was die Jones' und Snyders dieser Welt mit großzügigeren Regeln machen würden.
Zitat von: frontmode am Do, 17. Jul. ’14, 23:54
Ich mag mir nicht ausmalen, was die Jones' und Snyders dieser Welt mit großzügigeren Regeln machen würden.
Nicht viel. Gegen Teams wie die Seahawks hätten sie doch finanziell keine Chance.
Wie schon früher mal geschrieben, fände ich es cool, wenn man die SC noch auf Positionen verteilen würde. Da dürfte man z.B. max. 20 % des SC auf die Position QB verwenden. Dann würde es noch ausgeglichener und die Gehaltsexplosionen würden sich im Rahmen der SC entwickeln.
Zitat von: Sanfranolli am Fr, 18. Jul. ’14, 08:19
Wie schon früher mal geschrieben, fände ich es cool, wenn man die SC noch auf Positionen verteilen würde. Da dürfte man z.B. max. 20 % des SC auf die Position QB verwenden. Dann würde es noch ausgeglichener und die Gehaltsexplosionen würden sich im Rahmen der SC entwickeln.
Es würde reichen, wenn man den maximalen Cap-Anteil eines Spielers auf z.B. 20% beschränkt.
Zitat von: zugschef am Di, 15. Jul. ’14, 20:33
Ich kann's nur wiederholen: Die Teams halten die Verträge ebensowenig ein. Ihm das vorzuwerfen ist schlichtweg unfair.
Der Grund warum Boones Holdout lächerlich ist, ist nicht, dass er den Vertrag bricht, es ist lächerlich, weil er auf dem weitaus kürzeren Ast sitzt und eine schlechte Verhandlungsposition hat. Auf Guard tummeln sich zig Spieler, die alle um einen Spot -- seinen -- kämpfen, da Staley, Iupati und Davis gesetzt sind. Hinzukommt noch, dass ein Holdout 30 000 Dollar pro Tag kostet, die er sich, wenn man seinen derzeitigen und den vorigen Vertrag ansieht, auf Dauer unmöglich leisten kann.
Entweder er erscheint zum Camp und hat eine Chance, dass man mit ihm vorzeitig verhandelt, oder er erscheint nicht und verliert einen Haufen Geld, wobei noch die Möglichkeit besteht, dass er zu einem anderen Team getraded wird. Vielleicht legt er es auch darauf an, dass er woanders sein Geld bekommt, wenn er's schon nicht von den Niners kriegt.
Da bin ich ja ganz bei Dir - aber nicht beim ersten Satz. Dass die Teams die Verträge nicht einhalten, stimmt so ja nicht ganz - sie können ja Spieler entlassen, und das weiss auch jeder Spieler, wenn er seinen Vertrag unterzeichnet. Ein Holdout ist eine andere Kategorie, finde ich, und das Gerde um die "armen" Spieler kann ich eh nicht ganz nachvollziehen, sie wollen doch alle unbedingt in die NFL, wissen, was sie da erwarten können und das ist nicht wenig. Gut, in der NFL habe ich da noch einen Hauch mehr Verständnis als in der NBA oder der MLB, aber eben nur einen Hauch mehr.
Zitat von: stig49 am Fr, 18. Jul. ’14, 12:56
Da bin ich ja ganz bei Dir - aber nicht beim ersten Satz. Dass die Teams die Verträge nicht einhalten, stimmt so ja nicht ganz - sie können ja Spieler entlassen, und das weiss auch jeder Spieler, wenn er seinen Vertrag unterzeichnet.
Ein gewisses Ungleichgewicht ist das schon. Ein 4-Jahres-Vertrag ist nur für den Spieler ein solcher, für das Team eben nicht.
Aber bei einem sehe ich das auch so, das ist Jammern auf recht hohem Niveau.
Dann bleibt das Geld beim Owner. Ist das fairer? Man regt sich über die greedy Players auf, aber dass das Geld, das die nicht kassieren, ja nicht in den Taschen der Allgemeinheit landet, daran denkt irgendwie keiner...
Zitat von: zugschef am Fr, 18. Jul. ’14, 13:00
Dann bleibt das Geld beim Owner. Ist das fairer? Man regt sich über die greedy Players auf, aber dass das Geld, das die nicht kassieren, ja nicht in den Taschen der Allgemeinheit landet, daran denkt irgendwie keiner...
Das stimmt auch nur bedingt. Das Geld der Owner bezahlt die andere Seite der Operations - vor allem natürlich die Trainer. Die Colts haben vor enigen Jahren ein Minus von 1Mio$ gemacht, ist also nicht so, dass hier jeder einen riesen Reibach macht.
Grundsätzlich gebe ich Dir aber recht. Das Produkt sind vor allem die Spieler. Auf der anderen Seite steht die Cap, die das Produkt NFL extrem erfolgreich macht. Die Frage ist, würde eine höhere SC das Produkt in Summe verschlechtern und dazu die Einnahmen verringern, so dass ein höherer prozentualer Anteil am Ende weniger Geld bedeutet.
Mal hin zum konkreten Fall. Die 49ers nutzen ihre SC extrem weit aus und nahezu alles erlaubte Geld geht ins Team. Boone kämpft also dafür, dass er auf Kosten anderer mehr bekommt. Anders wäre es, wenn die 49ers die 27Mio$ Cap Space der Jaguars hätten.
Wenn es einen maximalen und einen minimalen Prozentwert gibt, den der Vertrag eines Spielers am Cap haben darf, dann ist es völlig belanglos wie hoch oder niedrig die Cap ist. Und wenn die Spieler schlau sind, dann werden sie eine solche Klausel auch irgendwann einfordern.
Minimal gibt es doch schon - Veteran Minimum.
Maximal wird so viel nicht bringen und her dazu führen, dass mehrere Spieler dieses fordern (siehe NBA).
Zitat von: stig49 am Fr, 18. Jul. ’14, 12:56
Dass die Teams die Verträge nicht einhalten, stimmt so ja nicht ganz - sie können ja Spieler entlassen, und das weiss auch jeder Spieler, wenn er seinen Vertrag unterzeichnet.
Es geht nicht ums entlassen sondern ums kürzen, und zwar einfach so weil es das Franchise bei einer kleineren SC nächstes Jahr so will, das Recht hat ein Franchise jederzeit und das Risiko liegt grundsätzlich beim Spieler.
Zitat
Ein Holdout ist eine andere Kategorie, finde ich, und das Gerde um die "armen" Spieler kann ich eh nicht ganz nachvollziehen, sie wollen doch alle unbedingt in die NFL, wissen, was sie da erwarten können und das ist nicht wenig.
Sie wollen in die NFL haben aber Systembedingt überhaupt keine Wahl!
Sie können das Angebot ihres Agenten und eines Franchise annehmen oder ablehnen und das wars auch schon. Mal eben ein Franchise aussuchen oder andere Angebote einholen wie das jeder normale Arbeiter tun würde ist nicht drin ... Und wenn sie unzufrieden sind können sie auch nicht mal eben den Arbeitgeber wechseln wie jeder normale Angestellte.
Zitat von: frontmode am Fr, 18. Jul. ’14, 16:26
Minimal gibt es doch schon - Veteran Minimum.
Ja, das ist aber, soweit ich das mitbekommen habe, nicht wirklich prozentual an die Salary Cap gebunden, auch wenn es wahrscheinlich auch steigt, wenn die Cap erhöht wird.
Zitat von: frontmode am Fr, 18. Jul. ’14, 16:26
Maximal wird so viel nicht bringen und her dazu führen, dass mehrere Spieler dieses fordern (siehe NBA).
Den Satz versteh ich nicht...
Aber ein Maximalwert würde natürlich der breiten Masse der Spieler etwas bringen, da mehr Geld übrig bleibt, wenn der Quarterback nicht 25% aufwärts (und dahin bewegen sich die Zahlen) des Caps alleine auffrisst.
Ein Max macht nur dann wirklich Sinn, wenn es das zu tendentiell niedrigeren Spitzengehlältern führt. Wenn man das jetzt schon am oberen Ende festmacht, haben wir maximal Staus Quo.
Wenn es aber niedriger liegt (sagen wir Cutler Vertrag), wird das bald der Standard fùr besseren QBs und vermutlich für andere Top Spieler, die das dann niedrigere Gehlat auch für sich beanspruchen. Wenn es dann zwei bis drei solcher Spieler pro Team gibt, haben die anderen sogar noch weniger. Das ist so ein wenig das, was man in der NBA sieht, dass Spieler Max fordern und bekommen, die nicht zur absoluten Spitze zählen.
Aber in der NFL und den anderem Top Ligen ist das glaube ich ein kleineres Problem als wir es hier gerade machen - da ist das akzeptiert.
Zitat von: frontmode am Fr, 18. Jul. ’14, 21:07
Ein Max macht nur dann wirklich Sinn, wenn es das zu tendentiell niedrigeren Spitzengehlältern führt.
Vorerst würde es schonmal reichen, wenn sie einfach nicht ständig im Verhältnis zur Cap steigen.
Zitat von: zugschef am Fr, 18. Jul. ’14, 22:06
Zitat von: frontmode am Fr, 18. Jul. ’14, 21:07
Ein Max macht nur dann wirklich Sinn, wenn es das zu tendentiell niedrigeren Spitzengehlältern führt.
Vorerst würde es schonmal reichen, wenn sie einfach nicht ständig im Verhältnis zur Cap steigen.
Du hattest doch was von Prozentwert geschrieben. Damit würde auch die Summe steigen. Aber wie gesagt, das ist eine eher europäische Diskussion.
Zitat von: frontmode am Fr, 18. Jul. ’14, 22:09
Du hattest doch was von Prozentwert geschrieben. Damit würde auch die Summe steigen. Aber wie gesagt, das ist eine eher europäische Diskussion.
Die Summe ist mir doch wurscht. Mal ehrlich, mich juckt es wirklich nicht wieviel Geld die Snyders, Yorks und Joneses ihren Spielern zahlen müssen. Es geht mir rein um das Verhältnis eines einzelnen Vertrags zur Cap, und wie andernorts erwähnt, sprengen Quarterbacks mittlerweile die 20% Marke, Tendenz weiter steigend.