Wie könnten die 49ers ihren Cap Space nutzen?
Nach den aktuellen Restrukturierungen von Dahl und Baldwin und den Berichten, dass die Salary Cap für das Jahr 2014 auf mindestens 132Mio$ steigen wird, haben die 49ers derzeit einen geschätzten Cap Space von ungefähr 15Mio$. Es gibt zwar inzwischen Gerüchte, dass die Cap sogar die 132Mio$ überteigen wird, aber da noch keine weiteren Zahlen bekannt sind, ist dies die derzeitige Rechengröße.
Wie mehrfach berichtet, haben die 49ers die Verhandlungen mit den Repräsentanten von Colin Kaepernick über eine Verlängerung seines Vertrages aufgenommen. Das Team ist ebenfalls mit dem Agenten von WR Anquan Boldin im Gespräch und es gibt Hinweise, dass man auch mit S Donte Whitner Gespräche führen möchte.
Bezüglich eines weiteren Schlüssel Free Agents - K Phil Dawson - ist es derzeit recht ruhig, aber auch hier wird angenommen, dass eine gegenseitiges Interesse an einer Vertragsverlängerung besteht.
Nach dem neuen CBA wäre auch Aldon Smith berechtigt, einen neuen Vertrag zu verhandeln. Hier hört man derzeit wenig und es ist zu vermuten, dass das Team die Option des fünften Vertragsjahres ziehen wird. Smith würde dafür den Wert des Transition Tags als Gehalt im fünften Jahr erhalten.
Was können die 49ers nun mit dem vorhandenen Cap Space anfangen?
Zunächst muss man berücksichtigen, dass die neue Rookie Klasse in etwa 4-5 Mio$ des Cap Space beanspruchen wird.
Die 49ers werden Boldin wohl nicht wieder 6 Mio$ zahlen können bzw. wollen. Es gab Spekulationen über einen 2-Jahres-Vertrag mit einem durchschnittlichen Wert von 4 Mio$. Für Phil Dawson muss man wohl auch mit mindestens 2 Mio$ rechnen.
Damit hätten die 49ers nach einer möglichen Verpflichtung von Boldin, Dawson und der Draftklasse noch einen Cap Space von 4-5 Mio$ zur Verfügung.
Anfang der Woche trafen sich die 49ers und die Repräsentanten von Kaepernick zu einem Abendessen in einem der beliebtesten Restaurants von Indianapolis und saßen für alle Gäste gut sichtbar in der Mitte des Raumes. Dies war wohl der offizielle Auftakt der Verhandlungen für eine Vertragsverlängerung mit Colin Kaepernick. Laut des neuen CBA ist auch er berechtigt, nach dem dritten Vertragsjahr eine Verlängerung zu unterschreiben. Als Zweitrundenpick gibt es bei ihm jedoch keine Teamoption auf ein fünftes Vertragsjahr. Sollte man sich also nicht bis zum Ende des Ligajahres 2014 (Anfang März 2015) auf einen neuen Vertrags einigen, müssten die 49ers den Franchise Tag für Kaepernick anwenden.
Wie passt nun sein mögliches neues Gehalt unter die Salary Cap? Sollten die Gerüchte stimmen, dass Kaepernicks Agenten den Vertrag von Jay Cutler als Start (Floor) für die Verhandlungen ansehen, zunächst erst einmal gar nicht.
Cutler erhält in den nächsten 3 Jahren eine garantierte Summe von 54Mio$. Rechnerisch also 18Mio$ pro Jahr. Diese werden ausschließlich in Form von garantierten Grundgehältern von 22,5Mio$ (2014), 15,5Mio$ (2015) und 16 Mio$ (2016) ausgezahlt. Man hat hier einen Abbruchpunkt eingebaut, in dem man Teile des Gehalts von 2016 erst dann garantiert, wenn er zunächst 2015 und dann 2016 zum neuen Ligajahr noch auf dem Roster ist. Aufgrund des zu erwartenden Caphits ist dies jedoch sehr wahrscheinlich.
Welche Möglichkeiten haben die 49ers nun, derartige Forderungen zu erfüllen, ohne komplett ihre Salary Cap Situation zu zerstören?
Als erstes muss das Team entscheiden, wie lange man sich zu diesem Zeitpunkt an Kaepernick binden will. Sprich, wie viel Zeit gibt man ihm, sich weiter zu entwickeln, bevor man eventuell die Reißlinie ziehen muss.
Die Agenten von Kaepernick werden sich übrigens die gleichen Gedanken machen. Sie wissen natürlich, dass sie derzeit kein Top5 Gehalt für Kaepernick durchbekommen, dafür fehlt der Super Bowl Titel aber auch noch ein deutlicher Entwicklungssprung. Wenn man nicht daran glaubt, muss man jetzt einen langfristigen Vertrag abschließen, mit dem Risiko, dass Kaepernick am Ende weniger bekommt, als es eine Leistung rechtfertigen würde. Wenn man aber an seine Entwicklung und einen Super Bowl in absehbarer Zeit glaubt, braucht man eine Möglichkeit, den Vertrags innerhalb kurzer Zeit neu zu verhandeln. Das Risiko hier ist, dass er doch nicht der Top Quarterback mit Titeln wird und das Team dann eben die Reißleine ziehen wird.
Vermutlich wird man also von beiden Seiten darauf aus sein, in 2-3 Jahren einen hohen Rosterbonus zu Beginn des Ligajahres in den Vertrag zu schreiben, damit dann eine Entscheidung gefällt werden muss. Will man ihn nicht, wird er vorher entlassen, will man ihn, muss man den Vertrag umstrukturieren, um die Auswirkungen des Bonus auf die Salary Cap zu minimieren.
Die Teams wissen, dass aufgrund des gerade an CBS verkauften Thursday-Night Pakets die Salary Cap 2015 nochmals um mindestens 4 Mio$ steigen wird, was die Rookie Klasse 2015 abdeckt, so dass man mindestens 132Mio$ für die anderen Spieler zur Verfügung hat.
Wenn sowohl die 49ers als auch das Team von Kaepernick einen frühen Zeitpunkt für eine Umstrukturierung wollen, dürfte es nahezu unmöglich sein, einen Schnitt von 18Mio$ für die nächsten drei Jahre zu ermöglichen. Ein pro-rated Bonus über drei Jahre hat wenig Einfluss auf die Cap Situation, da er dann schnell abgebaut werden müsste. Das Modell wäre vermutlich analog zu Cutler mit garantiertem Basisgehalt, welches dann pro Jahr festgelegt ist (z.B. 18, 18, 18 oder 16, 18, 20). Oder man gibt einen hohen Signing Bonus, um dann vielleicht das Gesamtpaket ein wenig zu senken (z.B. 42Mio$ wie folgt verteilt 1 (Base) + 14, 2 (Base) + 14, 3 (Base) + 14).
Sind die 49ers überzeugt davon, dass Kaepernick der Franchise Quarterback ist, wäre ein langer Vertrag (7-8 Jahre) sinnvoller, um am Anfang einen großen Bonus zu zahlen, die Cap-Belastung aber weiter nach hinten zu schieben. Schmackhaft könnte man es ihm machen, in dem man den größten jemals gezahlten Signing Bonus in den Vertrag einbaut.
Alles in allem ist das keine leichte Situation für beide Seiten. Die bei Cutler garantierten durchschnittlichen 18Mio$ pro Jahr werden die 49ers zumindest dieses Jahr nicht unter die Cap bringen, es sei denn, man trennt sich von Gore, Rogers und Boldin. Evtl. Könnte man versuchen, einen großen Teil des Geldes ins nächste Jahr zu schieben, da sieht es derzeit noch nicht so eng unter der Cap aus. Da die Draftklasse 2012 dort zu keiner größeren Erhöhung der Gesamtsumme führen wird, wäre hier vielleicht die Luft, die man braucht.
Es werden also spannende Verhandlungen von denen man jetzt noch nicht sagen kann, ob sie dieses Jahr zum Abschluss kommen. Wenn sich das Team um Kaepernick nicht von seinen Forderungen entfernt und trotzdem einen kurzen Vertrag möchte, wäre es für die 49ers durchaus sinnvoll, den Weg über den Franchise Tag zu gehen. Der Wert des Tags dürfte nächstes Jahr zwischen 18 und 20Mio$ liegen. Sehr viel weniger wird es mit einem neuen Vertrag 2015 auch nicht werden, dafür kostet er dieses Jahr weiterhin nur knapp über 1 Mio$. Selbst bei einem zweiten Tag (Wert dann vermutlich 20-22 Mio$) würde Kaepernick über die nächsten drei Jahre keine 54Mio$ bekommen. Die 49ers dürften diese Summe (um die 43Mio$, obwohl sie natürlich derzeit nur geschätzt werden kann) als oberste Summe (Ceiling) ansehen.
Für den Spieler ist das Risiko bei diesem Weg höher, da er keine Garantien hat. Verletzt er sich oder entwickelt er sich nicht wie gewünscht weiter, kann das Team ihn ohne finanzielle Auswirkungen loswerden.
Ein Vertrag über 43Mio$ könnte hingegen durchaus machbar sein. Beispielsweise über einen 24Mio$ Singing Bonus und Grundgehältern von 1Mio$ (2014), 10Mio$ (2015) und 8Mio$ (2016). Damit müsste man dieses Jahr ,,nur" noch 8Mio$ finden (z.B. Entlassung von Rogers), würde nächstes Jahr die Summe des Franchise Tags zahlen und dafür in 2016 deutlich unter diesem Wert liegen.
Um den Vertrag dann noch schön groß erscheinen zu lassen, macht man insgesamt einen Vertrag über sieben Jahre. Ab 2017 mit einen jährlichen Rosterbonus im März von 15 Mio$ im Jahr 2017 und 10Mio$ in den folgenden Jahren sowie einem Grundgehalt, welches jährlich um 2Mio$ steigt.
So bekommt man auf dem Papier einen schönen Vertrag über 140Mio$, mit Garantien über 69Mio$ und einem Schnitt von 20Mio$. Das sieht doch gut aus, oder? Nach drei Jahren entscheidet man, dann, wie es gemeinsam weitergeht, bevor der 15 Mio$ Rosger Bonus fällig wird. Sollte er bis dahin seinen Weg mache und vielleicht 1-2 Titel holen, könnte man den Vertrag sogar so lassen oder die jährlichen Roster Boni in einen Signing Bonus umwandeln.
So ein Vertrag sähe wie folgt aus:
- Jahr Base Bonus Cap DeadMoney
- 2014 1.000.000 8.000.000 9.000.000 24.000.000
- 2015 10.000.000 8.000.000 18.000.000 16.000.000
- 2016 8.000.000 8.000.000 16.000.000 8.000.000
- 2017 10.000.000 15.000.000 25.000.000 0
- 2018 12.000.000 10.000.000 22.000.000 0
- 2019 14.000.000 10.000.000 24.000.000 0
- 2020 16.000.000 10.000.000 26.000.000 0
Quellen: CSN, SacBee, spotrac.com, overthecap.com, eigene Recherchen
Vorstellbar und überlegenswert.
Eigentlich unglaublich, welche Möglichkeiten es da gibt.......für unsere europäischen Fußball Manager nicht zu durchblicken.
Wahrscheinlich zu doof dafür
ich glaube nicht, dass die Fussball Manager zu doof sind...
Da eskein Cap gibt, ist es einfach nicht notwendig solche Überlegungen anzustellen.
Man muss nur aufpassen, dass das Gehaltsgefüge stimmt, da es sonst zu unzufriedenen Spielern kommen könnte.
Ein Rechtsanwalt, der die Besonderheiten und Spitzfindigkeiten solcher Salary Cap Verträge versteht und jede noch so kleine Lücke ausnutzen kann, ist sicher auch gut bezahlt
:)
Aber prinzipiell ist der Cap schon eine feine Sache, so bleibt die Liga annähernd auf selben Niveau
Auch auf dem Papier sind 140 Mio. € für Kap zu viel. Da würde man eine Grenze sprengen für einen QB ohne Ring.
Zitat von: RedEd am Do, 27. Feb. ’14, 15:24
Aber prinzipiell ist der Cap schon eine feine Sache, so bleibt die Liga annähernd auf selben Niveau
Funktioniert eben auch nur in Nordamerika, wo alles in überschaubaren Ligen passiert, welche nicht nach Ländern aufgespalten sind, in denen z.B unterschiedliche Fernsehgelder gezahlt werden,.
Eine ähnliche Regelung ist für den europäischen Fußball sicher auch wünschenswert, aber praktisch nicht umsetzbar (zumindest sehe ich nicht wie.)
Zitat von: maanneo am Do, 27. Feb. ’14, 15:38
Zitat von: RedEd am Do, 27. Feb. ’14, 15:24
Aber prinzipiell ist der Cap schon eine feine Sache, so bleibt die Liga annähernd auf selben Niveau
Funktioniert eben auch nur in Nordamerika, wo alles in überschaubaren Ligen passiert, welche nicht nach Ländern aufgespalten sind, in denen z.B unterschiedliche Fernsehgelder gezahlt werden,.
Eine ähnliche Regelung ist für den europäischen Fußball sicher auch wünschenswert, aber praktisch nicht umsetzbar (zumindest sehe ich nicht wie.)
Noch dazu kommt, dass Auf- und Abstieg wegfällt....das ist eben in Europa beim über Jahrzehnte gewachsenen Fußball eigentlich nicht möglich
Zitat von: RedEd am Do, 27. Feb. ’14, 15:42
Zitat von: maanneo am Do, 27. Feb. ’14, 15:38
Zitat von: RedEd am Do, 27. Feb. ’14, 15:24
Aber prinzipiell ist der Cap schon eine feine Sache, so bleibt die Liga annähernd auf selben Niveau
Funktioniert eben auch nur in Nordamerika, wo alles in überschaubaren Ligen passiert, welche nicht nach Ländern aufgespalten sind, in denen z.B unterschiedliche Fernsehgelder gezahlt werden,.
Eine ähnliche Regelung ist für den europäischen Fußball sicher auch wünschenswert, aber praktisch nicht umsetzbar (zumindest sehe ich nicht wie.)
Noch dazu kommt, dass Auf- und Abstieg wegfällt....das ist eben in Europa beim über Jahrzehnte gewachsenen Fußball eigentlich nicht möglich
So ist es.
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 27. Feb. ’14, 15:35
Auch auf dem Papier sind 140 Mio. € für Kap zu viel. Da würde man eine Grenze sprengen für einen QB ohne Ring.
Finde ich auch.
Zitat von: maanneo am Do, 27. Feb. ’14, 15:53
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 27. Feb. ’14, 15:35
Auch auf dem Papier sind 140 Mio. € für Kap zu viel. Da würde man eine Grenze sprengen für einen QB ohne Ring.
Finde ich auch.
Es geht ja nur darum, dass man den Vertrag so gestalten kann, dass er in Summe sehr hoch aussieht, ohne das das wirklich so kommt.
Wenn die 49ers nächstes Jahr den Titel holen, würde das ziemlich sicher in die Richtung gehen.
Ich bin für eine Ausgaben Cap für die Braunschweig Lions haha !
Zitat von: frontmode am Do, 27. Feb. ’14, 16:52
Zitat von: maanneo am Do, 27. Feb. ’14, 15:53
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 27. Feb. ’14, 15:35
Auch auf dem Papier sind 140 Mio. € für Kap zu viel. Da würde man eine Grenze sprengen für einen QB ohne Ring.
Finde ich auch.
Es geht ja nur darum, dass man den Vertrag so gestalten kann, dass er in Summe sehr hoch aussieht, ohne das das wirklich so kommt.
Wenn die 49ers nächstes Jahr den Titel holen, würde das ziemlich sicher in die Richtung gehen.
Wir werden es wohl bald wissen. 8)
Wie müssen ja nur noch 11 Monate warten (falls du den SB meinst). Das mit dem Vertrag könnte sogar noch 12 dauern....
Zitat von: frontmode am Do, 27. Feb. ’14, 17:30
Wie müssen ja nur noch 11 Monate warten (falls du den SB meinst). Das mit dem Vertrag könnte sogar noch 12 dauern....
Zeit ist ja relativ. Das mit dem SB kann keiner abschätzen, das mit dem Vertrag geht glaube ich noch vor Beginn der Saison über die Bühne.
Neueste Meldung: Kilgore wurde bis 2017 verlängert. Zahlen habe ich aber noch keine gesehen.
Zitat von: maanneo am Do, 27. Feb. ’14, 21:44
Neueste Meldung: Kilgore wurde bis 2017 verlängert. Zahlen habe ich aber noch keine gesehen.
Gute Botschaft!
Dann könnte sich das Thema Center möglicherweise erledigt haben.
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 27. Feb. ’14, 15:35
Auch auf dem Papier sind 140 Mio. € für Kap zu viel. Da würde man eine Grenze sprengen für einen QB ohne Ring.
Jo eh. So wie Flaccos 120 Mio selbst für
mit Ring zu viel sind. Macht aber nix, weder der eine noch der andere wird das Geld sehen - zumindest nicht so wie's im Vertrag steht.
Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Kaep den Vertrag so wie oben aufgeschlüsselt unterschreiben würde: Wenn das Dead Money im genau gleichen Jahr auf 0 (null, niente, nada) fällt, wie der Cap Hit um fast 60 % steigt, dann kann er sich ja schon ausrechnen, was da passiert.
Zum Vergleich: Flaccos Cap Hit 2016 wäre 28,5 Mio. Das können sich die Ravens nie und nimmer leisten. Weil aber ein Cut zum selben Zeitpunkt 25,8 Mio Dead Money verursachen würde kann er sich ziemlich sicher sein, dass die Ravens davor mit einem neuen Vertrag angedackelt kommen.
Zitat von: TheBeast am Fr, 28. Feb. ’14, 10:58
Wenn das Dead Money im genau gleichen Jahr auf 0 (null, niente, nada) fällt, wie der Cap Hit um fast 60 % steigt, dann kann er sich ja schon ausrechnen, was da passiert.
Genau das ist doch das Ziel in diesem Fall. Es ist eigentlich ein 3-Jahres-Vertrag, der nach 3 Jahren nochmals verhandelt wird.
Zitat von: frontmode am Fr, 28. Feb. ’14, 11:13
Zitat von: TheBeast am Fr, 28. Feb. ’14, 10:58
Wenn das Dead Money im genau gleichen Jahr auf 0 (null, niente, nada) fällt, wie der Cap Hit um fast 60 % steigt, dann kann er sich ja schon ausrechnen, was da passiert.
Genau das ist doch das Ziel in diesem Fall. Es ist eigentlich ein 3-Jahres-Vertrag, der nach 3 Jahren nochmals verhandelt wird.
Nur hätte CK mit dem Vertrag keinen Hebel, weil die Niners 2017 ohne jegliche finanzielle Konsequenz "pfiat' di" sagen können. Wenn die Ravens das 2016 bei Flacco machen, dann können sie sich auch von fast 26 Mille verabschieden. Deshalb weiß Flacco auch, dass er vielleicht 2016 keine 28,5 Mio bekommt, dafür aber ganz bestimmt noch ein fetter Scheck kommt. Kapernick wüsste nur, dass er effektiv 2017 keinen Vertrag mehr hat.
Darum hatte ich ja geschrieben, welche Überlegungen dahinter stecken. Wenn Du von einer deutlich positiven Entwicklung ausgehst, dann machst Du es so, wie beschrieben. Wenn Du daran Zweifel hast, verzichtest Du vielleicht auf ein wenig Geld, machst Dafür aber einen "sichereren" Vertrag.
Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Du schriebst ja selbst:
Zitat
Um den Vertrag dann noch schön groß erscheinen zu lassen, macht man insgesamt einen Vertrag über sieben Jahre. Ab 2017 mit einen jährlichen Rosterbonus im März von 15 Mio$ im Jahr 2017 und 10Mio$ in den folgenden Jahren sowie einem Grundgehalt, welches jährlich um 2Mio$ steigt.
Kapernick(s Agent) ist ja nicht dumm. Dass die vier Jahre hintendran mit dem Modell das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind ist doch klar. Deshalb wird man versuchen - analog zu Flacco - einen Vertrag zu bekommen, wo zwar auch jeder weiß, dass der so nie bezahlt wird, wo man aber da wo es wirklich ans Geld ginge noch irgendein Faustpfand (in Form von Dead Money) in der Hand hat.
So wie die Zahlen oben aufgeschlüsselt sind hat auschließlich das Team was davon. Das brächte sogar ich als Agent hin, meinem Klienten zu sagen, dass er das so sicher nicht unterschreiben soll.
Zitat von: TheBeast am Fr, 28. Feb. ’14, 11:42
Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Du schriebst ja selbst:
Zitat
Um den Vertrag dann noch schön groß erscheinen zu lassen, macht man insgesamt einen Vertrag über sieben Jahre. Ab 2017 mit einen jährlichen Rosterbonus im März von 15 Mio$ im Jahr 2017 und 10Mio$ in den folgenden Jahren sowie einem Grundgehalt, welches jährlich um 2Mio$ steigt.
Kapernick(s Agent) ist ja nicht dumm. Dass die vier Jahre hintendran mit dem Modell das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind ist doch klar. Deshalb wird man versuchen - analog zu Flacco - einen Vertrag zu bekommen, wo zwar auch jeder weiß, dass der so nie bezahlt wird, wo man aber da wo es wirklich ans Geld ginge noch irgendein Faustpfand (in Form von Dead Money) in der Hand hat.
So wie die Zahlen oben aufgeschlüsselt sind hat auschließlich das Team was davon. Das brächte sogar ich als Agent hin, meinem Klienten zu sagen, dass er das so sicher nicht unterschreiben soll.
Und deshalb bist du nicht sein Agent. :P
Wenn er den Vertrag so unterschreiben würde, dann nur in dem Vertrauen in drei Jahren, nach möglicherweise erfolgreichen Leistungen, nochmal groß Kasse zu machen.
Glaubt er nicht daran, will er jetzt einen Vertrag, den man ihm möglicherweise nicht geben wird.
Selbst bei den Experten sind sie sich nicht einig was er tatsächlich wert ist.
Alles zwischen 14-16 pro Jahr über 3-4 Jahre wird als realistisch eingeschätzt. Cutler-Money kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Zitat von: TheBeast am Fr, 28. Feb. ’14, 11:42
Kapernick(s Agent) ist ja nicht dumm. Dass die vier Jahre hintendran mit dem Modell das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind ist doch klar. Deshalb wird man versuchen - analog zu Flacco - einen Vertrag zu bekommen, wo zwar auch jeder weiß, dass der so nie bezahlt wird, wo man aber da wo es wirklich ans Geld ginge noch irgendein Faustpfand (in Form von Dead Money) in der Hand hat.
Welches Interesse sollten die 49ers daran haben?
Die These bei meinem Beispiel ist, dass beide nach drei Jahren entscheiden wollen, wie es weitergeht.
Der Preis für CK ist, dass er das von Dir beschriebene Risiko trägt, der Preis der 49ers ist, dass sie quasi verhandeln oder cutten müssen.
Wenn man eine anderes Ziel hat, sieht das auch anders aus.
Die 49ers haben jetzt noch einen Vorteil bei den Vertragsverhandlungen. Wenn man sich nicht einigen sollte, muss Kaepernick für eine Million spielen. Der Salary Cap steigt aber weiter in den nächsten Jahren. Im nächsten Jahr wird Kaepernick 25 Millionen pro Jahr fordern, wenn er gut spielen sollte. In zwei Jahren wird er 30 Millionen pro Jahr fordern. In dieser Richtung dürfte sich der Marktwert von Top QBs in den nächsten zwei, drei Jahren entwickeln, wenn der Salary Cap in Richtung von 160 Millionen geht.
Wenn die 49ers also überzeugt davon sind, dass Kaepernick der Franchise QB ist, dann muss man ihm in diesem Jahr den Vertrag geben. So günstig wie heute bekommt man ihn nie wieder. Sein Marktpreis dürfte schon in diesem Jahr bei 20 Millionen Dollar pro Jahr liegen. Für Kaepernick lohnt es sich einen Vertrag leicht unter seinem Marktwert zu unterzeichnen, denn dann muss er nicht noch ein Jahr komplett unterbezahlt spielen. Beide Seiten gewinnen.
Hier müssen aber Baalke und Harbaugh entscheiden, ob Kapernick in den nächsten 10 Jahren tatsächlich ein Top 5 NFL QB sein wird. Wenn sie dieser Meinung sind, dann ist es aus 49ers Sicht keine große Entscheidung.
Zitat von: Plummer50 am So, 9. Mär. ’14, 13:48
Die 49ers haben jetzt noch einen Vorteil bei den Vertragsverhandlungen. Wenn man sich nicht einigen sollte, muss Kaepernick für eine Million spielen. Der Salary Cap steigt aber weiter in den nächsten Jahren. Im nächsten Jahr wird Kaepernick 25 Millionen pro Jahr fordern, wenn er gut spielen sollte. In zwei Jahren wird er 30 Millionen pro Jahr fordern. In dieser Richtung dürfte sich der Marktwert von Top QBs in den nächsten zwei, drei Jahren entwickeln, wenn der Salary Cap in Richtung von 160 Millionen geht.
Wenn die 49ers also überzeugt davon sind, dass Kaepernick der Franchise QB ist, dann muss man ihm in diesem Jahr den Vertrag geben. So günstig wie heute bekommt man ihn nie wieder. Sein Marktpreis dürfte schon in diesem Jahr bei 20 Millionen Dollar pro Jahr liegen. Für Kaepernick lohnt es sich einen Vertrag leicht unter seinem Marktwert zu unterzeichnen, denn dann muss er nicht noch ein Jahr komplett unterbezahlt spielen. Beide Seiten gewinnen.
Hier müssen aber Baalke und Harbaugh entscheiden, ob Kapernick in den nächsten 10 Jahren tatsächlich ein Top 5 NFL QB sein wird. Wenn sie dieser Meinung sind, dann ist es aus 49ers Sicht keine große Entscheidung.
dazu muss er aber erst einmal auch die erforderlichen leistungen zeigen, um in diesen bereichen verhandeln zu können. wer weiß denn, ob er nächstes jahr überhaupt das geld wert sein wird, was er dann verlangt? er hat vergangene saison schon stagniert...
Den "Kaep-Space" sollte man wirklich nur jetzt schon ausreizen, wenn Harbaugh und Baalke überzeugt sind, dass Kaep langfristig wirklich erfolgreich ist, denn nur dann spart man mit einem jetzt abgeschlossenen langfristigen Vertrag Geld. Ich frage mich dabei einfach, wie Harbaugh und Baalke Kaep einschätzen. Seine Leistungen waren zwar gut, aber nicht die erwarteten Top Leistungen.
Die 49ers haben eigentlich alle Trümpfe in der Hand. Kaep steht diese Saison unter Vertrag und das für ca. 1 Mio. Kaep kann nächstes Jahr beinahe alles fordern und die 49ers können ihn zur Sicherheit mit dem Tag belegen (einziges Risiko: man hat den Tag nicht für Crabtree oder Iupati oder einen anderen FA, falls man diese lieber taggen würde). Dieses Spiel könnte man ja noch 2 Mal machen ohne, dass der Tag astronomische Höhen erreicht.
Natürlich wird Kaep nicht sehr zufrieden sein mit dieser Entwicklung. Jedoch sollte Kaep nach dieser Saison der Franchise Player sein, dann hat er sich diese Saison sicher gesteigert. Sollte er Notfalls nochmals getaggt werden, dann wäre er ja immer noch wichtig genug sein. Und ich glaube irgendwo auf diesem Weg wird man sich einigen können auf einen langfristigen Vertrag und hat dann auch genügend Erfahrung was Kaep leisten kann.
Diese Erfahrung ist aktuell noch nicht vorhanden und so wäre ich sehr vorsichtig Kaep nun viel zu bezahlen. Wenn Kaep sich richtig entwickelt und die 49errs statt 10/12/15/18 Mio halt am Ende 25 zahlen müssen, dann wird es halt so sein, diesen Betrag erhält dann ein Top-QB halt.
Den Cap Space würde ich allerdings diese Saison ausnützen. Wir haben aktuell ein gutes Team, das den Titel holen kann. Wenn man noch den Vorteil hat, dass der QB nicht teuer ist, dann sollte man versuchen sich auf anderen Positionen nochmals etwas zu verbessern. vielleicht auch mit 1-Jahresverträgen, etc.
Oder man restrukturiert einen Vertrag der aktuellen Stars und macht diesen noch etwas mehr frontloaded, damit er später günstiger ist.