Am Ende des Minicamps der 49ers im Juni sah Running Back Frank Gore einen Reporter auf dem Trainingsgelände und fragte ihn: "Und, wie haben wir ausgesehen?" Gore nahm an den Workouts zwar nicht teil, verfolgte das Geschehen aber von der Sideline aus. Die Antwort des Reporters: "Das Passspiel ist nicht das Gleiche ohne Vernon Davis." "Sagen sie das Vernon", erwiderte Gore.
Davis wusste, dass die 49ers ihn brauchen. Er brauchte niemanden, der ihm das sagt. Und das ist der Grund dafür, warum er, in Hoffnung Druck auf das Front Office auszuüben, das Offseason Programm der 49ers aussetzte.
Ob er letztenendes tatsächlich einen neuen Vertrag bekommt, bleibt abzuwarten, aber den 49ers wurde eine Menge Kopfschmerz erspart, als Davis sich heute Mittwoch rechtzeitig zum Beginn des Training Camps in Santa Clara einfand.
Right guard Alex Boone erschien nicht. Und Boone plant auch nicht zu erscheinen, solange die 49ers ihm keinen neuen Vertrag geben. Zumindest kurzfristig werden die 49ers versuchen ohne Boone auszukommen. Joe Looney, Adam Snyder, Jonathan Martin und der Verlierer der Konkurrenz um die Position des Centers, also Daniel Kilgore oder Rookie Marcus Martin, sind alle mögliche Alternativen zu Boone.
Es gab keine Alternative zu Davis.
Immerhin warf Quarterback Colin Kaepernick 21 Touchdown Pässe in der letzten Saison. Von diesen 21 fing Davis deren 13 (über 61%).
Die 49ers haben mit Anquan Boldin und Michael Crabtree zwei fähige Wide Receiver und mit Stevie Johnson einen weiteren 1000 Yard Receiver auf dem Roster. Aber Davis ist und bleibt die einzige etablierte Deep Threat des Teams, und sein bestes Ziel in der Red Zone -- einem Bereich in dem die 49ers letzte Saison Probleme hatten.
Kurz gesagt, Davis war unersetzbar. Jetzt muss sich das Team nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, ihn zu ersetzen.
Quelle: Matt Maiocco (23.07.2014)
halte ich für eine völlig überzogene sichtweise. natürlich ist auch ein davis zu ersetzen, auch beim passspiel. er ist kein wundermann.
Zitat von: Duke am Do, 24. Jul. ’14, 10:10
halte ich für eine völlig überzogene sichtweise. natürlich ist auch ein davis zu ersetzen, auch beim passspiel. er ist kein wundermann.
Auch ein Crabtree war zu ersetzen letztes Jahr – allerdings nicht adäquat.
Zitat von: igor am Do, 24. Jul. ’14, 10:12
Zitat von: Duke am Do, 24. Jul. ’14, 10:10
halte ich für eine völlig überzogene sichtweise. natürlich ist auch ein davis zu ersetzen, auch beim passspiel. er ist kein wundermann.
Auch ein Crabtree war zu ersetzen letztes Jahr – allerdings nicht adäquat.
na den pförtner sollte man dann nicht auf TE stellen, das ist schon richtig. ;)
Ich stimme Maiocco zu. Davis ist der schnellste Spieler und das größte Red Zone Target in der Offense. Der ist nicht zu ersetzen. Man kann jemand anderen statt ihm auflaufen lassen, aber Davis Rolle wird niemand auf diesem Roster außer ihm ausfüllen können.
Zitat von: Duke am Do, 24. Jul. ’14, 10:10
halte ich für eine völlig überzogene sichtweise. natürlich ist auch ein davis zu ersetzen, auch beim passspiel. er ist kein wundermann.
Wie ein Gore, Bowman und wenn es sein muss Kaepernick - in der Regel nur nicht gleichwertig (wobei ich da beim erstgenannten nicht mal sicher bin).
Keiner auf dem Roster kann auf der Position halbwegs vergleichbar spielen. Sicher ist er nicht perfekt, aber immer noch einer der besten TEs der Liga.
Die wirklich unersetzbaren Spieler in diesem Team sind für mich heuer Vernon, Staley, Kaepernick, Reid und Brooks. (Solange Willis und Bowman im Team sind, kann man zumindest kurzfristig einen der beiden ersetzen. Ansonsten sind die beiden natürlich eine Klasse für sich.)
Bei allen anderen kann man ein Fehlen cachieren, aber bei diesen Spielern geht das einfach nicht.
adäquat war schon das richtige Wort.
Nehme dementsprechend noch Crabtree, Gore (vorerst) und die Smiths.
Zitat von: snoopy am Do, 24. Jul. ’14, 14:56
adäquat war schon das richtige Wort.
Nehme dementsprechend noch Crabtree, Gore (vorerst) und die Smiths.
Für Crabs hat man heuer Stevie Johnson, Justin Smith ist 34 und hat schon letzte Saison leicht abgebaut. Aldon hat man letzte Saison über fünf Spiele außerdem recht ordentlich ersetzen können.
Diese Spieler haben über eine halbe Saison oder mehr hin natürlich eine Auswirkung, wenn sie fehlen, aber für drei, vier Spiele kann man sich ohne sie locker drüberschummeln. Nimm den Niners Kaepernick, Davis, Staley oder Reid weg und der jeweilige Teil der Mannschaft kollabiert.
Naja, kollabieren ? Ich weiß nicht.
Wenn man das System auf CK aufbaut, ok, aber sonst?
Ich rechne dabei natürlich mit ca. 19 Spielen ;D
Zitat von: snoopy am Do, 24. Jul. ’14, 15:21
Naja, kollabieren ? Ich weiß nicht.
Wenn man das System auf CK aufbaut, ok, aber sonst?
Ich rechne dabei natürlich mit ca. 19 Spielen ;D
Wer soll ihn denn ersetzen? Blaine Gabbert? Dein Ernst?
Zitat von: zugschef am Do, 24. Jul. ’14, 14:02
Die wirklich unersetzbaren Spieler in diesem Team sind für mich heuer Vernon, Staley, Kaepernick, Reid und Brooks. (Solange Willis und Bowman im Team sind, kann man zumindest kurzfristig einen der beiden ersetzen. Ansonsten sind die beiden natürlich eine Klasse für sich.)
Bei allen anderen kann man ein Fehlen cachieren, aber bei diesen Spielern geht das einfach nicht.
Wo kann ich unterschreiben? :10:
Wenn Kap es weiter lernt, ist jedes Target zu ersetzen. Die Pats machen das seid Jahren vor. Ich sage nur Patton im letzten Spielzug der Saison. Da liegt meiner Ansicht nach der Schlüssel.
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 24. Jul. ’14, 19:27
Wenn Kap es weiter lernt, ist jedes Target zu ersetzen. Die Pats machen das seid Jahren vor. Ich sage nur Patton im letzten Spielzug der Saison. Da liegt meiner Ansicht nach der Schlüssel.
Der Schlüssel bei den Pats ist eher Brady, der seine targets kontrolliert bedienen kann.
In der Zeit ist Kaepernick einen Marathon gelaufen. ;)
Zitat von: Goldpick am Mo, 28. Jul. ’14, 18:54
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 24. Jul. ’14, 19:27
Wenn Kap es weiter lernt, ist jedes Target zu ersetzen. Die Pats machen das seid Jahren vor. Ich sage nur Patton im letzten Spielzug der Saison. Da liegt meiner Ansicht nach der Schlüssel.
Der Schlüssel bei den Pats ist eher Brady, der seine targets kontrolliert bedienen kann.
In der Zeit ist Kaepernick einen Marathon gelaufen. ;)
Der Schlüssel liegt beim System dass dafür sorgt dass Brady ZEit und Anspielstationen en masse hat.
Wir haben also kein System mit Anspielstationen en masse? :!:
Das ist ein Irrtum, nur haben wir einen QB der in der Vergangenheit seine targets oftmals nicht gesehen hat, weil er unter Druck seine eigenen Lücken vorzieht und zwecks ball security weniger passing Risiken eingeht als ein Brady.
In Summe kostet das wichtige Punkte, die nicht an fehlenden Anspielstationen liegt sondern der Spielweise Kaepernicks.
Zitat von: Goldpick am Mo, 28. Jul. ’14, 21:10
Wir haben also kein System mit Anspielstationen en masse? :!:
Nein haben wir nicht, bei uns sind die Spielzüge häufig darauf ausgelegt das ein oder zwei Spieler frei sind und der Rest fungiert als "decoy". Beides nicht verkehrt, für einen Quarterback wie Kaepernick der noch nicht der sicherste (bzw. der schnellste) beim durchgehen der reads ist macht zweiteres aber mehr sinn.
Deshalb ist es ja auch kein Schlüssel einfach targets beliebig zu ersetzen, worum es reagan the left hand ja ging. Denn wenn man keinen QB hat, der sie wie ein Brady bedienen kann braucht man da auch nichts ersetzen unabhängig davon wieviele freie targets man zur Verfügung hat.
Bei den Pats ist vom Prinzip erstmal jeder - inklusive Brady - ersetzbar, da das System darauf ausgelegt ist. Es lassen sich also die Targets mehr oder weniger beliebig auswechseln.
Bellycheat holt die Spieler so, dass sie in das vorhandene System passen.
http://www.nfl.com/gamecenter/2012121613/2012/REG15/49ers@patriots#menu=gameinfo%7CcontentId%3A0ap2000000113443&tab=recap
Zitat von: Diabolo am Mo, 28. Jul. ’14, 22:00
Bei den Pats ist vom Prinzip erstmal jeder - inklusive Brady - ersetzbar, da das System darauf ausgelegt ist. Es lassen sich also die Targets mehr oder weniger beliebig auswechseln.
Bellycheat holt die Spieler so, dass sie in das vorhandene System passen.
Grundsätzlich mag jeder Spieler in einem System austauschbar sein, die Effektivität des Teams ist dann in der Praxis trotzdem eine andere.
Was ein Spielsystem erfolgreich macht, hängt von den Stärken und Qualitäten der Spieler ab. Ihre Fähigkeiten entscheiden darüber ob sie in ein System passen oder nicht.
Von daher gibt es auch keinen Schlüssel der zu jedem passt.
Zitat von: zugschef am Do, 24. Jul. ’14, 17:46
Zitat von: snoopy am Do, 24. Jul. ’14, 15:21
Naja, kollabieren ? Ich weiß nicht.
Wenn man das System auf CK aufbaut, ok, aber sonst?
Ich rechne dabei natürlich mit ca. 19 Spielen ;D
Wer soll ihn denn ersetzen? Blaine Gabbert? Dein Ernst?
Ach so,
Nee, das ist wohl anders bei dir rübergekommen.
Ich sehe es so, dass er halt NICHT ersetzbar ist, wenn man das System gerade um ihn / um seine Fähigkeiten aufbaut.
Zitat von: snoopy am Di, 29. Jul. ’14, 10:15
Ach so,
Nee, das ist wohl anders bei dir rübergekommen.
Ich sehe es so, dass er halt NICHT ersetzbar ist, wenn man das System gerade um ihn / um seine Fähigkeiten aufbaut.
Ah ok. :)
Zitat von: Diabolo am Mo, 28. Jul. ’14, 22:00
Bei den Pats ist vom Prinzip erstmal jeder - inklusive Brady - ersetzbar, da das System darauf ausgelegt ist. Es lassen sich also die Targets mehr oder weniger beliebig auswechseln.
Bellycheat holt die Spieler so, dass sie in das vorhandene System passen.
Naja, das sehe ich nicht ganz so.
Die Patriots haben unter BB sehr verschiedene Dinge gemacht und eher das System an die Spieler angepasst. Das einzige, was sehr konstant ist, ist die Passlastigkeit die von Brady abhängt. Am Anfang waren es die Wideouts, dann der Slot Receiver und dann die Tight Ends.
Die Patriots sind als Team schon lange nicht mehr so gut, dass sie auf Brady verzichten könnten. Es gab einige Busts in der Draft und das Prinzip Masse statt Klasse zu draften hat sich nur bedingt bewährt. Nach dem der Kern nach dem dritten Super Bowl auseiander zu brechen begann, waren die Pats zwar immer gut genug, oben mitzuspielen, sind aber eben nicht mehr das Team vom Anfang des Jahrtausends.
Es wird interessant zu sehen, was nach Brady kommt. Vielleicht hat man den Nachfolger geholgt, aber das muss sich erst zeigen.
Dass es immer Anpassungen gibt ist klar, wäre ja auch unklug die Stärken der Spieler nicht zu nutzen.
Zitat von: Diabolo am Di, 29. Jul. ’14, 11:12
Dass es immer Anpassungen gibt ist klar, wäre ja auch unklug die Stärken der Spieler nicht zu nutzen.
Er hat aber sein System an die Spieler angepasst und nicht immer Spieler geholt, die zum System passen.
Zitat von: frontmode am Di, 29. Jul. ’14, 11:21
Zitat von: Diabolo am Di, 29. Jul. ’14, 11:12
Dass es immer Anpassungen gibt ist klar, wäre ja auch unklug die Stärken der Spieler nicht zu nutzen.
Er hat aber sein System an die Spieler angepasst und nicht immer Spieler geholt, die zum System passen.
Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen er hat es mit (oder für) für bestimmten Spielern fundamental gedreht. :) Das ist doch heute eine ganz andere Patsmannschaft als noch zu den SB Siegen. Anfang des Jahrtausends. Auch von der Spielweise. Sehe ich wie du, eher noch krasser.
Die Patriots haben inzwischen eine enorme Abhängigkeit von Brady. Brady ist der Grund weshalb sie mit der teilweise sehr schwach besetzten Mannschaft in den letzten 2-3 Jahren weiterhin ein Contender waren.
Das und in der schwachen Division in der sie spielen. Aber was hat das jetzt noch mit Vernon Davis zu tun?
Höchstens das die Pats Verletzungsbedingt eher Glück hatten in einer solchen Division zu spielen und eigentlich jemanden wie Davis gebraucht hätten um wenigstens Gronkowski zu ersetzen. :P
Bin ja schon ruhig. :-X