Die NFL gerät bei ihrem Kampf vor Gericht gegen die Spieler schwer in Rückstand. Die Bundesrichterin, die den Lockout vor zwei Tagen als beendet erklärt hatte, warf der NFL und den Ownern den nächsten Knüppel zwischen die Beine, indem sie den Antrag ablehnte, ihre Entscheidung vorläufig auszusetzen. Nun wird es unübersichtlich, denn das könnte dazu führen, dass die Free Agency sofort beginnt.
U.S. District-Richterin Susan Richard Nelson begründete ihren Schritt damit, dass die NFL nicht begründen habe können, warum ihre Entscheidung, den Lockout nach 45 Tagen zu beenden, der Liga unkorrigierbaren Schaden zufüge. Die NFL spreche von "Chaos" aufgrund ihres Urteils, sagte sie, doch auch der Rest des Landes habe ja kein Problem mit einem freien Marktsystem zu leben. Die Richterin weiter: Ihre Anweisung zwinge die NFL nicht zu Veränderungen. Die Liga müsse jetzt nur eine "Entscheidung treffen, wie es weiter geht und die Konsequenzen dessen akzeptieren.
Wie geht es nun weiter?
James Quinn, ein Anwalt der Spieler, sagte, die Free Agency müsse jetzt sofort beginnen. NFL-Sprecher Greg Aiello reagierte, die NFL werde "das Urteil analysieren" und dann ihre Clubs anweisen, wie sie sich zu verhalten hätten.
Die Owner werden auf jeden Fall die Entscheidung von Richterin Nelson vor dem 8. US Circuit Court für Berufungen in St Louis anfechten. Er gilt als wirtschaftsfreundlicher als der Federal Court in Minnessota, in dem Nelson sitzt.
Fakt ist, dass die Liga nach Nelsons Urteil ohne jedes Regelwerk ist, weil das Collective Bargaining Agreement ja am 11. März auslief. Nelson sagt, das sei kein Problem - die Liga könne sich ja auf neue Regeln einigen. Der CEO der Packers zum Beispiel, Mark Murphy, schlug bereits vor, man könne die Regeln von 2010 verlängern.
Die Liga hatte vor der gestrigen Entscheidung argumentiert, ein sofortiges Ende des Lockouts werde Chaos auslösen, da dann jeder Club den Free Agents soviel bieten könnte, wie er wolle. Das sei auch durch ein neues CBA dann kaum mehr einzufangen. Damit kam sie bei Nelson aber nicht durch, die der Meinung ist, die Liga müsse jetzt ganz einfach Regeln aufstellen, die die Antitrust-Gesetze der USA nicht verletzen.
Die Gespräche zwischen beiden Seiten (zu denen Nelson die Parteien verpflichtet hatte) hatten zuletzt kaum Fortschritte gebracht. Ein weiteres Treffen ist für den 16. Mai anberaumt.
Quelle: AP / ESPN
Interessanter Artikel, wenn's wahr WIRD, dann haben wir ab Montag ein neues Liga-Jahr!! :D
http://www.nfl.com/news/story/09000d5d81f8862b/article/agents-gms-preparing-as-if-league-year-could-start-monday?module=HP_headlines
Fragt mich bitte aber nicht nach welchen Regeln?!?!