Es wäre keine Überraschung, wenn es tatsächlich das Ziel von Jim Harbaugh ist, der bestbezahlte Coach in der NFL zu sein. Er führte sein Team drei Mal in Folge in das NFC Championship Game, was eine überragende Leistung ist und in mancher Hinsicht vielleicht sogar beeindruckender als einmal einen Super Bowl zu gewinnen.
Aber rechtfertigt dies einen Vertrag, der mehr wert ist als die 8Mio$, die New Orleans Saints Headcoach Sean Payton bekommt?
Payton ist derzeit der bestbezahlte Coach der NFL, er ist ein brillanter Play-Caller und hat bereits einen Super Bowl gewonnen. Harbaugh callt nicht selber und hat keinen Super Bowl Ring.
Man mag nicht wirklich darüber nachdenken, aber verdient Harbaugh, der derzeit unter seinem 2011 unterschriebenen 5-Jahres-Vertrag 5Mio$ pro Jahr erhält, einen lukrativeren Vertrag als Seattles Pete Carroll? Harbaughs derzeit schärfster Rivale erhält durchschnittlich 7Mio$ pro Jahr.
Carroll hat vollständige Kontrolle über das Roster und wird in ein paar Wochen seinen Super Bowl Ring erhalten. Bei den 49ers hat General Manager Trent Baalke die Entscheidungsgewalt über das Roster und dann ist da auch wieder die Sache mit dem Super Bowl.
Und ist Harbaugh tatsächlich der Einzige, der für den Umschwung der 49ers verantwortlich ist? Hört man auf die Moderatoren der verschiedenen Sport Talk Radios könnte man den Eindruck bekommen, dass genau dieses der Fall ist. Harbaugh machte dieses und Harbaugh machte jenes. Aber man kann genauso gut argumentieren, dass CEO Jed York und General Manager Trent Baalke genauso ihren Anteil haben, wenn nicht sogar mehr.
Dieses Jahr wurden 8 Spieler der 49ers für den Pro Bowl nominiert und fünf weitere wurden als Ersatzmänner benannt. Baalke war an der Draft oder Verpflichtung aller dreizehn entweder als General Manager oder als Rechte Hand seines Vorgängers Scot McCloughan beteiligt.
York wusste, dass Baalke in der Lage ist, Talent zu erkennen und die Football Operations zu leiten und entschied sich trotz des Drucks von Harbaugh, der seinen Freund Mike Lombardi als General Manager wollte, für Baalke. Hierfür verdient York große Anerkennung.
Harbaugh wiederum verdient Anerkennung, einem taltentierten Roster Leben einzuhauchen, etwas, wozu sein Vorgänger Mike Singletary nicht in der Lage war. Harbaugh schaffte es außerdem, eine Gewinnermentalität zu installieren und half dabei, Alex Smith und Colin Kaepernick in effektive Starter auf der Quarterbackposition zu entwickeln.
Und doch ist das größte Qualitätsmerkmal von Harbaugh sein Trainerstab. Es dürfte das Beste der Liga sein und diese Männer sind primär dafür verantwortlich, Baalkes Darftpicks und Free Agent Zugänge zu entwickeln.
Harbaugh weitverzweigte Verbindungen zu Coaches ermöglichen es ihm, für alle Positionen im Stab extreme talentierte Kandidaten zu holen. Das Paradoxon hier ist, dass es ihn persönlich weniger wertvoll macht. Headcoaches sind in den seltensten Fällen für die Entwicklung von einzelnen Spielern verantwortlich, da sie sich um das gesamte Roster zu kümmern haben. Die meisten Spieler sehen Harbaugh morgens für eine 15-minütiges Team-Meeting und dann noch mal kurz am Abend nach dem Training für ein kurzes Abschluss-Meetings. Das war es dann aber auch schon.
Es sind die Position-Coaches, die zahllose Stunden damit verbringen, die Spieler weiterzuentwickeln und sogar Teile des Gameplan auszuarbeiten – was mit großer Sicherheit auch bei den 49ers der Fall ist.
Und die Tändelei mit den Browns scheint Harbaugh ein wenig an Verhandlungsposition gekostet zu haben. Mike Florio von PFT sagte on 95.7 The Game, dass Harbaugh einen möglichen Trade abgelehnt habe, da angeblich seine Familie – vor allem seine Frau – die Bay Area nicht verlassen wollten. [Anm. des Redakteurs: die Rolle von Sarah Harbaugh wurde von mehreren Journalisten erwähnt].
Damit könnten die 49ers wissen, dass Harbaugh doch etwas mehr mit Ihnen verheiratet ist.
Mike Silver von NFL.com berichtet, dass seine Quellen ihm gesagt hätten, dass die Führung der 49ers der festen Überzeugung ist, dass Harbaugh nicht der einzige Coach sein, der dieses talentierte Team zu einem Super Bowl Sieg führen kann.
Während Harbaugh maßgeblich an den drei Trips zum NFC Championship Game beteiligt war, war er aber nicht der Einzige, der einen gewichtigen Anteil daran hatte.
Quelle: Kevin Lynch (sfgate.com)
Gut aufgeführt von Lynch. Mal sehen was sich in diesem Fall noch bewegen mag.
Ich habe es hier schon ein paar Mal geschrieben: Obwohl die VLT noch nicht in San Francisco ist, ist der Erfolg der letzten 3 Jahre JH zu verdanken!
Zitat von: frontmode am Di, 25. Feb. ’14, 15:49
Mike Silver von NFL.com berichtet, dass seine Quellen ihm gesagt hätten, dass die Führung der 49ers der festen Überzeugung ist, dass Harbaugh nicht der einzige Coach sein, der dieses talentierte Team zu einem Super Bowl Sieg führen kann.
Das mag schon sein. Es stellt sich allerdings die Frage: falls Harbaugh gehen würde, wer garantiert einem dann, daß man sofort wieder einen Coach bekommt, der das Team zur VLT führen kann? Solche Leute sprießen in der Regel nicht wie Unkraut aus dem Boden.
Zitat von: igor am Do, 27. Feb. ’14, 14:42
Zitat von: frontmode am Di, 25. Feb. ’14, 15:49
Mike Silver von NFL.com berichtet, dass seine Quellen ihm gesagt hätten, dass die Führung der 49ers der festen Überzeugung ist, dass Harbaugh nicht der einzige Coach sein, der dieses talentierte Team zu einem Super Bowl Sieg führen kann.
Das mag schon sein. Es stellt sich allerdings die Frage: falls Harbaugh gehen würde, wer garantiert einem dann, daß man sofort wieder einen Coach bekommt, der das Team zur VLT führen kann? Solche Leute sprießen in der Regel nicht wie Unkraut aus dem Boden.
Nicht nur das, man hat noch nicht einmal eine Garantie, dass ein bisher erfolgreicher Coach in einem neuen Team auch Erfolg hat. Schlag nach unter Jimmy Johnson / Dolphins.
Zitat von: igor am Do, 27. Feb. ’14, 14:42
Zitat von: frontmode am Di, 25. Feb. ’14, 15:49
Mike Silver von NFL.com berichtet, dass seine Quellen ihm gesagt hätten, dass die Führung der 49ers der festen Überzeugung ist, dass Harbaugh nicht der einzige Coach sein, der dieses talentierte Team zu einem Super Bowl Sieg führen kann.
Das mag schon sein. Es stellt sich allerdings die Frage: falls Harbaugh gehen würde, wer garantiert einem dann, daß man sofort wieder einen Coach bekommt, der das Team zur VLT führen kann? Solche Leute sprießen in der Regel nicht wie Unkraut aus dem Boden.
Ich nehme an, das du von der erwünschten Zukunft redest. Noch hat JH keinen Ring.
Ich schrieb kann, nicht wird.
War Marv Levy ein guter Coach? Hat er mehr erreicht als die meisten anderen Coaches in der Geschichte der NFL?
Hat er sich je als bester Coach hingestellt und wollte so bezahlt werden?
Harbaughs Art war bekannt und man wusste worauf man sich einlässt, aber Harbaugh darf nie die volle Kontrolle bekommen, denn er ist ein Coach und kein GM. Daher muss ein starker GM neben ihm stehen.
Aber das geht nicht auf Dauer gut. Das zu glauben wäre leichtsinnig.
Zitat von: Sanfranolli am Do, 27. Feb. ’14, 23:07
...aber Harbaugh darf nie die volle Kontrolle bekommen, denn er ist ein Coach und kein GM. Daher muss ein starker GM neben ihm stehen.
Aber das geht nicht auf Dauer gut. Das zu glauben wäre leichtsinnig.
Was veranlasst Dich zur Annahme, dass JH als GM ungeeignet wäre?
Weil der dann nicht mehr der Players-Coach sein kann, der 100%ig zu seinem Team loyal ist. "Pay the man" Aussagen, die zu seinem Stil als Coache gehören, sind dann nicht mehr drin.
Ich dachte das wäre allgemein bekannt. Harbaugh würde seinem GM nicht solche Steine in den Weg legen, wenn er einschätzen könnte wie schwer es ist,mit dem SC zu arbeiten.
Er will immer alle Spieler halten, lobt sie in den Himmel und gibt den Spielern alle Macht bei den Verhandlungen.
Noch dazu ist er oft zu hektisch, zu emotional und reagiert über, dass passt nicht.
Zitat von: frontmode am Fr, 28. Feb. ’14, 11:14
Weil der dann nicht mehr der Players-Coach sein kann, der 100%ig zu seinem Team loyal ist. "Pay the man" Aussagen, die zu seinem Stil als Coache gehören, sind dann nicht mehr drin.
Richtig. Er würde zum Spielball seiner eigenen Floskeln und unglaubwürdig.
Das ist schon richtig, ob er's deswegen nicht bringen würde ist trotzdem reine Spekulation. Nur um es einmal gesagt zu haben: Ich glaube auch nicht, dass JH ein guter GM wäre, aber wissen tu ich es nicht. Deshalb bin ich mit Aussagen wie "darf nie" o.ä. vorsichtig.
Zitat von: TheBeast am Fr, 28. Feb. ’14, 11:22
Das ist schon richtig, ob er's deswegen nicht bringen würde ist trotzdem reine Spekulation. Nur um es einmal gesagt zu haben: Ich glaube auch nicht, dass JH ein guter GM wäre, aber wissen tu ich es nicht. Deshalb bin ich mit Aussagen wie "darf nie" o.ä. vorsichtig.
Es ist auch Spekulation ob er der alleinige Grund für den momentanen Erfolg ist, ob er der beste Coach ist und ob er das Team zum SB führen kann.
harbaugh wird mir grundsätzlich viel zu sehr als DER heilsbringer angesehen. natürlich, er hatte erfolg, seit er in sf angeheuert hat. unstrittig. aber ich glaube, den hätte beispielsweise auch ein steve mariucci mit dem gleichen spielermaterial auch haben können. man darf sich da nicht blenden lassen, weil das team aus der singletary-ära kam.
Zumal man auch unter Singletary Fortschritte sah. Für mich sind Erricksson und Nolan die dunklen Kapitel.
Zitat von: Sanfranolli am Fr, 28. Feb. ’14, 13:04
Zumal man auch unter Singletary Fortschritte sah. Für mich sind Erricksson und Nolan die dunklen Kapitel.
ericksson klammere ich da gern aus bzw. betrachte diese zwei season differenzierter. ericksson bekam nie die chance, ein team passend zu seiner offense-philosophie aufzubauen. zudem fiel in seine zeit das großreinemachen nach dem salary-cap-desaster
Tja, so sieht das jeder anders... Ich würde keinen der drei aus der Liste rausnehmen.
Zitat von: Sanfranolli am Fr, 28. Feb. ’14, 13:04
Zumal man auch unter Singletary Fortschritte sah. Für mich sind Erricksson und Nolan die dunklen Kapitel.
Alle 3 waren nicht die Bringer, aber auch ich bin der Meinung das man unter MS mehr gesehen hat was das Team nach vorne gebracht hat.
Zitat von: wizard49er am Fr, 28. Feb. ’14, 21:25
Zitat von: Sanfranolli am Fr, 28. Feb. ’14, 13:04
Zumal man auch unter Singletary Fortschritte sah. Für mich sind Erricksson und Nolan die dunklen Kapitel.
Alle 3 waren nicht die Bringer, aber auch ich bin der Meinung das man unter MS mehr gesehen hat was das Team nach vorne gebracht hat.
er hatte auch das meiste talent im team
Der thread ist zwar schon älter, aber ich denke eine Meinung dazu kann man immer noch haben.
Ich finde in der Coachfrage braucht man an Harbaugh nun wirklich nicht zweifeln.
Zumal der Erfolg nicht so natürlich ist, wie man sich das vorstellt.
Da muss man erstmal hinkommen und dazu braucht es meiner Ansicht nach keine "hätte" "könnte" Mariuccis, sondern überzeugende Ergebnisse des Teams.
Ein Coach sollte wie seine Spieler auch, in der Praxis erstmal abliefern und
langfristig geht das nur mit einer gewissen Konsistenz des Teams. Wofür im Zweifel die NFC Championship Serie für Harbaugh spricht und auch Draft entscheidungen nicht ganz unwichtig waren.
Was das Spielermaterial angeht, muss man sich solch ein Team langfristig erstmal zusammenstellen und einige Optionen offen lassen. Auch den Trainerstab sollte man sich gut aussuchen und am Ende des Tages muss das gesamte Team das der Headcoach koordiniert miteinander auskommen.
Man braucht also nicht so tun als hätte Harbaugh sich in gemachte Nester gesetzt oder das jeder Coach ihn ersetzen könnte, weil erzielte Erfolge plötzlich alle selbstverständlich wirken. Das ist wie einige schon sagten unbestritten sein Verdienst als Head coach und sollte man neidlos anerkennen.
Wo ich gerade dabei bin, ich finde zum Beispiel auch das ein John Fox nicht genug geschätzt wird. Ich halte ihn für einen unterbezahlten aber sehr wertvollen Coach in der NFL. Die Geheimwaffe wenn man nicht mehr weiter weiss.
Er hat 2 Teams am "Abgrund" direkt nach seiner Übernahme zum Superbowl geführt, das muss man sich mal vorstellen, da ist er neben Lombardi nach einigen Jahrzehnten die Ausnahme. Gehen tut das also auch mit wenig Gehalt, aber für gerechtfertigt halte ich das bei sichtbaren Erfolgen ganz und garnicht.
Zitat von: Goldpick am Sa, 5. Jul. ’14, 20:20
Ich finde in der Coachfrage braucht man an Harbaugh nun wirklich nicht zweifeln.
wohoo, das sehe ich seit den verfluchten 4 passversuchen vier yards vor der endzone anno 2012 aber ein wenig kritischer...
Zitat von: Duke am Sa, 1. Mär. ’14, 16:57
Zitat von: wizard49er am Fr, 28. Feb. ’14, 21:25
Zitat von: Sanfranolli am Fr, 28. Feb. ’14, 13:04
Zumal man auch unter Singletary Fortschritte sah. Für mich sind Erricksson und Nolan die dunklen Kapitel.
Alle 3 waren nicht die Bringer, aber auch ich bin der Meinung das man unter MS mehr gesehen hat was das Team nach vorne gebracht hat.
er hatte auch das meiste talent im team
Also Mike Nolan war schon recht eindeutig der wichtigste der drei für den derzeitigen Erfolg. Der war es, der -- mit Hilfe von Scot McCloughan -- aus einem Haufen Heuler wieder ein NFL-Team gebaut hat. Er hat zwar viel Mist an den Game Days gebaut, keine Offense installiert und mit seiner Prevent Defense mehrere Siege verschenkt, aber das Team wurde wieder NFL-reif. Das 2-14 Team unter Erickson war ja, meiner Meinung nach, wesentlich schlechter als das 0-16 Team der Lions. Singletarys Verdienst ist es, dass er Vernon Davis zurechtgebogen hat. Das war aber auch schon alles.
Deine Meinung. ...
Zitat von: zugschef am Do, 24. Jul. ’14, 13:20
Zitat von: Sanfranolli am Do, 24. Jul. ’14, 13:14
Deine Meinung. ...
Für die es gute Gründe gibt.
Ist ja auch ok, trotzdem sehen es andere vielleicht anders.
Nolan war ein Anfang ohne Frage. Erickson war gar nix.
Singletary hat die Mentalität gebracht, die heute noch im Team ist.
Über Erickson muss man kein Wort verlieren. Bei dem hatte ich das Team schon in dem Moment abgeschrieben, als er benannt wurde.
Nolan und Singletary und das dazu gehörige Front Office hatten durchaus einen Blick für Talent, aber waren nicht in der Lage, dieses gewinnbringend einzusetzen. Vor allem in der Offense. Der permanente Wechsel bei den OCs hat sicher auch damit zu tun, dass die mit ihren Offense-Philosphien einfach irgendwo in den 90ern stehen geblieben waren und sich auch nicht raushalten wollten.
Zitat von: frontmode am Do, 24. Jul. ’14, 13:28
Nolan und Singletary und das dazu gehörige Front Office hatten durchaus einen Blick für Talent, aber waren nicht in der Lage, dieses gewinnbringend einzusetzen. Vor allem in der Offense. Der permanente Wechsel bei den OCs hat sicher auch damit zu tun, dass die mit ihren Offense-Philosphien einfach irgendwo in den 90ern stehen geblieben waren und sich auch nicht raushalten wollten.
Und genau da setze ich dabei an, wenn ich sage, dass Nolan besser als Singletary war. Singletary wollte Willis nicht draften, dafür wollte er Mays unbedingt haben. Klar, Fehler macht jeder, aber das war schon recht bezeichnend. Außerdem war Singletary eindeutig der altmodischere der beiden. Nolan hat immerhin McCarthy, Turner und Martz ins Team geholt, wobei er bei den ersten beiden einfach nur Pech hatte, dass die gleich im Jahr darauf einen HC Job bekamen. Singletary hat Martz gleich abgesägt und Jimmy Raye geholt.
Singletary war eine Katastrophe. Der hatte das Glück, dass ihm Nolan und McCloughan ein ziemlich talentiertes Team zusammengebaut hatten.
Aber auch Nolan hat die HCs eingeschränkt. Aber es waren immerhin die kreativeren Leute.
Zitat von: frontmode am Do, 24. Jul. ’14, 13:46
Aber auch Nolan hat die HCs eingeschränkt. Aber es waren immerhin die kreativeren Leute.
Klar hat er das. Deswegen war er auch ein schlechter Head Coach. Aber von diesen dreien war er eindeutig der beste. Er war einfach kompetenter und more up2date als Singletary und war im Gegensatz zu Erickson fähig sich vor den Spielern zu behaupten und ließ seine Autorität nicht untergraben.
Singletarys Stärke war es tatsächlich die "Win as a team, lose as a team!"-Mentalität einzubläuen. Das Traurige war bloß, dass das seine einzige Stärke als Head Coach war.
ich find das krass, wie sehr ericsson verrissen wird. er kam zu den niners, fand dort den rest von mariuccis-spielern und ein team in der cap-hölle vor, konnte deshalb sein eigenes system nicht umsetzen und durfte dann in der saison darauf auch nicht die zu seinem system passenden spieler holen.
und nolan? der fing bei den niners mit fehlentscheidungen an und setzte diese munter fort. der hat sich verhalten wie einrookie-coach, der sein erstes highschool-team übernimmt.
Zitat von: Duke am Do, 24. Jul. ’14, 14:49
ich find das krass, wie sehr ericsson verrissen wird. er kam zu den niners, fand dort den rest von mariuccis-spielern und ein team in der cap-hölle vor, konnte deshalb sein eigenes system nicht umsetzen und durfte dann in der saison darauf auch nicht die zu seinem system passenden spieler holen.
Ericsson hatte schon bei seinem ersten Versuch in der NFL nicht wirklich gut ausgesehen und ein System war da bei bestem Willen nicht zu erkennen.
Gebe euch beiden recht, wobei man wirklich auch immer die Bedingungen und Voraussetzungen beachten muss.
Allerdings: hätte Coach Ericsson auch vorher wissen müssen/können. Daher: Augen auf, bei der Berufswahl/dem Arbeitgeber ! ;)
Ich denke, er ist sicherlich schlau genug gewesen, hat sich und seine Talente jedoch maßlos überschätzt.
Zitat von: Duke am Do, 24. Jul. ’14, 10:45
Zitat von: Goldpick am Sa, 5. Jul. ’14, 20:20
Ich finde in der Coachfrage braucht man an Harbaugh nun wirklich nicht zweifeln.
wohoo, das sehe ich seit den verfluchten 4 passversuchen vier yards vor der endzone anno 2012 aber ein wenig kritischer...
Kritik ist immer berechtigt, es ging aber um die Frage ob ein Headcoach sein Geld wert ist und was er insgesamt geleistet hat. Du hast den Satz leider aus dem Kontext gerissen, und machst nun einen Spielzug von dieser Frage abhängig.
Hätte es keine NFC Championship Serie gegeben, keine guten Drafts und Dauerkritik der Trainer und Koordinatoren könnte man durchaus an ihm als Headcoach zweifeln ansonsten kann man vielleicht auch anerkennen was er erreicht hat.
Wie bereits erwähnt hat sich Harbaugh nicht in gemachte Nester gesetzt sondern entscheidend mit gestaltet.
Zitat von: Duke am Do, 24. Jul. ’14, 10:45
Zitat von: Goldpick am Sa, 5. Jul. ’14, 20:20
Ich finde in der Coachfrage braucht man an Harbaugh nun wirklich nicht zweifeln.
wohoo, das sehe ich seit den verfluchten 4 passversuchen vier yards vor der endzone anno 2012 aber ein wenig kritischer...
Ich gehe davon aus, dass er und der Staff aus diesen negativen Entscheidungen gelernt haben.
Nur ein Coach der aus seinen Fehlern nicht lernt, ist ein schlechter Coach.
Wobei ich jetzt mal im Raum stehen lasse, wer die Entscheidung Crabbie im CCG gegen die Hawks zu so früher Zeit anzuspielen, wirklich getroffen hat. Das weiß ich nicht.
Am Bsp. Joggi Löw 2012 und Joggi Löw 2014 sieht man wie groß der Unterschied sein kann, wenn ein Coach lernt.
Ob es JH nun verdient sich so zu honorieren zulassen? Ich denke eher ja. Er ist in allen Meinungen der Experten mindestens die Nummer 3 unter den HC's der NFL. Irgend jemand gibt ja immer den neuen finanziellen Maßstab für Coaches vor. Ist bei den Spielern ja nicht anderst.
Dann bekommt eben JH was er will und es wird nicht lange dauern bis andere nachziehen wollen. Sein Gehalt zählt nicht gegen die Cap und es ist nicht meine Geldbörse. Also wenn juckt es. ;)