Letztes Jahr zogen die 49ers bei Colin Kaepernicks Läufen die Zügel an, um ihren Starting Quarterback vor exzessiver Belastung zu schützen, und weil dieser eine signifikante Fußverletzung erlitten hatte.
Kaepernick, der während der Saison darüber einen Scherz machte, dass sein Problem ein Niednagel auf seinem kleinen Zeh wäre, enthüllte diese Woche die tatsächliche Diagnose bei einem Interview mit der Sacramento Bee. Er sagte, dass ein Knochen in seinem Vorderfuß abgesplittert und eine Gelenkskapsel in seinem Fußballen gerissen wären, als ein Verteidiger der Seahawks in der zweiten Woche der Regular Season auf seinem Fuß landete.
"Lief die Seitenlinie entlang und ging zu Boden", sagte Kaepernick. "Und ich glaube, es war einer ihrer Linemen oder Linebackers, der auf meinem Fuß landete, als ich auf dem Boden war."
Die Verletzung hinderte ihn daran, seinen Fuß so zu belasten, wie er es gewohnt war, und das verminderte seine Beschleunigung. Kaepernick lief in dem Spiel gegen die Seahawks neunmal für 87 Yards. Bis Woche sieben, in einem Sieg gegen die Tennessee Titans in Nashville, hatte er kein einziges Mal mehr als 20 Yards auf dem Boden. Von Beginn der dritten Woche an bis Mitte November war er auf dem Injury Report mit einem Fußproblem.
"Es fiel mir auf, speziell im Training", sagte Head Coach Jim Harbaugh im März. "Ich denke, jedesmal wenn du was am Fuß, der Hand oder am Finger hast, beeinträchtigt dich das beim Werfen und Laufen." In Folge verwendeten die 49ers nicht so viele Read-Option Plays mit Kaepernick. "Wir wollten nicht sehen, wie Colin zwölfmal pro Spiel getroffen wird", meinte Harbaugh. "Vier- oder fünfmal? Vielleicht, und dabei bleibt's. Das war eine bewusste Entscheidung."
Kaepernick diskutierte die Verletzung, nachdem er gefragt worden war, wie er sich die Diskrepanz zwischen seinen Laufyards in der Regular (5,7 Yards pro Lauf) und Postseason (9,3 Yards Durchschnitt) erkläre. Über 16 Spiele aufgerechnet, hätte Kaepernick mit seinen Zahlen in der Postseason Michael Vicks Rekord für Laufyards eines Quarterbacks in einer Saison um ganze 300 Yards überboten.
"Es war etwas, was immer da war", sagte er über die Verletzung. "Sprach nie darüber, sagte nie etwas darüber, denn wenn man ein Footballspieler ist, überspielt man die Schmerzen. Solange man nicht weggetragen wird, sollte man auf dem Feld sein. Wenn es etwas ist, was man überspielen kann, dann tut man das auch."
Teammate Defensive Lineman Justin Smith erzählte letzten Monat, dass er die Saison 2013 ebenfalls verletzt gespielt hätte, und zwar mit einer Schulterverletzung, die er sich im Training Camp zugezogen hatte. Das Problem musste in dieser Offseason operativ behandelt werden, aber die 49ers machten letzte Saison nie ein Problem daraus.
Sagte Kaepernick: "Ich denke, dass das die Spieler sind, die wir im Team haben: Niemand lässt sich von etwas Kleinem, etwas das keine echte Verletzung ist, vom Feld abhalten. Du wirst Schmerzen haben, ja. Du wirst ein Zwicken und Probleme spüren. Aber du bist Footballspieler, das kannst du überspielen."
Quelle: Matt Barrows (Sacramento Bee, 19.08.2014)
Ein abgesplitterter Knochen und eine gerissene Kapsel im Fuß sind schon eine recht gute Erklärung für seine schwache Leistung gegen die Colts.
Zitat von: zugschef am Di, 19. Aug. ’14, 16:26
Ein abgesplitterter Knochen und eine gerissene Kapsel im Fuß sind schon eine recht gute Erklärung für seine schwache Leistung gegen die Colts.
Das Spiel hätten wir auch mit McCoy wegschenken können.
Es ist schon ok, wenn mal auf die Zähne gebissen wird und man nicht bei jeder kleinen Verletzung gleich ausfällt. Oftmals ist es ja auch die Entscheidung, ob ein Einsatz nur Schmerzen verursacht (dann gibts halt Schmerzmittel) oder ob die Gefahr besteht, dass die Verletzung schlimmer wird (dann sollte man pausieren). Wenn aber das Spiel beeinflusst wird, dann muss man sich schon fragen, ob man dem Team dann hilft.
Muss man immer im einzelfasll entscheiden: grundsätzlich gilt schon beim Football der Frage: "Bist du verletzt oder tut es nur weh?"
So what, war letztes Jahr, wobei: wenn ich mich recht erinnere, war das doch im Herbst bekannt oder habe ich das nur geträumt?
Zitat von: snoopy am Di, 19. Aug. ’14, 16:48
Muss man immer im einzelfasll entscheiden: grundsätzlich gilt schon beim Football der Frage: "Bist du verletzt oder tut es nur weh?"
So what, war letztes Jahr, wobei: wenn ich mich recht erinnere, war das doch im Herbst bekannt oder habe ich das nur geträumt?
Es gab Gerüchte, aber nichts genaues wusste man nicht.
Immerhin hat er es nicht während der Saison als Entschuldigung aus dem Hut gezogen, dafür Hut ab.
Die Frage bleibt aber weiterhin: Wie stark beeinträchtigt solche Verletzung einen QB
a) beim Werfen - vermute "ein wenig"
b) beim Laufen - vermute "sehr stark"
Was meiner Meinung nach zwar die - für seine Begriffe - schwachen Laufleistungen am Anfang der Saison erklärt, aber nicht seine Wurfleistung. Bzw. welcher Fuß war es und wie hat sich das wirklich beim Wurf ausgewirkt?
Also die Beinarbeit ist bei den NFL Quarterbacks eine oft zitierte Problemzone der Rookies und jener, die Probleme mit der Wurfmechanik haben, und eine derartige Verletzung bereitet in dieser Hinsicht garantiert Probleme.
stimmt
Fuß, Finger und Schulterverletzungen beeinträchtigen immer die Wurfmechanik.
Kaep beeindruckt mich immer wieder. Viele andere hätten da letztes Jahr rumgejammert.
für mich ein klares zeichen dafür wie schwierig es zum teil ist die leistungen der spieler/coaches wirklich von der ferne einzuschätzen wenn uns solch grundlegende informationen fehlen...
Zitat von: stevey am Mi, 20. Aug. ’14, 14:21
für mich ein klares zeichen dafür wie schwierig es zum teil ist die leistungen der spieler/coaches wirklich von der ferne einzuschätzen wenn uns solch grundlegende informationen fehlen...
Unterschreibe ich genau so!
Zitat von: Sanfranolli am Di, 19. Aug. ’14, 17:49
Immerhin hat er es nicht während der Saison als Entschuldigung aus dem Hut gezogen, dafür Hut ab.
Da stimme ich Dir zu :)