Heath Clary von Bleacher Report gibt denen Contra, die Jim Harbaugh als Niner-Coach tot reden:
Das war bislang eine harte Saison für Jim Harbaugh und die San Francisco 49ers. Schon am 7. September, vor dem ersten Saisonspiel, schrieb NFL.com's Ian Rapport, dass Harbaugh dabei sei, seinen Locker Room zu verlieren. Harbaugh tat derartige Berichte als "einen Haufen Mist" ab, dennoch spielen die 49ers derzeit ihren schlechtesten Football der Harbaugh-Ära. Mit einem 7-5-Record sind sie nur dritter in der NFC West.
Und was die Sache noch schlimmer macht: Am Thanksgiving Day erreichten sie gegen die Seattle Seahawks ihren Tiefpunkt, als sie in allen Aspekten des Spiels bei der 3-19-Niederlage dominiert wurden.
Nach dem Spiel tweetete CEO Jed York eine Entschuldigung an die Fans. Wenn das Management sich entscheidet, das Team öffentlich zu kritisieren, dann sollte es auch bereit sein, selbst einen Teil der Schuld auf sich zu nehmen und nicht alle auf Harbaugh zu schieben.
Die Offense war der schlimmste Teil - Colin Kaepernick kam auf sein schlechteres Output mit nur 121 Yards. Die Offense als Gesamtes kam nur auf 164 Yards - Saison-Minusleistung. Die 49ers werden die Playoffs wohl verpassen und jetzt macht das Gerücht die Runde, Harbaugh werde nach dieser Saison gefeuert. Aber ist es wirklich fair, Harbaugh verantwortlich zu manchen?
Auf der Oberfläche ist das totaler Wahnsinn. Jedes Team hat seine schlechten Jahre und deshalb sollte Harbaugh deshalb keine Sorge haben müssen, seinen Job zu verlieren - nur wegen einer schwächeren Saison. Doch offenbar geht es eben nicht nur um schlechte Leistungen auf dem Feld. Es wird viel über sein schlechtes Verhältnis zu den Besitzern und zum Front Office geredet. Und das ist einzig und allein der Fall, weil hier grosse Egos aufeinandertreffen.
Harbaugh brachte die 49ers in seinen ersten drei Spielzeiten jeweils ins NFC-Championshipgame. Und in der zweiten Saison in den Super Bowl, den man nur um Haaresbreite gegen die Baltimore Ravens verlor. Klar, diese Saison ist eine Enttäuschung. Aber es ist nicht so schlecht, wie das Management es erscheinen lässt. Das Team hat einen Winning Record, und auch wenn der nicht auf schöne Weise zustande kam - das ist doch egal. NFL-Coaches werden bezahlt, um zu gewinnen und nicht, um schön zu gewinnen. Mit grossem Vorsprung zu siegen, ist nur ein Bonus.
Das 49ers-Front Office ist so besorgt, dass Harbaugh ihm den Ruhm wegnimmt, dass es vergisst, wie erfolgreich Harbaugh eigentlich ist. Noch nie zuvor hat ein NFL-Coach in seinen ersten drei Spielzeiten immer das Championship-Game erreicht, aber bei den 49ers tut man so, als ob Harbaugh einen schlechten Job macht.
Es gibt natürlich Fragen, was das Play calling angeht, das Frank Gore weniger Carries gibt als zuvor. Aber es macht auch Sinn, dass man das Zugpferd nicht überarbeitet. Das Front Office nimmt Harbaugh als selbstverständlich hin, und es muss verstehen, wie schwer das ist, was er erreicht hat. Es ist völlig normal im Sport, dass man auch Rückschläge erleidet, und das muss allen klar sein.
Kaepernick ist immer noch sehr jung und relativ unerfahren. Und 2014 war er nicht furchtbar. Sein Passer-Rating von 87,7 haut niemandem vom Hocker aber er liegt vor einigen ziemlich respektierten Qbs wie Matt Stafford, Cam Newton und Nick Foles.
San Francisco sollte 2014 als schlechtes Jahr abhaken und sich auf die nächste Saison konzentrieren. Harbaugh zu feuern wäre ein monumentaler Irrtum. Die 49ers müssen wieder schätzen lernen, was er erreicht hat, wie schwer es ist, Erfolg dauerhaft zu machen, wenn man die Latte so derart hoch gelegt hat. Und dann muss man versuchen, es 2015 in den Super Bowl zu schaffen.
Quelle: Heath Clary, Bleacher Report, 29.11.
Etwas einseitig aber interessant! Kommentare dürfen ja auch einseitig sein. Er lässt die Tatsache weg, dass so viele Aspekte sich zurück zu entwickeln scheinen (aber vielleicht ist das einfach so in schlechten Saisons - die Team-Mechanik ist kompliziert und ein stockendes Zahnrand hält andere auf). Und wir haben enorm viele Verletzte.
Aber er stellt zwei interessante Fragen: Erwarten wir mehr, als realistisch ist? Und ist Baalke nur neidisch? Erstaunlicherweise unterstellt er auch Jed York ein grosses Ego. Mir wäre das bislang nicht aufgefallen, Jed hält sich relativ bescheiden im Hintergrund für einen Owner, finde ich.
Meinungen?
Es gehört aber auch zum Job eines Trainers, auf gravierende Leistungsabfälle zu reagieren. Die Schwächen und immer wieder schwankenden Leistungen der Offense fingen schon letztes Jahr an. Und wer weiß - wenn es wirklich so sein sollte, dass Harbaugh sich vehement weigert, da auch personaltechnisch was zu unternehmen, könnte ich den Unmut von York und Baalke verstehen.
Eingedenk des FOX Artikels vor einigen Wochen, könnte es also sein (zugegeben - alles Spekulation), dass Harbaugh ein dermaßen großes Ego hat, dass er manches oder vieles aus Prinzip nicht tut - sei es, sich auf Diskussionen einlassen oder ein Staff-Mitglied zu feuern.
Da ist schon was Wahres dran. Manche werden schnell verwöhnt und neigen zur Kurzsichtigkeit. Ich hab die zehn trostlosen Jahre schon noch gut in Erinnerung und finde auch nicht, dass wir mehr erreichen hätten müssen. Wir hatten vor Harbaugh ähnliches Spielermaterial und haben verhältnismäßig nichts erreicht. Wirklich schlecht gecoacht haben wir vor Harbaugh zu Genüge erlebt. Was hier in drei Jahren erreicht wurde, ist schon fast beispiellos und nachhaltig stehen die Zeichen endlich wieder auf Erfolg. Andere wären ja wirklich froh sich so zu einem 7-5 würgen zu können und wenn ich teilweise externen Neutralen erzähle, wie scheiße es heuer ist, schauen die mich nur wie ein Auto an. Wir sind hier ja auch nicht im Fußball, wo jedem das Gesicht auf halb 6 hängt, wenn man das Ziel mal nicht erreicht. Das NFL System ist anders und da zählt es mehr Rückschläge hinzunehmen und Kompromisse einzugehen, um langfristig weiterhin Erfolg haben zu können. Und selbst ohne Salary Cap gelingt das nicht auf Teufel komm raus. Da sind wir schon auch etwas verwöhnt, Rückschläge gehören bei den besten Teams dazu und trotzdem sind wir nachhaltig auf Erfolg getrimmt. Sorgen macht mir die Art und Weise, wie von außen Unruhe reingetragen wird und Fans das auch teilweise abkaufen. Der normale Weg wäre jetzt Roman zu feuern. Allerdings, falls Harbaugh wirklich so stur ist und das nicht zulässt bzw. extra einen auf Van Gaal oder Mourinho macht, sind die Bedenken berechtigt, ob das langfristig gut geht. Man liest aber viel, wenn der Tag lang ist, vor kurzem hieß es noch Baalke kommt mit Harbaugh nicht klar, gestern hieß es in einem Artikel Baalke war lange Zeit der einzige Rückhalt für Harbaugh bei den Verantwortlichen. Ich neige trotz der berechtigten Enttäuschung, die auch bei mir einschlägt, immer noch dazu nicht so schwarz zu malen und das Geschaffene als sehr positiv zu sehen. Ich glaube aber eh, dass Harbaugh wegen den externen Geschichten usw. langsam keinen Bock mehr hat auf eine Verlängerung und man sich nach der Saison sauber trennt.
Die Frage ist doch,ob die Verantwortlichen wissen woran es liegt,das die Offense nix mehr zu stande bringt. Kann man dann dagegen steuern oder wissen sie es auch nicht,warum es net funzt? Liegt es an der Oline? Ist Ck einfach nur Scheiße? Ist das,was man sich Spieltechnisch vorgenommen hat nur mies? Wenn sie wissen woran es liegt,sollten sie was dagegen unternehmen. Momentan scheinen sie aber auch net zu wissen wo man de Schrauben nachstellen soll.
Wenn der Chef aber eine gewisse Attraktivität erwartet und verlangt ist das auch sein Recht. Immerhin hat man für viel Geld ein teures Stadion gebaut und Sponsoren geködert, die nun was anderes sehen als gedacht. Dafür sind NFL Teams nunmal auch Unternehmen, dass darf man nicht vergessen.
Harbaugh hat definitiv eine Chance verdient das Schiff wieder auf Kurs zu bringen.
Aber will er das überhaupt oder ist er bereit dazu entsprechende Veränderungen vorzunehmen? Gezeigt das er auch durchgreifen kann hat er in Stanford gezeigt.
Er hat zu seinen bisher fraglosen Erfolgen nun die Möglichkeit zu zeigen ein rundum kompletter Coach zu sein.
Ich denke, Harbaugh ist ein toller Coach. aber es würde ihm gut zu Gesicht stehen, wenn er die Probleme zum Anlass nähme, sich zwischenmenschlich ein Stück weiter zu entwickeln. das wäre intelligent.
Dillinger hat da schon Recht ! Schaut auch doch das best gecoachte Team an, dieNew England ! Die waren am Beginn der Saison in der Offense genauso schlecht ! Tom Brady hat gesagt, man hat sich dann zusammen gesetzt und Dinge geändert !
Wo stehen die jetzt !
Auf der anderen Seite, steht jedem guten Team auch eine schlechte Zeit zu und das der HC seinen Lockerroom voll im Griff hat ist für ein Faktum ! Klar gibts Spieler die vielleicht mit manchen nicht so zufrieden sind und im Misserfolg kommen dann Dinge hoch von denen man ansonst nichts hört ! Und genauso sehe ich es auf der QB Position, ich kann mich noch erinnern wie hier von manche Alex Smith in den Dreck gezogen haben ! Am Ende lags daran dass er doch etwas länger Zeit und den richtigen Coach gebraucht hat.
Mir kann doch keiner Sagen, dass C.J von heute auf morgen das werfen verloren hat. Und von seinen Ansätzen ist er auch ein optimaler QB für Shotgun ! Nehmen wir das Cardinals Spiel mal raus, wir beginnen mit einer No Huddle Offense meist in Shotgun. Sollte ich einen Blödsinn schreiben, bitte mich korrigieren. Dann setzen wir uns von den Cards ab, stellen das Spiel auf Running Game um. Frank Gore kommt nicht durch ! Und dann stellen wir wieder um auf SG und da geht dann auch nichts mehr !
Warum ist man von seinem Gameplan abgewichen, nur wenn mit ein paar Punkten führt ??? Es stimmt schon am Ende an der Aussage, diese Offense hat keine Identität! Und am Ende kommt dann das Wort des Jahres zu tragen : *Nibelungentreue*
Zitat von: Supertommy am So, 30. Nov. ’14, 12:43
Dillinger hat da schon Recht ! Schaut auch doch das best gecoachte Team an, dieNew England ! Die waren am Beginn der Saison in der Offense genauso schlecht ! Tom Brady hat gesagt, man hat sich dann zusammen gesetzt und Dinge geändert !
Wo stehen die jetzt !
JH sagt ständig, dass man sich hinterfragt. Das Resultat ist nicht annähernd so wie in NE. Dazu kommt, dass die Pats einen echten Leader in der Offense haben, der den 49ers fehlt.
Ich glaube aber weiterhin, dass der Verbeib von JH zu einem großen Teil bei ihn selbst liegen wird. Er ist ein Teil des Problems und er muss somit auch zur Lösung beitragen - auch mit Veränderungen seiner bisherigen Standpunkte.
Genau das fehlt bei uns. Hier setzt sich irgendwie niemand zusammen. Das ist jetzt JH Aufgabe, die Dinge zu ändern. Er ist ein großer Coach. Ob er das Zeug zur Legende hat, entscheidet sich jetzt.
Wie sieht es denn überhaupt aus, PO's ohne die 49ers, wie lange ist denn angedacht sich auf einen neuen Vertrag mit JH zu einigen?
Wann wird Michigan einen neuen HC bekannt geben wollen?
Wie lange kann Baalke und York warten bis JH ja oder nein sagt?
Morgen in vier Wochen ist der Montag!
Wie lange geht Chucky's Vertrag noch bei espn?
Das sind Sachen die mich beschäftigen, vor allem wenn bis Mittwoch keine Aussage kommt das etwas radikal geändert wurde, das wir einen neuen / Übergangs OC haben/ bekommen, Blaine Gabbert gegen Oakland startet. Oder JH selbst als QB auf läuft. Irgendwas halt nur nicht gar nix...
Beim Spiel Ohio State vs. Michigan wurde kurz vor Ende der AD von Michigan mit dem Handy in der Hand gezeigt. Der saloppe Kommentar des Kommentatoren:
Now he calls Harbaugh! ;)
Zitat von: Fritzini am So, 30. Nov. ’14, 15:04
Wie lange geht Chucky's Vertrag noch bei espn?
gruden? wirklich jetzt?
Zitat von: Duke am So, 30. Nov. ’14, 15:37
Zitat von: Fritzini am So, 30. Nov. ’14, 15:04
Wie lange geht Chucky's Vertrag noch bei espn?
gruden? wirklich jetzt?
Ich glaube auch nicht das er ein Team aufbauen kann aber er hat doch schon mal ein Team welches von einem anderen HC aufgebaut wurde zur VLT geführt. Kann er gerne nochmal tun aber dann in 2015. Danach ist das "Fenster" ohnehin erstmal zu, wenn es das nicht jetzt schon ist.
Zitat von: Fritzini am So, 30. Nov. ’14, 16:05
Zitat von: Duke am So, 30. Nov. ’14, 15:37
Zitat von: Fritzini am So, 30. Nov. ’14, 15:04
Wie lange geht Chucky's Vertrag noch bei espn?
gruden? wirklich jetzt?
Ich glaube auch nicht das er ein Team aufbauen kann aber er hat doch schon mal ein Team welches von einem anderen HC aufgebaut wurde zur VLT geführt. Kann er gerne nochmal tun aber dann in 2015. Danach ist das "Fenster" ohnehin erstmal zu, wenn es das nicht jetzt schon ist.
das stimmt natürlich, so herum hatte ich das gar nicht betrachtet.
Zitat von: reagan - The Left Hand am So, 30. Nov. ’14, 14:39
Genau das fehlt bei uns. Hier setzt sich irgendwie niemand zusammen. Das ist jetzt JH Aufgabe, die Dinge zu ändern. Er ist ein großer Coach. Ob er das Zeug zur Legende hat, entscheidet sich jetzt.
Das "Problem Roman" bzw. die Entwicklung von Spielern, beispielsweise der WR (Thema Position-Coaches), gibt es aber schon seit mindestens dem Vorjahr. Hat es da bis jetzt eine Veränderung gegeben? Genau DAS Kreide ich JH am meisten an. Entweder ist er wirklich zu kurzsichtig oder zu stur um hier was anzupacken. Für diese Saison ist es für großartige Änderungen schon zu spät. Sicherlich hat man rein rechnerisch noch Chancen auf die PO, aber realistisch ist das nicht mehr.
JH müsste das als HC schon viel früher gesehen haben - ich spreche vom nicht funktionierenden O-System - wenn er wirklich ein so grosser Coach sein sollte wie viele hier meinen.
Ich bin wirklich auf die kommenden Tage bzw. Wochen gespannt, wie oder ob JH hier reagiert.
Sein Bruder John hat es vor zwei Jahren vorgemacht wie es funktionieren könnte.
Bill Belichick
Zitat von: frontmode am So, 30. Nov. ’14, 14:31
Zitat von: Supertommy am So, 30. Nov. ’14, 12:43
Dillinger hat da schon Recht ! Schaut auch doch das best gecoachte Team an, dieNew England ! Die waren am Beginn der Saison in der Offense genauso schlecht ! Tom Brady hat gesagt, man hat sich dann zusammen gesetzt und Dinge geändert !
Wo stehen die jetzt !
JH sagt ständig, dass man sich hinterfragt. Das Resultat ist nicht annähernd so wie in NE. Dazu kommt, dass die Pats einen echten Leader in der Offense haben, der den 49ers fehlt.
Ich glaube aber weiterhin, dass der Verbeib von JH zu einem großen Teil bei ihn selbst liegen wird. Er ist ein Teil des Problems und er muss somit auch zur Lösung beitragen - auch mit Veränderungen seiner bisherigen Standpunkte.
Naja, klar Brady ist ein Leader, der wirft aber diese Saison auch IC die so wie die erste von Colin gegen die Hawks war ! Aber keine Frage er ist ein Leader ! Und Bill Belichick ist ein Mastermind ! Der aus jeden QB das maximum rausholen kann !
Für mich als Laien ist einfach nur interessant, was man dann ändert damit es auf einmal läuft, was umgestellt wird, wo man die Hebel ansetzt !
Zitat von: stig49 am So, 30. Nov. ’14, 09:34
Aber er stellt zwei interessante Fragen: Erwarten wir mehr, als realistisch ist? Und ist Baalke nur neidisch? Erstaunlicherweise unterstellt er auch Jed York ein grosses Ego. Mir wäre das bislang nicht aufgefallen, Jed hält sich relativ bescheiden im Hintergrund für einen Owner, finde ich.
Die erste Frage würde ich mit "Ja" beantworten. Aufgrund der Erfolge der letzten drei Jahre meinte man, dass es so weiter gehen wird. Allerdings hat das Team meiner Meinung nach einfach nicht mehr das Talent der letzten Jahre. Einige Leistungsträger sind alt geworden und spielen nicht mehr auf dem Niveau von früher: Frank Gore, Justin Smith und auch Vernon Davis. Auch Anquan Boldin ist nicht mehr ganz so gut wie vor einem Jahr, würde ich behaupten. Dazu gibt es sehr viele Verletzte. Wenn man fast die gesamte Saison auf Bowman, Willis, Aldon Smith verzichten muss, dann spürt man das.
Dazu kommen aber die Probleme, die von außerhalb herangetragen werden und die offensichtlich Auswirkungen auf das Team haben. Es stimmt nicht mehr zwischen Harbaugh auf der einen Seite und York/Baalke auf der anderen Seite. Die Spieler wissen, dass es wahrscheinlich das letzte Jahr von Harbaugh bei den 49ers ist. Wenn ich lese, dass Baalke die Umkleidekabine in das Levis Stadium verlegen wollte und Harbaugh dagegen war, dann ist es eine Sache. Aber das es dazu geführt hat, dass es jetzt zwei Kabinen gibt und die eine wird von vielen Veteranen benutzt und in der anderen Kabine sitzt der Rest der Mannschaft, dann hat der Streit zwischen Baalke und Harbaugh auch auf das Team einen Einfluss. Es kann nicht gesund sein, wenn es in einem Team zwei Lager gibt?
Und alles zusammen sorgt dafür, dass die 49ers noch nicht mal die Playoffs erreichen werden.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass York auf das falsche Pferd setzt. Harbaugh mag schwierig sein, aber er ist einer der Top 5 Coaches der NFL. Und so einer ist ganz, ganz schwer zu ersetzen. Möglicherweise steht der Nachfolger mit Jim Tomsula bereits fest. Ich mag den. Aber ob er es in der NFL als Head Coach schafft? Harbaugh hat es geschafft sehr gute Coaches um sich zu versammeln, auch wenn aktuell alle Roman kritisieren. Ich denke nicht das ein Tomsula das Standing eines Harbaugh hat. D.h. auch der Coaching Staff wird deutlich schlechter sein als unter Harbaugh. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Vic Fango unter einem Jim Tomsula bleiben wird. Ich mache mir auf jeden Fall ziemliche Sorgen um die 49ers in den nächsten Jahren.
Wo stand denn die Story mit den Kabinen?
Maiocco spricht auch gerade von einem irreperablen Zerwürfnis, ohne es spezifizieren zu können.
Michigan hat gerade HC Brady Hoke gefeuert.
Maiocco meint, dass Harbaugh aber eine Lombardi Trophy will und nicht zurück ans College gehen würde.
Zitat von: frontmode am Di, 2. Dez. ’14, 21:20
Wo stand denn die Story mit den Kabinen?
Maiocco spricht auch gerade von einem irreperablen Zerwürfnis, ohne es spezifizieren zu können.
Kawakami Twitter:
1 tiny Harbaugh/mgmt issue: He wanted to keep old locker room next to practice field. Baalke wanted full-time move to stadium locker room...
Compromise: 49ers now have 2 regular locker rooms, which has split the team literally. Several vets stay in old room, everybody else in new.
hab bei der Nachricht von Hokes Entlassung auch schnell mal gegoogelt wie wahrscheinlich das ist :D auch John Harbaugh wurde da als Kandidat genannt - bin mal gespannt...
Das ist echt strange - und trennt das Team zunächst physisch und wer weiß, was da für Dynamiken entstehen.
Es gibt lauter kleine Puzzlesteine, die in Summe durchaus Sorgen bereiten können.
Das mit den Kabinen ist doch Blödsinn. Warum kann man da nicht eine nutzen? Als ob die Spieler nicht in die neuen gegangen wären. ..
Ich glaube ja nicht alles, was die Medien über den Konflikt zwischen Harbaugh und dem Front Office schreiben, aber irgendwie machen einem so diese Mosaiksteinchen schon etwas sorgen.
Nimmt man diese Story des Lockers... wäre es wirklich eine Niederlage für Harbaugh, wenn er da nachgegeben hätte?
Eine Entlassung von Roman wäre sicherlich eine Niederlage, aber doch das andere nicht... Passt aber dazu, dass wohl Harbaugh wenn herausgefordert ein ziemlich unangenehmer Typ ist...
Jack Harbaugh hat glaube ich mal in einem Interview gesagt, dass wenn man John und Jim die Aufgabe stellt auf die andere Seite einer Wand zu kommen, dann würde John 10 Wege um die Wand finden und Jim finde 10 Wege durch die Wand.
Es gelingt in diesem ganzen Theater den 49ers und Harbaugh nicht, ein positives Zeichen zu setzen. Bspw. ein wirklich gutes Spiel, eine Verlängerung des Vertrages, eine etwas andere Kommunikation von Harbaugh, ev. wirklich die Entmachtung von Roman, usw. einfach etwas, was den Medien nicht eigentlich nochmals die Bestätigung gibt, dass der Krach da ist...
Ich blick bei der ganzen Sache nicht mehr durch. Harbaugh hat als Headcoach die oberste sportliche Entscheidungskraft. Er reagiert aber nicht, zumindest nicht personell. Das gibt mir zu denken und stellt mir Fragen in den Raum.
- stellt er seine loyalität zu seinen Trainern über den Erfolg der Mannschaft auf dem Feld?
- interessiert ihn das Ergebnis auf dem Feld schlichtweg nicht mehr, weil er abgeschlossen hat?
- Hat man ihm von oben in seiner "Macht" beschnitten, das er nix machen kann?
- ist das Team einfach nicht besser und er will sie durch öffendliche Kritik nicht noch schwächen?
- hat er die "Taktik" für die Saison vorgegeben, die war falsch, und nun ist er zu "eitel", die zu ändern?
- ist er schlichtweg überfordert und sieht die Probleme nicht, bzw. findet er keine Lösungen?
- gibt es einen Bruch zwischen dem Team und ihm?
Die einzigste Frage, die ich mir ganz sicher beantworten kann ist, ob es gut läuft bei unserem Team. Das kann ich klar mit nein beantworten.
Zitat von: Plummer50 am Di, 2. Dez. ’14, 21:15
Dazu gibt es sehr viele Verletzte. Wenn man fast die gesamte Saison auf Bowman, Willis, Aldon Smith verzichten muss, dann spürt man das.
Eben nicht – bzw. nicht in dem Ausmaß, in dem man/ich es erwarten würde. Die Defense hat mit Abstand die meisten Verletzten, und trotzdem ist sie nicht unser Hauptproblem. Ich behaupte: stünden wir jetzt mit der selben 7–5-Bilanz da, weil unsere Defense die Spiele versaut hat, obwohl die Offense genug punktet, dann würde man das mit Fingerzeig auf die Verletztenliste mehr oder weniger klaglos hinnehmen.
agree
Und gerade da sieht man doch, dass es nicht im ganzen hakt, sondern speziell in der Offense.
Und hier ist der Ansatz "Loyalität zu seinen Trainern" zumindest bedenkenswert.
Alleanderen Ansätze von Sean kann ich nicht nachvollziehen bzw. hat JH selber schon widerlegt.
Ich finde auch, dass man es nicht auf das Talent schieben kann. Die Spiele gegen Bears, Cardinals und Rams hätte man allesamt gewinnen müssen. In ersteren beiden waren es saudumme Penalties (unter anderem von Veterans wie Boldin), und gegen die Rams war es ein kollektives Versagen der Offense, die dem Team die Niederlagen einbrachten. Das hat rein gar nichts mit Talent zu tun.´
Also selbst wenn das Talent abgenommen hat, ist es nicht der ausschlaggebende Faktor für die Niederlagen. Überlegt mal gegen welche Teams die Niners gewonnen haben: Cowboys, Eagles und Saints. Das sind keine Lulus. Auch die Saints nicht, denn immerhin haben die die Packers mit 44-23 in Woche 8 abgeschossen.