Safety Colin Jones ist ein Geschenk an Special Teams Coordinator Brad Seely, der in seiner langen erfolgreichen Karriere immer drauf zählen konnte, zwei oder drei Spieler nur für sich zu haben. Baalke sagt, Jones könne mit seiner 4.4-Geschwindigkeit ein "Elite-Specialteamer" werden. Und Special Teamer bräuchten keine lange Lernzeit - sie würden sofort zeigen, was sie wert sind.
"Man sieht es auf dem Film, dass er die Special Teams liebt. Er ist der erste der tackelt und am Boden ist. Er hat auch eine Chance als Strong Safety, aber sein Weg in unser Team führt über die Special Teams". Zudem hält Baalke auch eine Rolle als Dime Linebacker in der Defense für denkbar - eine Position, die auch Ex-Safety Michael Lewis gespielt hat.
Trent Baalke hat zwei Lieblingsbezeichnungen für Fullbacks, so wie Bruce Miller, der Seventh-Round-Pick, ihn spielen soll: "Allesversucher" oder "Schmutzvögel". Die meisten Fullbacks in der NFL zeichnen sich nämlich nicht durch herausragende Fähigkeiten aus. Und bei Bruce Miller glaubt Baalke, dass er der schmutzigste der Schmutzvögel werden könnte. Miller war ein erfolgreicher Defensive End in der Conference USA, aber es fehlt ihm an Körpergrösse und an Tempo. In den Filmclips sieht man, wie er Tackles attackiert bis er es doch noch zum QB schafft. Und das gelingt ihm, wie Baalke bewundernd anmerkt, mehr mit Zähigkeit als mit Talent. "Da ist nichts Überwältigendes an seinem Rush, aber der Junge schafft eine Menge nur mit Einsatz". Ein Wechsel von DE auf Fullback sei auch nichts Neues - Erik Lorig habe daselbe letzte Saison als Rookie in Tampa Bay geschafft. "Miller ist so, wie wir unsere Spieler wollen", so Baalkes Fazit. "Er ist richtig verkabelt - bei jedem Snap bringt er 100 Prozent".
Baalke hat schon mal die Karriere eines Offensive-Lineman angeschoben, der wir Seventh-Round-Pick Guard Mike Person aus einem kleinen College kam: Das war Guard Adam Timmermann, der zum All Pro wurde. Baalke empfahl in damals den NFL Scouts, und so wurde Timmermann in der siebten Runde gedraftet. Wie bewertet er einen Spieler, der gegen schwächere Gegenspieler antritt? "Man sucht sich Spieler, die auf diesem Level kaum je einen Zweikampf verlieren. Man sucht jemanden, der dominiert und es sieht einfach aus". Baalke stellte Persons Balancegefühl, seine gute Fussarbeit und seinen Willen, Blocks zu bis zum Ende zu halten, heraus.
Als Baalke über den letzten Draftpick der Niners, CB Curtis Holcomb sprach, lächelte er zufrieden. Baalke freute sich, als ESPN Draft-Guru Mel Kiper an seinen Papiern zu fummeln begann, als die Niners Holcomb holten. Kiper hatte Holcomb nicht mal bewertet.
Was Baalke an Holcomb auffiel, wurde zum interessantesten Teil dieser Filmvorführung, findet Eric Branch: Holcombs Pro Day war mit einem Plus eingestuft worden - das gibt es für beeindruckende Vorstellungen. Für alle Plus-Bewertungen gab es weitere Bewertungen, und wer übrig blieb, wurde Baalke und Director of Player Personnel Tom Gamble vorgelegt. Beiden fiel vor allem Holcomb auf - weil er ein beeindruckender Athlet mit ausgewöhnlichen Anlagen ist. Warum sollt man ihm in der siebten Runde nicht eine Chance geben? "Er war vier mal der Teamcaptain", erzählt Baalke, "noch jemand, der richtig verkabelt ist".
Quelle: Eric Branch, SRPD-Blog, 12.5.
Zitat von: stig49 am Fr, 13. Mai. ’11, 12:56
Trent Baalke hat zwei Lieblingsbezeichnungen für Fullbacks, so wie Bruce Miller, der Seventh-Round-Pick, ihn spielen soll: "Allesversucher" oder "Schmutzvögel". Die meisten Fullbacks in der NFL zeichnen sich nämlich nicht durch herausragende Fähigkeiten aus.
oh man, als ob nichts dazu gehören würde, den richtigen block im richtigen moment am richtigen spieler perfekt zu spielen ::)
ist "Bodensatz" nicht ein klitzeminikleinwenig abwertend für late round picks?
Zitat von: kryssow am Fr, 13. Mai. ’11, 18:46
ist "Bodensatz" nicht ein klitzeminikleinwenig abwertend für late round picks?
Klar - aber muss ja nicht soo ernst nehmen... :peace: