Autor Thema: Warum der Gase-Deal platzte  (Gelesen 6665 mal)

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Warum der Gase-Deal platzte
« am: 16. Feb. 15, 11:06 »
Während der Suche nach einem neuen Headcoach gab es erste Berichte, dass die 49ers und der damalige Offensive Coordinator der Broncos Adam Gase bereits eine Vereinbarung hatten. Diese kamen, nach dem Baalks und Gase über sieben Stunden miteinander gesprochen hatten.

Dann kam aber alles anders und die Gespräche waren abrupt beendet. Und dafür gab es einen knallharten Grund.

Es gab derzeit mehrere Berichte (aus dem Umfeld von Gase), die hartnäckig behaupteten, dass die 49ers Gase während des Gesprächs den Job angeboten hätten und es nur noch wenige Details zu klären gab. Aber am Ende konnte man diese nicht klären, die Gespräche wurden abgebrochen, Baalke flog nach Hause und kurz danach bekam Tomsula den Job.

So wie kam es letztendlich dazu?

Gemäß mehrerer NFL Quellen standen Gase und Baalke tatsächlich vor einer Einigung, dass Gase die Nachfolge von Harbaugh antreten solle. Dies ging soweit, dass man sich bereits über den möglichen Staff unterhalten hatte und Gase war der Meinung, dass seine Kandidaten für die beiden Koordiantoren-Posten akzeptiert waren.

Gemäß der Quellen spielte der Name Tomsula in Bezug auf die Position des Defensive Coordinators keine Rolle.

Aber die Dinge änderten sich, nachdem Baalke am nächsten Morgen nach Hause geflogen war. Gase wurde danach darüber informiert, dass er den Job nur bekommen würde, wenn er Tomsula als Defensive Coordinator benennen würde. Keim Tomsula - kein Angebot

Gase lehnt diese umgehend ab und das war der Zeitpunkt, an dem die 49ers Tomsula zu ihrem neuen Headcoach machten.

Entsprechen war auch die Antwort von Gase, als Tomusla versuchte, ihn als Offensive Coordinator zu gewinnen: nein. Gase ging stattdessen in gleicher Funktion nach Chicago.

Was bedeutet dieses nun? Neben einem weiteren Fehltritt während der Suche nach einem neuen Headcaoch - welche natürlich in den Kreisen der NFL-Coaches seine Runde machte - standen die 49ers zu Tomsula, sie waren sich aber offensichtlich nicht sicher, wie sehr sie zu ihm stehen sollten.

Dann standen sie halbherzig zu Gase, waren aber nicht bereits für einen Deal, wenn dieser nicht das Gase/Tomsula Paket akzeptieren konnte.

Erst nachdem Gase sich aus dem Rennen verabschiedet hat, standen sie endgültig zu demjenigen, dem von vorneherein die besten Chancen nachgesagt wurden: Tomsula.

Quelle: Tim Kawakami
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Offline RedEagle7

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #1 am: 16. Feb. 15, 11:10 »
Wieso wollen die zwei nicht zusammen arbeiten? Gab es mal Ärger zwischen den zwei? Das hört sich ja irgendwie so an.

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #2 am: 16. Feb. 15, 11:13 »
Nein, nur vermutlich hatte Gase eigene Vorstellungen und keine Interesse, sich reinreden zu lassen. Zumal Tomsula keinerlei Erfahrung als Koordinator hat.
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Offline RedEagle7

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #3 am: 16. Feb. 15, 11:16 »
Achso okay. Da hat er aber meiner Meinung auch das Richtige gemacht.

Offline igor

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #4 am: 16. Feb. 15, 11:22 »
Einfach nur unglaublich, wie lächerlich man sich machen kann …
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Offline Obi4Niners

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #5 am: 16. Feb. 15, 11:37 »
Wie kam es bei Baalke wohl zu der Meinungsänderung? Hat er vorher schon gewusst, dass es ohne Tomsula nicht gehen würde und nicht den Mumm gehabt, es Gase ins Gesicht zu sagen oder wurde ihm "zu Hause" (von J.York?) der Kopf gewaschen, weil er Tomsula nicht mit ins Paket gepackt hatte?
« Letzte Änderung: 16. Feb. 15, 11:39 von Obi4Niners »

Offline Red Shadow

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #6 am: 16. Feb. 15, 11:38 »
Einfach nur unglaublich, wie lächerlich man sich machen kann …

Genauso sehe ich das auch! Traurig, aber jetzt kann man nur auf ein Wunder jenseits aller Wahrscheinlichkeiten hoffen. Bedenklich bleibt der Weg trotzdem, den York (in erster Linie) und Co. gehen. So viel übrigens auch zum Thema Tomsula war der absolute Wunschkandidat ::)! Sehr glaubwürdig alles.

Offline zugschef

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #7 am: 16. Feb. 15, 12:03 »
Einfach nur unglaublich, wie lächerlich man sich machen kann …
Tja, so schaut's aus. Der Gipfel ist für mich nach wie vor, dass Jed weiterhin lügt und behauptet, dass es eine einvernehmliche Trennung gewesen wäre, und das nachdem er ja so sehr darauf bedacht ist mit Klasse zu gewinnen. Wäre ich kein Fan der Niners, sondern stünde ihnen neutral gegenüber, würde ich sie ab jetzt auf meine "Dislike-Liste" setzen.

Offline TheBeast

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #8 am: 16. Feb. 15, 12:16 »
Einfach nur unglaublich, wie lächerlich man sich machen kann …
Wäre ich kein Fan der Niners, sondern stünde ihnen neutral gegenüber, würde ich sie ab jetzt auf meine "Dislike-Liste" setzen.

Das eigentlich nicht. Eher gemeinsam mit den Raiders (insbesondere des späten Al Davis) und den Jets unter Ryan sowie den Bucs auf die Witzfiguren - Liste. Die vermittel(te)n auch alle den Eindruck, dass nicht nur die ganze Liga über sie lacht, sondern sie das auch selbst noch nicht einmal mitkriegen.

Offline Candlestick

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #9 am: 16. Feb. 15, 12:18 »

Wie kam es bei Baalke wohl zu der Meinungsänderung? Hat er vorher schon gewusst, dass es ohne Tomsula nicht gehen würde und nicht den Mumm gehabt, es Gase ins Gesicht zu sagen oder wurde ihm "zu Hause" (von J.York?) der Kopf gewaschen, weil er Tomsula nicht mit ins Paket gepackt hatte?

Also ersteres schließe ich aus. Niemand redet mit einem Kandidaten 7 Stunden über Dinge wovon man schon weiß, dass die so nicht möglich sind.

Ich denke Gase war der absolute Favorit von Baalke und York hat dazwischengefunkt, alles andere macht keinen Sinn.

Womit auch logisch ist, warum Baalke so blank da stand. Der hatte ganz andere Pläne und musste plötzlich wieder bei Null anfangen.

York sollte echt besser Zirkusdirektor werden

Offline Cordovan

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #10 am: 16. Feb. 15, 12:21 »
Soviel zum PLAN, den York und Baalke hatten - nämlich keinen bzw. einen, den man im "Kinderzimmer" ausgekocht hat und dann damit in die große weite Welt rausgehen wollte. - Unfassbar wie naiv und weltfremd York hier agiert. :o
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

Offline Obi4Niners

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #11 am: 16. Feb. 15, 12:24 »
Es wäre schön, wenn irgendjemand dem York endlich seine Sandschaufel (Owner-Posten) wegnehmen würde, mit der er den anderen (den Niners) auf dem Kopf schlägt! ;D

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #12 am: 16. Feb. 15, 12:26 »
Kawakami ist bei dem Thema sehr eifrig, aber ich glaube auch, dass er gute Quellen hat. Der Verlauf spricht auch durchaus für diesen Ablauf der Geschehnisse.

Mir ist total unklar, welchen Narren die 49ers (oder vielleicht besser York) an Tomsula gefressen haben. Er ist sicher ein klasse Coach (ob Headcoach bin ich mir eben nicht sicher), aber die Zukunft der Franchise auf ihn zu verwetten halte ich für viel zu gewagt. Auch Gase wäre ein Risiko, klar. Aber mit aus meiner Sicht viel mehr Potential - und viel mehr Connections.

Aber eben auch mit eigenen Ansichten. Eine Eigenschaft, die bei den 49ers maximal als gewünschte Qualifikation im Ausschreibungstext für die Stelle steht, aber wehe, man hat diese Eigenschaft dann auch.

Der Laden stinkt und ich würde heut zu Tage vermutlich kein 49ers mehr werden.
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Offline snoopy

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #13 am: 16. Feb. 15, 12:26 »
Einen wirklichen Plan hatten die wohl nicht, standen aber (warum auch immer) wohl bei Tomsula im Wort als (mindestens) DC.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Offline Cordovan

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #14 am: 16. Feb. 15, 12:27 »
Tomsula wird einfach ein guter Maulwurf für York sein, wie er es schon auch bei JH war, darum die Job-Garantie für ihn und darum wollte ihn vielleicht auch Gase nicht im Staff haben.
« Letzte Änderung: 16. Feb. 15, 12:29 von Cordovan »
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

Offline snoopy

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #15 am: 16. Feb. 15, 12:33 »
Die Vermutung liegt nah.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Offline owl49er

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #16 am: 16. Feb. 15, 12:41 »
Tomsula wird einfach ein guter Maulwurf für York sein, wie er es schon auch bei JH war, darum die Job-Garantie für ihn und darum wollte ihn vielleicht auch Gase nicht im Staff haben.
Ihr merkt aber schon, dass dies alles immer aus einer Feder kommt?

Vermutlich ist da mehr als nur ein bisschen dran und sicherlich hat York damit den Ruf der Franchise auf Jahr(zehnt)e ruiniert, aber ALLES nehme ich Kawakami nicht ab. Er hat seine Meinung (zu der es sicherlich gewisse Ansatzpunkte gibt), stellt nun recht spärliche Fakten in den Raum, die er aber dann äußerst geschickt exakt in eben jene Richtung dreht  ::)
O-Ton Marcus Lindemann: "Das ist hier ein grotesk irreguläres Tor."

Offline Candlestick

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #17 am: 16. Feb. 15, 12:55 »

Tomsula wird einfach ein guter Maulwurf für York sein, wie er es schon auch bei JH war, darum die Job-Garantie für ihn und darum wollte ihn vielleicht auch Gase nicht im Staff haben.
Ihr merkt aber schon, dass dies alles immer aus einer Feder kommt?

Vermutlich ist da mehr als nur ein bisschen dran und sicherlich hat York damit den Ruf der Franchise auf Jahr(zehnt)e ruiniert, aber ALLES nehme ich Kawakami nicht ab. Er hat seine Meinung (zu der es sicherlich gewisse Ansatzpunkte gibt), stellt nun recht spärliche Fakten in den Raum, die er aber dann äußerst geschickt exakt in eben jene Richtung dreht  ::)

Der schlachtet die Chance gerade ordentlich aus, das sehe ich auch so. Das Leute das blind als wahr annehmen was er schreibt habe ich hier ja schon mal kritisiert.

Für mich bestärkt sich immer mehr, dass York in dem ganzen Spiel die treibende Feder ist und Baalke andere Pläne hatte. Anders gibt das keinen logischen Sinn.

Hier kann man dann natürlich im Kawakami-Style die Sache noch befeuern und fragen: warum übergeht York seinen GM so derartig für einen Positionscoach?

Gab es da ein Versprechen und wenn ja wofür? Damit wären wir wieder bei den Vorwürfen an Tomsula die Ratte für York gewesen zu sein.


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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #18 am: 16. Feb. 15, 12:57 »
Interessant auch ein Artikel von Kawakami aus dem Oktober 2010:

http://blogs.mercurynews.com/kawakami/2010/10/13/mike-singletary-jed-york-and-the-49ers-typical-rat-like-end-game/

Ein paar Highlights:

The York crew always says it’s with you until you feel the cold steel in your back.
Until they start whispering against you. Classic York. Classic 0-5 blame-game. (Psst: It’s never the Yorks’ fault.)


Classic 49ers management–abruptly hire the guy who makes the Yorks feel good about themselves, support him loudly, declare that there is nobody else in the world better at this job… until it’s time to abandon ship.

It’s a good lesson. Maybe Singletary should’ve already known that after all the years under Mike Nolan–another failed coach who got the whispers, eventually–but I doubt Singletary knew anything about it.
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Offline stevey

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Re: Warum der Gase-Deal platzte
« Antwort #19 am: 16. Feb. 15, 13:02 »

Wie kam es bei Baalke wohl zu der Meinungsänderung? Hat er vorher schon gewusst, dass es ohne Tomsula nicht gehen würde und nicht den Mumm gehabt, es Gase ins Gesicht zu sagen oder wurde ihm "zu Hause" (von J.York?) der Kopf gewaschen, weil er Tomsula nicht mit ins Paket gepackt hatte?

Also ersteres schließe ich aus. Niemand redet mit einem Kandidaten 7 Stunden über Dinge wovon man schon weiß, dass die so nicht möglich sind.

Ich denke Gase war der absolute Favorit von Baalke und York hat dazwischengefunkt, alles andere macht keinen Sinn.

Womit auch logisch ist, warum Baalke so blank da stand. Der hatte ganz andere Pläne und musste plötzlich wieder bei Null anfangen.

York sollte echt besser Zirkusdirektor werden
hast du dass wirklich geschrieben...  ;)

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