Autor Thema: Jimmy Garoppolo und die 49ers einigen sich auf einen Vertrag  (Gelesen 27192 mal)

Offline snoopy

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Jimmy Garoppolo und die 49ers einigen sich auf einen Vertrag
« Antwort #240 am: 15. Feb. 18, 13:23 »
Nur um das noch einmal festzuhalten: die aktuelle Entscheidung finde ich absolut richtig.

Einziger Einwand, dass ich meine, dass sich mit sehr viel Geld auf einen einzigen Spieler zu konzentrieren muss dennoch nicht immer und überall der richtige, in Stein gemeißelte, Weg sein.
« Letzte Änderung: 16. Feb. 18, 11:50 von snoopy »
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Einziger Einwand, dass ich meine, dass sich mit sehr viel Geld auf einen einzigen Spieler zu konzentrieren muss dennoch nicht immer und überall der richtige, in Stein gemeißelte, Weg sein.

Da wirst du, glaube ich, kaum jemanden finden, der das bestreitet.  :cheers:
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Offline snoopy

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Danke, vielmals. ;)
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Offline Candlestick

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Ich halte die Variante Duke für sinnig auf verschiedenen Positionen, aber nicht auf QB.

Wie soll das gehen?

Du hast ein QB aufgebaut und dann geht er, weil wir ihm das Geld nicht geben. Dann müsste ja immer ein Nachfolger direkt bereit sein, um Kontinuität wahren zu können.

Wie soll das gehen? Wo gibt es denn sowas? Dazu ist die Leistungsdichte auf QB in den Drafts doch viel zu gering.

Man würgt sich nur jedes Mal den Aufbau wieder ab, im Prinzip wird man auch nur noch zum Ausbildungsverein für andere.

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Ich halte davon auch wenig. Es gibt immer ein paar Bausteine, um die man das Team aufbauen sollte. Dazu gehört für mich auf jeden Fall der Quarterback.
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Offline MaybeDavis

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Nur um das noch einmal festzuhalten: die aktuelle Entscheidung finde ich absolut richtig.

Einziger Einwand, dass ich meine, dass sich mit sehr viel Geld auf einen einzigen Spieler zu konzentrieren muss dennoch nicht immer und überall der richtige, in Stein gemeißelte, Weg sein.
Richtig... Allerdings führt beim QB denke ich fast kein Weg dran vorbei. Dn wie schon so oft gesagt: Ohne gute QB, sind die Chancen kostant erfolgreich zu sein, bewiesener Maßen, recht gering, wnn nicht gleic Null.
Und ob man den QB selbstdraftet, ertradet oder per FA holt, wenn er gut ist, ist er teuer (bzw. wird es, im Fall eines Rookies, nach Auslauf des Rookie Deals)
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Offline MaybeDavis

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Ich halte die Variante Duke für sinnig auf verschiedenen Positionen, aber nicht auf QB.

Wie soll das gehen?

Du hast ein QB aufgebaut und dann geht er, weil wir ihm das Geld nicht geben. Dann müsste ja immer ein Nachfolger direkt bereit sein, um Kontinuität wahren zu können.

Wie soll das gehen? Wo gibt es denn sowas? Dazu ist die Leistungsdichte auf QB in den Drafts doch viel zu gering.

Man würgt sich nur jedes Mal den Aufbau wieder ab, im Prinzip wird man auch nur noch zum Ausbildungsverein für andere.
Ich halte davon auch wenig. Es gibt immer ein paar Bausteine, um die man das Team aufbauen sollte. Dazu gehört für mich auf jeden Fall der Quarterback.
Wie ich schon ein paar Posts vorher erwähnte: Die Diskusion ist mMn völlig an den Haaren herbeigezogen.

Wir reden hier tatsäclich gerade darüber einen Top QB zieen zu lassen (im Allgemeinen), weil er zu teuer ist??  ??? :o ::)
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Offline vorschi

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Ich versteh die Diskussion auch nicht ganz. Klar hat Garoppolo nur wenig NFL Erfahrung, aber man hat doch den Unterschied gesehen, als er übernommen hat. Die Coaches haben im Training noch viel mehr von ihm gesehen, und wenn sie der Meinung sind dass Garoppolo den Contract Wert ist, sollte man ihnen da auch vertrauen.

Ich hab es beim Draft auch schon gesagt: Wenn du glaubst, deinen Franchise-QB gefunden zu haben, dann kann ein Uptrade noch so viel kosten (klar gibt es Grenzen), hol ihn dir. Dafür ist die Position des Quarterbacks zu wichtig, ohne konstant gutem QB-Play bist du in der NFL auf Dauer kaum konkurrenzfähig. Selbiges gilt bei Vertragsverlängerung, wenn du glaubst deinen Franchise-QB bereits in den eigenen Reihen zu haben, der noch dazu erst 26 Jahre alt ist, lässt du ihn keinesfalls ziehen, nur weil er eine Menge Geld kosten würde. Dafür ist man als Team zu sehr abhängig von der QB.

Offline Duke

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Ein paar Siege in der Garbage-Time der Saison, und schon ist Garoppolo der neue Messiahs.

Das ist mir zu plump. Das rechtfertigt in meinen Augen längst nicht, ihn zum bestbezahlten NFL-Spieler zu machen. Wie ich schon einmal schrieb: wir wissen noch nicht einmal, ob er 16 Spiele durchhält. Gute Ansätze hatten schon viele QB‘s.

Was wir wissen: die BackUps aus dem Brady/Bellichick-System konnten sich bislang nirgends als Starter durchsetzen. Selbst Matt Cassel nicht.

Diese Garoppolo-Manie einfach so hinzunehmen und für selbstverständlich zu halten, ist für mich nicht nachvollziehbar.
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Offline vorschi

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Ein paar Siege in der Garbage-Time der Saison, und schon ist Garoppolo der neue Messiahs.

Das ist mir zu plump. Das rechtfertigt in meinen Augen längst nicht, ihn zum bestbezahlten NFL-Spieler zu machen. Wie ich schon einmal schrieb: wir wissen noch nicht einmal, ob er 16 Spiele durchhält. Gute Ansätze hatten schon viele QB‘s.
Wie gegen die Titans, ein Playoff-Team, welches genau um diese gekämpft hat als sie gegen die Niners gespielt haben? Oder die Jaguars, die 10-4 standen und noch um den Nr. 1 Seat in den Playoffs kämpften? Jap, das klingt für mich nach der Defintion von Garbage Time  8)

Und das mit dem bestbezahlten Spieler wurde doch mittlerweile schon so oft erläutert: Den größten Vertrag erhält selten der beste Spieler, sondern einfach jener Quarterback, der in letzter Zeit gut gespielt hat und dessen Vertrag ausläuft, wie auch Albert Breer schreibt:

"NFL's highest paid player ...

March '16: Joe Flacco
June '16: Andrew Luck
June '17: Derek Carr
August '17: Matthew Stafford
February '18: Jimmy Garoppolo

... One more time: The NFL's highest paid player is usually the last good quarterback to get paid.
"

Offline Cordovan

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Ein paar Siege in der Garbage-Time der Saison, und schon ist Garoppolo der neue Messiahs.

Das ist mir zu plump. Das rechtfertigt in meinen Augen längst nicht, ihn zum bestbezahlten NFL-Spieler zu machen. Wie ich schon einmal schrieb: wir wissen noch nicht einmal, ob er 16 Spiele durchhält. Gute Ansätze hatten schon viele QB‘s.

Was wir wissen: die BackUps aus dem Brady/Bellichick-System konnten sich bislang nirgends als Starter durchsetzen. Selbst Matt Cassel nicht.

Diese Garoppolo-Manie einfach so hinzunehmen und für selbstverständlich zu halten, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Und deswegen muss es jetzt auch bei allen anderen QB's so sein??  :help:
Und was ist daran plump? - Er hat nachgewiesen einen der schnellsten Releases der NFL, er hat einen sehr guten Überblick über das Spielgeschehen, die Jags als Garbage-Time hinzustellen - grenzt schon wenig an Verachtung/Verhöhnung des Gegners. Was haben den unsere sonstigen QB's über die Saison gezeigt (mit mehr Einarbeitungszeit als JG im Playbook von KS)? Mag sein, dass dir dieser ganze Hype nicht so gefällt - okay - kann ich nachvollziehen - ich bin auch nicht dafür einzelnen Spieler so viel Geld hinterher zu werfen, aber dein Vorschlag - eventuell einen Glücktreffer in der Draft zu landen und den dann hochzuziehen, wie oft genau geht das gut??
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Offline Andy49ers

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Ob ein Spieler 16 Spiele durch hält, woher soll man das bitte wissen? Kann hier einer in die Zukunft schauen, dann möge er mir bitte die Lottozahlen von Samstag geben. Wenn es danach gehen würde, dann dürfte man ja nur 1 Jahresverträge machen, denn kein Spieler ist vor Verletzungen befreit.
Natürlich werden mittlerweile Summen im Sport bezahlt die sind jenseits von Gut und Böse, macht das dein Verein aber nicht mit, kommt der nächste und schnappt ihn weg. Ich bin sicher 25 andere Franchises hätte Jimmy G. genauso oder noch mehr bezahlt, so ist das Geschäft halt. Das man dies hinterfragen kann ist ok aber was dagegen machen kann man nicht.
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Offline Candlestick

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Ich versteh Duke schon, dat geht halt enorm schnell. Zu schnell für manch Fan. Emotional nicht einfach mitzukommen, wenn ich von mir spreche.

Aber ich finde auch, dass man a) sieht, dass Jimmy G. schwerlich in die Kategorie der gescheiterten Backups passt. Also diese Anlagen habe ich bei keinem Ersatz von Brady bisher gesehen. Auch wenn schon viele zeitweise in dem System der Patriots überperformt haben, dieses Paket hat keiner gehabt.

Und b) gibt mir persönlich das Vertrauen in die analytischen Fähigkeiten unserer sportlichen Leitung die Sicherheit hier richtig entschieden zu haben. Die Starts bisher reichen nicht zur Bewertung, aber alles drum rum was wir nicht sehen konnten, dürfte einem guten Analytiker durchaus ausreichen. Und Jimmy G. ist nicht der erste QB, den Shanahan betreut.

Von daher ist es bei mir so: was ich selber sah, reicht auch nicht für so einen Vertrag. Das Vertrauen in Shanahan/Lynch führt aber dazu, dass ich davon ausgehe in der nächsten Saison von der Richtigkeit der Entscheidung vollends überzeugt zu werden.


Offline owl49er

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Außerdem gibt es zu Cassel etc. noch einen gravierenden Unterschied: Jimmy Garoppolo hat bei seinem neuen Team schon bewiesen, dass er auch außerhalb des Belichik-Systems Leistungen bringen kann.

Ganz zu schweigen davon, dass er im Gegensatz zu Cassel und Co. bereits aus dem College heraus als (großes) Talent galt und weniger ein "Wonder" war wie z.B. Cassel, der im College nicht ein Spiel startete.
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Offline Flames1848

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@Admins Könnt ihr das Update aus der Überschrift nehmen?


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Offline Norton51

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Ein paar Siege in der Garbage-Time der Saison, und schon ist Garoppolo der neue Messiahs.

Das ist mir zu plump. Das rechtfertigt in meinen Augen längst nicht, ihn zum bestbezahlten NFL-Spieler zu machen. Wie ich schon einmal schrieb: wir wissen noch nicht einmal, ob er 16 Spiele durchhält. Gute Ansätze hatten schon viele QB‘s.

Was wir wissen: die BackUps aus dem Brady/Bellichick-System konnten sich bislang nirgends als Starter durchsetzen. Selbst Matt Cassel nicht.

Diese Garoppolo-Manie einfach so hinzunehmen und für selbstverständlich zu halten, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Garbage Time ist natürlich absoluter Unsinn, wenn man die Gegner betrachtet und die Art und Weise wie die Siege zustande gekommen sind, aber das weißt du vermutlich ja selbst.

Die Zweifel kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Es hat hier ja glaube ich auch kaum einer behauptet, dass er mit Sicherheit funktionieren und gut werden wird. -ich hab das behauptet und bleibe auch bei meiner Meinung, aber es ist nicht der zentrale Tenor hier im Forum.

Die Frage bleibt aber am Ende: Was ist die Alternative? Bei jedem QB, der nur diese Ansätze zeigt, muss man danach tief in die Tasche greifen, um ihn zu verpflichten. Wir bekommen bei keinem eine Garantie für die Zukunft. Also was ist die Alternative? Die gibt es nicht und dazu kommen wir immer zurück.
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Re: Jimmy Garoppolo und die 49ers einigen sich auf einen Vertrag
« Antwort #256 am: 16. Feb. 18, 12:45 »
@Admins Könnt ihr das Update aus der Überschrift nehmen?

Ist raus. Bitte bei Antworten selber darauf achten, dass im Titel das Update nicht mehr drin steht. Könnte bei Zitaten noch passieren. In dem Fall bitte das "Update" selber raus löschen.

:thanx:
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Re: Jimmy Garoppolo und die 49ers einigen sich auf einen Vertrag
« Antwort #257 am: 16. Feb. 18, 13:06 »
Die Frage bleibt aber am Ende: Was ist die Alternative? Bei jedem QB, der nur diese Ansätze zeigt, muss man danach tief in die Tasche greifen, um ihn zu verpflichten. Wir bekommen bei keinem eine Garantie für die Zukunft. Also was ist die Alternative? Die gibt es nicht und dazu kommen wir immer zurück.

Das ist mMn tatsächlich der zentrale Punkt der gesamten Diskussion: Was ist die Alternative? Bzw: Welche Alternative bietet eine objektiv gesehen bessere Chance auf Erfolg? Klar kannst du jedes Jahr einen QB draften und hoffen, dass er sich gut entwickelt. Aber, wie weiter oben schon mal geschrieben: Was machst du, wenn er sich gut entwickelt? Dann will er marktgerecht bezahlt werden, sprich: wahrscheinlich mindestens unter den Top 5 der Liga, wenn nicht sogar bestbezahlter QB. Und nun? Du hast einen hoffnungsvollen QB, der über zwei, drei Jahre hinweg gezeigt hat, dass er sich hervorragend entwickelt. Bezahlst du ihn jetzt marktgerecht, oder wird er nun zu teuer, und du gehst zum nächsten QB, den du ein, zwei Jahre zuvor gedraftet hast? Was, wenn der dann auch gut ist? Dann hast du ein, zwei Jahre später schon wieder dasselbe Problem: Bezahlen oder gehen lassen und neu anfangen. Und: Was, wenn der neue QB dann nicht gut genug ist? Dann hast du vielleicht ein Team aufgebaut, das den Super Bowl holen könnte, aber keinen QB, der es dorthin führen kann. Die Trent Dilfers sind in der NFL halt nun mal sehr, sehr selten.

Welche Franchise, die über mehrere Jahre immer wieder in den Playoffs war, ist mit einer solchen Taktik unterwegs? Mit fällt keine ein.

Sicher, man kann damit argumentieren, dass die Anzahl der Siege und die Anzahl der absolvierten Spiele zu gering ist. Ich kann das durchaus nachvollziehen und verstehen, dass man das nicht gut findet, aufgrund von fünf Starts (oder auch sieben, wenn man die beiden Spiele bei den Patriots mit dazu rechnet) jemanden derart mit Geld zuzuschütten. Aber wir sind damit wieder bei der Einstiegsfrage: Was wäre die Alternative? C.J. Beathard? Nick Mullens? Ein Rookie-QB? Ein anderer Free Agent, der nicht dem hochpreisigen Segment zugerechnet werden kann?

Ich bin sehr gespannt, wo und v.a. zu welchen Konditionen beispielsweise ein A.J. McCarron unterkommt. Für den waren die Browns ja bereit, mehr hinzulegen als die Niners für Garoppolo abgegeben haben. McCarron ist einigermaßen mit Garoppolo vergleichbar. Tauchte in insgesamt 11 Spielen auf, drei davon als Starter (Bilanz: 2-1-0), brachte insgesamt 86 von 133 Pässen an den Mann (64,7%) für 920 Yards mit 6 Touchdowns und 2 Interceptions. Bringt ihm ein QB-Rating von 93,6 ein. Seine drei Starts liegen aber schon einige Zeit zurück (2015), was irgendwie auch vergleichbar ist mit Garoppolo. Der kleine, aber nicht unwesentliche Unterschied: Garoppolo hat mittlerweile einige Spiele in seinem neuen Team absolviert, und die Coaches hatten gut zwei Monate Zeit, ihn im Training zu sehen. Jedes Team außer den Bengals hat diese Infos nicht. Ich bin mir sehr sicher, dass McCarron einen Vertrag erhalten wird, der deutlich unter dem von Garoppolo liegt.Es würde mich aber nicht verwundern, wenn er im Schnitt ca. $15-18 Mio erhält (oder auch mehr, wenn er als sofortiger Starter gesehen wird).
« Letzte Änderung: 16. Feb. 18, 13:10 von MoRe99 »
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Jimmy Garoppolo und die 49ers einigen sich auf einen Vertrag
« Antwort #258 am: 16. Feb. 18, 13:15 »
Ein paar Siege in der Garbage-Time der Saison, und schon ist Garoppolo der neue Messiahs.

Als Messiahs betrachtet ihn derzeit glaube ich niemand. Aber er bietet den 49ers im Vergleich zu allen anderen Optionen die besten Chancen.

Auch sehe ich für Deine These, dass so ein hoher Vertrag zu Problemen im Locker Room führen, keinerlei Beweise innerhalb er NFL. Ich glaube eher, dass die 49ers gerade wegen des Vertrags eine Interessante Option für FAs sind.

Die sehen nämlich, was die Kombination Shanahan / Garoppolo potentiell bringen kann. Und es gibt genug Spieler, die auf so einen Zug aufspringen und dafür vielleicht sogar auf etwas Geld verzichten. Im Gegenteil, ich bin der Überzeugung, dass viele Spieler, selbst wenn sie mehr verdienen könnten, nicht zu den 49ers gegangen wären, hätte man ihn gehen lassen. Da gäbe es kein Vertrauen in das Front Office.

Und offensichtlich hast Du eine andere Defintion von "Garbage Time"  8)
« Letzte Änderung: 16. Feb. 18, 13:20 von frontmode »
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Re: Jimmy Garoppolo und die 49ers einigen sich auf einen Vertrag
« Antwort #259 am: 16. Feb. 18, 13:31 »
Auch sehe ich für Deine These, dass so ein hoher Vertrag zu Problemen im Locker Room führen, keinerlei Beweise innerhalb er NFL. Ich glaube eher, dass die 49ers gerade wegen des Vertrags eine Interessante Option für FAs sind.

Das ist ein Aspekt, der auch generell wichtig sein kann. Die Strategie, immer wieder über den Draft oder über die Free Agency "günstige" Spieler einzukaufen und ihnen dann, wenn sie teuer werden - was sie nur werden, wenn sie auch wirklich Leistung bringen - den Laufpass zu geben, kann ganz schnell dazu führen, dass ein Team im Verdacht steht, "billig" zu Erfolgen kommen zu wollen und die Spieler, die die Erfolge eingefahren haben, dann nicht entsprechend zu honorieren. Was Rookies angeht ist das natürlich nicht so relevant, aber ob man dann noch interessante Free Agents bekommt? Mir erscheint das äußerst fraglich.
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