Es ist Tag des Murmeltiers für die 49ers, und sie haben sich einen ziemlich miesen Tag ausgesucht, der ewig wiederholt wird. Mike Singletary spielt nun die Rolle des ahnungslosen Mike Nolan. Der angeschlagene Alex Smith spielt die Rolle des, nunja, angeschlagenen Alex Smith. Und die ganze Organisation scheint in einem gewissen Leerlauf zwischen Wunsch und Realität zu stecken.
Das zuletzt aufgekommene Thema dreht sich um den ziemlich esoterischen Punkt "Leadership". Eine öffentliche Diskussion über das Thema Leadership in einem 2-6 Team zu führen, ist ungefähr so ähnlich, wie über Jambalaya oder gedämpfte Langusten zu debattieren, während einer Evakuierung für Hurrikan Katrina. Nicht besonders nützlich...
Es war Singletary der angefangen hat, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Während der Übertragung des letzten Spiels der 49ers aus dem Wembley-Stadion in London, enthüllten die Kommentatoren, dass Singletary ihnen vor der Übertragung erzählt hat, er habe herausgefunden was das Problem sei, warum das Team sich so quälen müsse: fehlende Leader in der Offense.
Das war das einzig überraus Interessante über den Trip der 49ers nach London. Es offenbart, wie groß die Probleme der 49ers wirklich sind.
Der Hinweis auf fehlende Leader kommt von dem Mann, der die meiste Zeit der Offseason damit verbracht hat, Alex Smith's Leadership zu preisen und ihn gleichzeitig zu einem Team-Captain machte.
Es kam von Coach "Verantwortlichkeit", der eigentlich eine DVD auf dem Markt hat über Loyalität und Leadership.
Singletary erläuterte diese seltsamen Bemerkungen, indem er Troy Smith's Leadership lobte, was zweifelsohne als direkte Kritik am anderen Smith ausgelegt wurde.
Alex Smith verteidigte sich letzte Woche, indem er sagte, dass er und Singletary "verschiedene Ansichten über Leadership" hätten. Ein Middle Linebacker zu sein und was Leadership bedeutet und ein Quarterback zu sein, seien verschiedene Dinge. Das Ausführen in der Offense sowie in der Defense seien grundverschieden.
Gut, dass Smith für sich selbst gerade steht und für seine ziemliche Spitze und belustigende Einschätzung, dass Singletary möglicherweise keine Ahnung hat, wenn es um Quarterbacks geht - etwas, was der Coach beinahe wöchentlich unter Beweis stellt.
Smith versuchte sich selbst zu verteidigen, als Nolan ihn 2007 beschuldigte, für die ganzen Probleme des Teams verantwortlich zu sein. Doch dann bewegte er sich in die falsche Richtung, als er auf einen Reporter losging, der pflichtgemäß seine Aussagen umschrieb. Hört sich so an, als sei er diesmal bereit, verantwortungsvoller mit seiner Selbstverteidigung umzugehen.
Aber es ist ein jämmerliches, fehlplatziertes Getue. Smith hat viel weniger Glaubwürdigkeit als er vor drei Jahren hatte, als er gesund war. Er bekam er die Chance, sein Standing zu verändern und hat nicht gut gespielt. Alle anderen Gründe wie die Steinzeit-Offense mal außen vor gelassen, ist die Fähigkeit, Football-Spiele zu gewinnen, die Wurzel allen Übels.
Aber Smith ist nur ein Zahnrädchen in dieser nicht funktionstüchtigen Maschine. Die Probleme der 49ers gehen weit, weit über mittelmäßiges Quarterbacking hinaus.
Darum ist die Rolle von Singletary in dieser öffentlichen Streiterei viel beunruhigender.
Erstens hängt er sich an einem nicht greifbaren Thema wie Leadership auf. Wir wissen, dass es seine Visitenkarte ist. Er war zuvor nie ein Head Coach und auch kein Coordinator. Sein Hauptbeitrag ist Motivieren. So verkauft Singletary seine Bücher und DVDs. Dies ist es, was er täglich im Locker Room macht.
Versteht mich nicht falsch, ich bin ein großer Befürworter hinsichtlich der Wichtigkeit von Leadership im Sport. Man kann ohne sie nicht gewinnen. Schaut euch die Giants an - sie kommen nicht in die World Series ohne Leadership im Club House sowie im Manager's Office. Ich habe noch nie ein Team ohne anständige Leadership gewinnen gesehen.
Aber es ist sicher nicht das größte Problem der 49ers. Sie haben gute Kerle auf dem gesamten Roster. Leadership ist nicht das hauptsächliche Problem, woran es den 49ers fehlt.
Wenn man ein 2-6 Football Team führt und versucht herauszufinden, woran es liegt, erscheint es ein bisschen stumpfsinnig, dann mit einem Aha-Moment aufzutauchen und zu verkünden, das Problem liege darin, der eine gehe nur mit gutem Beispiel voran während der andere das Team mit Worten führe. Es gibt dem zahlenden Kunden sowie den scheckausstellenden Bossen nicht wirklich den Glauben, dass ihr Coach sehr gut ist im Lösen von Problemen.
Zweitens kommt es insbesondere intern nicht gut an. Singletary erscheint in einem Licht, welches sich ein Motivations-Coach in keinster Weise erlauben kann: als Heuchler. Er predigt seinem Team Veranwortlichkeit und schafft es nicht einmal bei sich selbst. Er zeigt mit dem Finger. Er widmet sich dem Lächerlichen. Er widmet sich nicht dem eigentlichen Problem.
Wenn er wirklich denkt, das Problem im Moment sei Leadership, dann ist ihm das ganze ziemlich über den Kopf gewachsen. Und die Spieler sehen das. Und sie hören immer weniger auf ihn, weniger als je zuvor.
Vom Coach sollte man erwarten können, dass er herausfindet, wie man Probleme im Team löst, wie man sich aus dem Sumpf herauscoacht, dass er weiß, was wichtig ist. Und dass er keine bedeutungslose Ablenkung erzeugt.
In gewisser Weise hat Singletary sogar recht. Das Problem ist Leadership. Aber nicht die von Alex Smith, sondern seine eigene. Genauso wie die Leadership der Yorks, die so sehr davon überzeugt waren, dass Singletary der richtige Mann sei, der diese einzige Katastrophe zum Guten wenden kann.
Quelle: Ann Killion (csnbayarea.com - 10.11.2010)
könntest Du den bitte gleich übersetzen und dann komplett einstellen?
Zitat von: Niner am Fr, 12. Nov. ’10, 13:08
könntest Du den bitte gleich übersetzen und dann komplett einstellen?
nein, kann er nicht. er ist kein redakteur.^^
Zitat von: zugschef am Fr, 12. Nov. ’10, 13:10
Zitat von: Niner am Fr, 12. Nov. ’10, 13:08
könntest Du den bitte gleich übersetzen und dann komplett einstellen?
nein, kann er nicht. er ist kein redakteur.^^
was nicht ist kann ja noch werden ...
Zitat von: igor am Fr, 12. Nov. ’10, 13:12
was nicht ist kann ja noch werden ...
zwangsrekrutierung.^^
Zitat von: zugschef am Fr, 12. Nov. ’10, 13:13
Zitat von: igor am Fr, 12. Nov. ’10, 13:12
was nicht ist kann ja noch werden ...
zwangsrekrutierung.^^
ich wuerde es eher als »freiwilligenmeldung« bezeichnen.
Zitat von: igor am Fr, 12. Nov. ’10, 13:15
ich wuerde es eher als »freiwilligenmeldung« bezeichnen.
So etwa?
igor: "Melde gehorsamst, zimba als Freiwilligen bestimmt zu haben!". ;) ;D
Kann mich daran versuchen, allerdings erst heut Abend. Die Arbeit ruft ;)
Zitat von: MoRe99 am Fr, 12. Nov. ’10, 13:17
Zitat von: igor am Fr, 12. Nov. ’10, 13:15
ich wuerde es eher als »freiwilligenmeldung« bezeichnen.
So etwa?
igor: "Melde gehorsamst, zimba als Freiwilligen bestimmt zu haben!". ;) ;D
;D
Freiwilligen-Arbeit beendet. Man war das teilweise ein kurioser Text.
:drink:
Danke, Good Job!
Vielen Dank.....echt ein interessanter Artikel der das Problem Sing völlig aufzeigt.
Schau an, Ann Killion - war die nicht früher beim Chronicle?
Erstmal vielen Dank an zimba,das er uns den Text übersetzt hat. Da hast du dir die :10: wirklich verdient ;)
Zitat von: duffeldoffel am Sa, 13. Nov. ’10, 12:41
Schau an, Ann Killion - war die nicht früher beim Chronicle?
Nein, bei den Mercury News, wie ich gerade recherchiert habe.
Anyway, hätte ich mir früher auch nicht träumen lassen, dass ich mal eine Kolumne von ihr gut finden würde...
Ein sehr guter Artikel, der meiner Meinung nach ziemlich den Kern trifft. Genau dies ist einer der Gründe, warum Sing echt weg muss. Seine "Motivationskünste", dass einzigste was er kann, haben sich aufgebraucht. Wenn man sieht, wie Smith sich wehrt und wie das Team spielt und mit Sing umgeht, dann glaube ich, dass er mittlerweile komplett den Einfluss auf das Team verloren hat. Ich denke nicht, dass auch nur ein Spieler im Moment für den Coach spielt. Es ist ist, wie schon so mancher auf dem Board geschrieben hat. Wenn das Team Spiele gewinnt, dann nicht wegen Sing, sondern trotz Sing.
Man, der Typ muss echt weg. Ich hoffe auf die nächste Saison...Traurig, mal wieder. Geht einem echt schon seit Jahren so...
Ein neuer Übersetzer :thanx: :pleased:
hier mal ein schönes zitat von einem, der es wissen wird:
Parcells: "My job is to call attention to the things that I think are the difference between winning and losing. If I can't do that, then I have failed as a coach."
:whistle: @ sing
zach
edit:
der passt auch wunderbar
Parcells: "It's a week-to-week thing in coaching, every week has a different theme. You have to figure out which is the best way to approach it. It's like being a jockey. A horse is never the same for all 10 rides. The jockey has to sense what is happening early on, and then adjust to it if he wants to get the most out of the horse that day."
Zitat von: zimba am Sa, 13. Nov. ’10, 02:15
Freiwilligen-Arbeit beendet. Man war das teilweise ein kurioser Text.
:drink:
sehr gut gemacht, danke. =) du hast nicht generell interesse, unser redakteursteam fix zu verstaerken und ab und zu mal einen artikel reinzustellen? es muss auch nicht immer so ein langer sein wie diesmal. =)
Zitat von: igor am Mi, 17. Nov. ’10, 18:04
Zitat von: zimba am Sa, 13. Nov. ’10, 02:15
Freiwilligen-Arbeit beendet. Man war das teilweise ein kurioser Text.
:drink:
sehr gut gemacht, danke. =) du hast nicht generell interesse, unser redakteursteam fix zu verstaerken und ab und zu mal einen artikel reinzustellen? es muss auch nicht immer so ein langer sein wie diesmal. =)
Gern geschehen. Generelles Interesse besteht meinerseits.
Zitat von: zimba am Mi, 17. Nov. ’10, 21:32
Gern geschehen. Generelles Interesse besteht meinerseits.
Los, verhaften den Mann!
Ähhhh ...
Macht ihn zum Redakteur, schnell, bevor er es sich anders überlegt! :bounce: ;)
Zitat von: zimba am Mi, 17. Nov. ’10, 21:32
Zitat von: igor am Mi, 17. Nov. ’10, 18:04
Zitat von: zimba am Sa, 13. Nov. ’10, 02:15
Freiwilligen-Arbeit beendet. Man war das teilweise ein kurioser Text.
:drink:
sehr gut gemacht, danke. =) du hast nicht generell interesse, unser redakteursteam fix zu verstaerken und ab und zu mal einen artikel reinzustellen? es muss auch nicht immer so ein langer sein wie diesmal. =)
Gern geschehen. Generelles Interesse besteht meinerseits.
sorry, ich komm in letzter zeit kaum mit dem lesen nach.
– ich habe dich soeben in den redakteursstand erhoben. du hast damit zugang zur team zone, wo alles weitere fuer die redakteure besprochen wird.
willkommen im team, und danke fuer deine mitarbeit! =)