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49ers FanZone => 49ers News Zone => Thema gestartet von: LeonJoe am Fr, 15. Nov. ’13, 14:57

Titel: In-Depth: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: LeonJoe am Fr, 15. Nov. ’13, 14:57
Heute haben wir uns für unser Play of the Week mal eine andere Art von Play ausgesucht. Wir wollen hier weder Pro Kaep noch Contra Kaep argumentieren; es geht primär darum, daß wir euch zeigen wollen, wo wir, das Webradio-Team (oder genauer gesagt: Martin) Luft nach oben sehen für Kaep.

Das Play beginnt aus einer der in letzter Zeit häufig benutzten Formationen. 2-WR-Set + 2 TEs oder HBs. Da wurde in letzter Zeit immer mal wieder ein wenig variiert.

(http://farm6.staticflickr.com/5550/10825568785_ec6f61d26a_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825568785/)

Die Panthers agieren mit acht Mann in der Box und einem tief stehenden Safety. Einer der DEs der Panthers steht etwas weiter außen und ein Linebacker deutet den Blitz an.

(http://farm6.staticflickr.com/5541/10825566755_aeb177b3d5_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825566755/)

Der erste Read der Coverage sollte Colin Kaepernick nicht vor allzu große Probleme stellen. Bild 3 zeigt, daß die 49ers einen Spieler in Motion schicken – ein normaler Weg, um die Coverage des Gegners zu lesen. Wird Man gespielt oder doch eher Zone? Da niemand der Motion folgt, kann man davon ausgehen, daß es sich um ein Zone-Play der Panthers handelt. Daß der Deep Saftey Zone spielt ist hier ja sowieso eindeutig. Der Pass Rush der Panthers baut sich auf der linken Seite deutlich auf.

(http://farm6.staticflickr.com/5476/10825600166_a135cc897c_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825600166/)

Bild 4 zeigt die Routen der WR. Mario Manningham läuft eine Out-Route, Vance MacDonald einen TE-Post, Boldin ein Out-and-Up, und Bruce Miller läuft eine Flat-Route. Greg Roman hatte hier wohl den richtigen Riecher. Ein wirklich gutes Play gegen die Zonenverteidigung der Panthers. Drei Spieler der 49ers laufen in die Zone, die der Spieler mit der #41 abzusichern versucht.

(http://farm6.staticflickr.com/5509/10825563855_2b272c3a36_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825563855/)

Bild 5 zeigt die Situation nach dem Snap. Hier sieht man etwas deutlicher, daß zwei der Linebacker der Panthers nicht am Pass Rush teilnehmen sondern mit in die Pass Coverage wechseln. 

(http://farm8.staticflickr.com/7360/10825874563_69c2c06ccc_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825874563/)

Später sieht man, daß die DBs alle die tiefen Zonen verteidigen. Die Linebacker, die nicht am Pass Rush teilnehmen, decken die mittlere Zone ab. Daß beide Linebacker die mittlere Zone abdecken, ist wohl eher ein Fehler der Panthers-Defense.

(http://farm6.staticflickr.com/5515/10825595976_9757451644_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825595976/)

Warum der Play Fake zur falschen Seite kommt, bleibt uns eher ein Rätsel. Ist es gewollt oder ist es einfach nur schlecht ausgeführt? Wen will man damit überraschen? Sich selbst? An Zufall mag ja wohl keiner glauben. Dafür passiert das zu häufig. Letztendlich ist das ganze Play-Action-Manöver umsonst. Wenn sich der RB rechts aufstellt und Kaepernick täuscht die Ballübergabe nach links an, wen will er so auf dem falschen Fuß erwischen? Erschwerend kommt hinzu, daß es auch eine Verzögerung im Play bedeutet. Wenn es was bringen würde OK, aber so?

(http://farm6.staticflickr.com/5535/10825558675_f0a2dbe547_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825558675/)

Bild 8 zeigt, daß Kaepernick jetzt bereit ist zu passen. Der Dropback ist beendet und er ist quasi gesettet. Die O-Line hält, der Druck ist minimal. Etwa fünf Yards liegen noch zwischen ihm und dem Verteidiger.

(http://farm6.staticflickr.com/5507/10825591556_c3b41d7706_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825591556/)

Wenn man jetzt zurückdenkt an Bild 4 und sich vor Augen führt, wie die Routen der Reciver aussehen, dann wird einem klar, daß drei der Reciever genau jetzt anspielbar wären. Manningham, McDonald und Bruce Miller sind in diesem Augenblick frei. Der einzige, den Kaepernick nicht anspielen kann, ist Boldin.

(http://farm8.staticflickr.com/7431/10825705294_286b53a29c_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825705294/)

Auf Bild 10 sieht man, daß Kaepernick sich für Manningham entschieden hat als designierten Passempfänger – und genau in diesem Augenblick hätte er das Ei auf Manningham werfen müssen. Der Defender hätte in diesem Augenblick keine Chance auf den Ball gehabt. Spätestens jetzt hätte der Pass kommen müssen, wenn nicht eigentlich schon viel früher. Warum Kaepernick hier nicht geworfen hat, wird nicht klar. Gerade bei einem zu erwartenden starken Pass-Rush muss ihm seine innere Uhr hier ein Hinweis geben, den Ball los zu werden.

(http://farm4.staticflickr.com/3724/10825703054_1b91db6571_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825703054/)

Nun kommt der Druck langsam, Kaepernick schafft es dem Druck auszuweichen und sich noch einmal zum Wurf bereit zu machen, siehe Bild 11.

(http://farm8.staticflickr.com/7373/10825548755_67e3e1d8e9_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825548755/)

Vielleicht wäre hier auch ein guter Zeitpunkt gewesen, um einfach selbst zu laufen. Die Blocks auf der linken Seite saßen, es spricht also nichts dagegen hier selbst zu laufen. Stattdessen schaut er auf seinen TE Vance McDonald. Auch hier hat er eine gute Möglichkeit, den Pass anzubringen. Er muß zwar über die beiden Linebacker werfen, die in der Zone zurückgedroppt sind, aber auch das sollte Kaepernick locker schaffen. Aber auch hier die Frage: ein offenes Fenster, eine offene Wurflinie – warum kommt der Pass nicht?

Jetzt erst kommt der Druck, siehe Bild 12; selbst jetzt könnte er noch einen Pass anbringen auf Bruce Miller. Aber auch den wirft er nicht.

(http://farm8.staticflickr.com/7357/10825577866_016899dc8e_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825577866/)

Bild 13 verdeutlicht nochmal, daß von den vier möglichen Passempfängern lediglich Boldin nicht anspielbar gewesen wäre.

(http://farm6.staticflickr.com/5505/10825575836_f49614097d_b.jpg) (http://www.flickr.com/photos/49ersfanzone/10825575836/)

Wenn man sich das Play in voller Geschwindigkeit anschaut sieht man, dass nach seiner Entscheidung nicht die Out-Route zu werfen, das Play langsam zusammenbrach. McDonald und Miller waren Optionen, aber die Frage ist, ob man diese Pässe bei seinem Entwicklungsstand erwarten kann.

Warum Kaepernick den Pass auf Manningham aber nicht geworfen hat, wirft viele Fragen auf, die wir sicher noch ausführlicher in dem einen oder anderen Thread besprechen können.

Wir hoffen, euch hat das Play of the Week gefallen und wir freuen uns auf das nächste Mal.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 15:13
Tja... Das war wirklich schwach von Kaepernick.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 15:18
Sorry, aber wie gestern schon geschrieben schaut Kap nicht zu Manningham. Im Coachesfilm in der Frontansicht ist dies klar zu sehen. McDonald und Mlller sind in der Blickrichtung. Aber der Defender ist in knapp 3 Sekunden bei Kap. Für mich ist der Spielzug eher ein Beispiel, wie schnell Druck an diesem Tag da war.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Fritzini am Fr, 15. Nov. ’13, 15:40
In drei sekunden machen andere QB's der Freundin des Verteidigers noch ein Kind :)
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Flames1848 am Fr, 15. Nov. ’13, 15:42
Zitat von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 15:18
Sorry, aber wie gestern schon geschrieben schaut Kap nicht zu Manningham. Im Coachesfilm in der Frontansicht ist dies klar zu sehen. McDonald und Mlller sind in der Blickrichtung. Aber der Defender ist in knapp 3 Sekunden bei Kap. Für mich ist der Spielzug eher ein Beispiel, wie schnell Druck an diesem Tag da war.
So sehe ich das auch. Zeit war verdammt knapp
Titel: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Sanfranolli am Fr, 15. Nov. ’13, 16:25
Ganz ehrlich mit 3 Sekunden arbeiten die schon in der High School!
Da ist kein Vertrauen vorhanden bzw. einfach keine Übersicht.
Das ist ein perfektes Beispiel wie man seine WR einsetzen kann und das Play ist mir schon ein paar mal aufgefallen.
Das Play muss eigentlich Manningham als ersten und Miller als zweiten Read haben, dann sind das sichere Yards. Machst du sowas zweimal reagiert die Defense schon anders.
Ich hoffe man arbeitet mit Kaep daran. Mit mehr Übersicht könnte er wesentlich entspanntere Abende verbringen.
Ein Bonus wäre das dann auch die Read Option besser klappt.
Kaep macht sich im Moment das Feld oft selbst zu eng....

Aber wieder eine tolle Analyse Jungs!
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 16:35

Zitat von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 15:18
Sorry, aber wie gestern schon geschrieben schaut Kap nicht zu Manningham. Im Coachesfilm in der Frontansicht ist dies klar zu sehen. McDonald und Mlller sind in der Blickrichtung. Aber der Defender ist in knapp 3 Sekunden bei Kap. Für mich ist der Spielzug eher ein Beispiel, wie schnell Druck an diesem Tag da war.

Was glaubst Du, wieviel Zeit man in der NFL so hat, wenn ein Blitz kommt?

Wir können gerne über Read 2 und 3 diskutieren, aber der Out war da und ein sicheres First Down.
Titel: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Candlestick am Fr, 15. Nov. ’13, 17:19
Zitat von: reagan - The Left Hand
Sorry, aber wie gestern schon geschrieben schaut Kap nicht zu Manningham

Schon allein das geht gar nicht auf NFL-Niveau
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Eike14 am Fr, 15. Nov. ’13, 17:37
Hmm, das verdeutlicht, das Kap dringend an seiner Nervosität Arbeiten muss.
Er ist kein schlechter, das hat er bewiesen, er hat diese Saison nur ein Problem mit der Nervosität. Durch die Nervosität guckt er sich seinen Lieblingsreceiver an (in diesem Fall Boldin) sieht das er gedeckt ist und verfällt dann noch mehr in Panik.

Kriegt man die Nervosität in den griff, ist Kap mit Sicherheit einer der besten in der NFL.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 21:46
Mir geht es hauptsächlich darum, dass sich Kap nicht für Manningham entschieden hat, wie in Bild 10 dargestellt, weil er dort überhaupt nicht hinschaut. Die Bildperspektive täuscht hier. Das er dass vielleicht hätte machen sollen, kann ja absolut sein. Auch muss man fairerweise sagen, dass das Play zum Ende des 4. Viertel war, da hatte er schon den größten Teil der Hasenjagd hinter sich.Ich habe mir gestern auch mal teilwiese Saints gegen Dallas im Coachmodus angeschaut. Brees hat oft auch nur 3-4 Sekunden Zeit. Aber irgendwie sah seine Pocket auch wie eine aus und er musste nicht ständig flitzen.

Am Sonntag haben wir ja den direkten Vergleich. Schaun wir mal... 
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 21:53
Angenommen, Du hast recht. Dann ist die Frage, wo er hingeschaut hat.

Boldin:
wäre ein blöde Entscheidung, wegen des tiefen Safetys. Wenn er Angst vor dem Druck hatte, wäre da die schlechteste aller Optionen gewesen - was er im Pre-Snap Read hätte erkennen müssen

McDonald:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Miller:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:19
Zitat von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 21:53
Angenommen, Du hast recht. Dann ist die Frage, wo er hingeschaut hat.

Boldin:
wäre ein blöde Entscheidung, wegen des tiefen Safetys. Wenn er Angst vor dem Druck hatte, wäre da die schlechteste aller Optionen gewesen - was er im Pre-Snap Read hätte erkennen müssen

McDonald:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Miller:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Hast du Gamepass? Da siehts du im Frontmodus sehr deutlich, dass er nicht nach links zu Manningham schaut. Für mich sieht es so aus, dass er schon McDonald, Boldin und Miller im Blick hatte. Aber alle für noch nicht anspielbar hält und dann hat ihn auch schon der Defender.
man müsste das Play mal von einer Perspektive hinter Kap sehen
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Flames1848 am Fr, 15. Nov. ’13, 22:23
Ihr guckt euch jetzt das Play aus der xten Perspektive an und seid euch nicht einig woran es lag. woher soll cap das dann wissen ;DO:-)
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:27
Zitat von: Flames1848 am Fr, 15. Nov. ’13, 22:23
Ihr guckt euch jetzt das Play aus der xten Perspektive an und seid euch nicht einig woran es lag. woher soll cap das dann wissen ;DO:-)

Guter Einwand  ;) Hoffen wir mal, das die Coaches es wissen  :thumbup:
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: Bixente am Fr, 15. Nov. ’13, 22:34
Alles Kopfsache. Wie schon gesagt wurde, er sucht Boldin und sieht die anderen nicht. Das ist mir schon ein paar mal aufgefallen. Ich meine, auch wenn er zu Boldin wirft und er ihn fängt ist es manchmal die falsche Entscheidung. Man sieht oft einen anderen Niners Spieler freier und auch für mehr Raumgewinn. Ich bin zu sehr Laie um hier sagen zu können, ob der Spielzug so ausgeführt werden muss, wie es angesagt wurde und wenn es gut geht hat er auch alles richtig gemacht, aber manchmal denke ich, wieso hat er diesen gefährlichen Pass geworfen, wobei der Receiver viel riskieren muss für den Catch und wieso hat er nicht den einfachen Ball auf seinen anderen Mitspieler geworfen.

Mir ist noch aufgefallen das alles viel zu durchsichtig ist. Im ganze Spiel kann man im voraus sagen, was gespielt wird. Dadurch macht man es einer guten Defence relativ einfach und dann reichen auch nicht die individuellen Fähigkeiten um ein Spiel zu gewinnen. Mir persönlich fehlt so ein wenig ein Schlachtplan. Ich meine, letztes Jahr war dies ganz anders. Sie hatten ein Plan und wenn etwas schief ging wurde umgestellt bzw. man hatte die Ruhe weg um es durch zuziehen. Es wurde mit mehr Risiko/Überraschung gespielt. z.B. Pass- Interception-Scheiß egal- weiter gehts- wir gewinnen das Ding noch.
Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 22:37
Meine Meinung dazu: https://49ersfanzone.net/fanzone/index.php?topic=9780.msg270633#msg270633
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 22:49
Zitat von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:19
Zitat von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 21:53
Angenommen, Du hast recht. Dann ist die Frage, wo er hingeschaut hat.

Boldin:
wäre ein blöde Entscheidung, wegen des tiefen Safetys. Wenn er Angst vor dem Druck hatte, wäre da die schlechteste aller Optionen gewesen - was er im Pre-Snap Read hätte erkennen müssen

McDonald:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Miller:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Hast du Gamepass? Da siehts du im Frontmodus sehr deutlich, dass er nicht nach links zu Manningham schaut. Für mich sieht es so aus, dass er schon McDonald, Boldin und Miller im Blick hatte. Aber alle für noch nicht anspielbar hält und dann hat ihn auch schon der Defender.
man müsste das Play mal von einer Perspektive hinter Kap sehen

Was meinst Du, wo ich die Bilder her habe ;). Und die Standbilder sagen oft mehr aus, als das Video, weil man da nicht alles genau erfassen kann.

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst. Wenn Du Druck erwartest, musst Du auf einen schnellen Read gehen. Das ist die erste unspielbare Route - Manningham. Meiner Ansicht nach sieht er ihn. Wenn er Angst vor Druck hat, darf er nicht auf die langen Routen warten, sondern muss mit der kurzen links anfangen und erst wenn das nicht geht, auf die sich entwickelnden Routen umschwenken. Die Out Route ist nur kurzzeitig da, weil sonst der Spieler schon an der Auslinie ist.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:51
Zitat von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 22:37
Meine Meinung dazu: https://49ersfanzone.net/fanzone/index.php?topic=9780.msg270633#msg270633

Die Frage ist, ob das ein generelles System ist oder der bis dato personellen Situation im WR-Corps geschuldet ist. Der hier aufgeführte Spielzug bestätigt deine Einschätzung. Kap ist nur auf eine Blickrichtung geeicht. Ich habe es vom Gamepass mal mehr schlecht als recht per Druck abfotografiert. Kann es aber nicht einstellen.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:55
Zitat von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 22:49
Zitat von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:19
Zitat von: frontmode am Fr, 15. Nov. ’13, 21:53
Angenommen, Du hast recht. Dann ist die Frage, wo er hingeschaut hat.

Boldin:
wäre ein blöde Entscheidung, wegen des tiefen Safetys. Wenn er Angst vor dem Druck hatte, wäre da die schlechteste aller Optionen gewesen - was er im Pre-Snap Read hätte erkennen müssen

McDonald:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Miller:
warum wirft er dann den nicht, der lief in eine freie Zone

Hast du Gamepass? Da siehts du im Frontmodus sehr deutlich, dass er nicht nach links zu Manningham schaut. Für mich sieht es so aus, dass er schon McDonald, Boldin und Miller im Blick hatte. Aber alle für noch nicht anspielbar hält und dann hat ihn auch schon der Defender.
man müsste das Play mal von einer Perspektive hinter Kap sehen

Was meinst Du, wo ich die Bilder her habe ;). Und die Standbilder sagen oft mehr aus, als das Video, weil man da nicht alles genau erfassen kann.

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst. Wenn Du Druck erwartest, musst Du auf einen schnellen Read gehen. Das ist die erste unspielbare Route - Manningham. Meiner Ansicht nach sieht er ihn. Wenn er Angst vor Druck hat, darf er nicht auf die langen Routen warten, sondern muss mit der kurzen links anfangen und erst wenn das nicht geht, auf die sich entwickelnden Routen umschwenken. Die Out Route ist nur kurzzeitig da, weil sonst der Spieler schon an der Auslinie ist.

Das mag schon sein, aber Zugchef hat hier wohl die richtige Lösung. Kap hat einen festgelegten WR und nur den will er bedienen. Wenn du Gamepass hast, dann siehst du doch absolut deutlich, dass gar nicht den Kopf nach links dreht!
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 23:11
Zitat von: reagan - The Left Hand am Fr, 15. Nov. ’13, 22:51
Zitat von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 22:37
Meine Meinung dazu: https://49ersfanzone.net/fanzone/index.php?topic=9780.msg270633#msg270633
Die Frage ist, ob das ein generelles System ist oder der bis dato personellen Situation im WR-Corps geschuldet ist. Der hier aufgeführte Spielzug bestätigt deine Einschätzung. Kap ist nur auf eine Blickrichtung geeicht. Ich habe es vom Gamepass mal mehr schlecht als recht per Druck abfotografiert. Kann es aber nicht einstellen.
Das Problem ist, dass außer Davis und Boldin (mit wenigen Ausnahmen) nie jemand anderer der designierte Receiver war, weil man ihnen nicht vertraut. Mit Manningham und Crabtree auf dem Feld wird es dann für die Defenses nicht mehr so einfach sein, den designierten Receiver so schnell zu identifizieren, wie bisher, da es nicht mehr nur Boldin oder Davis sein kann, sondern eben auch Manningham oder Crabtree.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: NinersUlm am Sa, 16. Nov. ’13, 00:36
Klasse Analyse Frontmode. Danke.

Ihr habt mit dem Read Manningham und Miller sicher Recht. Warum er Manningham nicht einbezieht bleibt sein Geheimnis und das der Coaches. Interessant wäre es schon wie das play hätte ausehen sollen. Aber ich bin trotzdem der Meinung dass das ganze Problem in diesem Spiel hauptsächlich an der O-Line lag. Die haben wild hin und her geblockt und eine Pocket war da nur ansatzweise zu sehen.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: MoRe99 am Sa, 16. Nov. ’13, 09:54
Zitat von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 23:11
Mit Manningham und Crabtree auf dem Feld wird es dann für die Defenses nicht mehr so einfach sein, den designierten Receiver so schnell zu identifizieren, wie bisher, da es nicht mehr nur Boldin oder Davis sein kann, sondern eben auch Manningham oder Crabtree.

_Wenn_ Kaepernick dann auch auf diese Receiver schaut. Darauf hoffe ich natürlich, wie wohl jeder andere hier auch.

Zitat von: NinersUlm am Sa, 16. Nov. ’13, 00:36
Aber ich bin trotzdem der Meinung dass das ganze Problem in diesem Spiel hauptsächlich an der O-Line lag. Die haben wild hin und her geblockt und eine Pocket war da nur ansatzweise zu sehen.

Ist es aber in einem solchen Fall nicht auch die Aufgabe des OC und des QB, das in das Play Calling un din die Reads einzubeziehen? Wenn ich weiß, dass die Pocket nicht oder nur ungenügend hält, muss ich doch noch viel mehr auf Plays gehen, die keine lange Zeit zur Entwicklung brauchen.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: zugschef am Sa, 16. Nov. ’13, 10:17
Zitat von: MoRe99 am Sa, 16. Nov. ’13, 09:54
Zitat von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 23:11
Mit Manningham und Crabtree auf dem Feld wird es dann für die Defenses nicht mehr so einfach sein, den designierten Receiver so schnell zu identifizieren, wie bisher, da es nicht mehr nur Boldin oder Davis sein kann, sondern eben auch Manningham oder Crabtree.
_Wenn_ Kaepernick dann auch auf diese Receiver schaut. Darauf hoffe ich natürlich, wie wohl jeder andere hier auch.
Du hast mich anscheinend nicht genau verstanden. Meiner Beobachtung nach gibt es unter Harbaugh und Roman meist keine Progression. Es gibt einen Receiver, der entweder den Ball bekommt, oder das Play ist tot.

Die wenigen Plays, in denen er mehrere Stationen hat, laufen lustigerweise oft gar nicht schlecht, das sind nämlich die Plays auf denen Davis tief geht. Deshalb ist jeder Receiver, dem Harbaugh und Roman vertrauen -- und Manningham und Crabtree vertrauen sie --, eine Bereicherung für diese Offense, weil es für diesen maßgeschneiderte Plays geben wird. Folglich wird es für die Defense schwieriger den vorgemerkten Receiver im jeweiligen Play zu identifizieren, weil es nicht mehr nur entweder Boldin oder Davis sein kann, sondern nun diese beiden auch noch hinzukommen.

Dilfer sagte im Interview, dass Kaepernick seine Progression nach dem ersten Read abbricht. Darauf angesprochen erwiderte Kaepernick, dass man Dilfer doch mal fragen sollte, was er denn glaube, wie seine Reading Progression denn aussehe. Und genau das ist der Punkt: Es gibt meist keine oder sie ist vorgegeben.

Bei den Corner oder Post Routes auf Davis gibt es eine underneath Option, auf die Kaepernick ausweichen soll, wenn die Defense Davis gut covert. Aber sonst läuft das in etwa so ab: Pre-Snap Read, Snap, vorgemerkten Receiver ansehen und besten Zeitpunkt abwarten, werfen.

Genau diese Art des Playcallings ist daran schuld, dass Crabtree in der Regular Season ständig den Ball bekam, als zweiter und weit abgeschlagen Manningham und Davis fast nie. Im CCG hat man die Sache dann einfach umgedreht und Davis wurde das wichtigste Ziel Kaepernicks.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: MoRe99 am Sa, 16. Nov. ’13, 10:22
Zitat von: zugschef am Sa, 16. Nov. ’13, 10:17
Zitat von: MoRe99 am Sa, 16. Nov. ’13, 09:54
Zitat von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 23:11
Mit Manningham und Crabtree auf dem Feld wird es dann für die Defenses nicht mehr so einfach sein, den designierten Receiver so schnell zu identifizieren, wie bisher, da es nicht mehr nur Boldin oder Davis sein kann, sondern eben auch Manningham oder Crabtree.
_Wenn_ Kaepernick dann auch auf diese Receiver schaut. Darauf hoffe ich natürlich, wie wohl jeder andere hier auch.
Du hast mich anscheinend nicht genau verstanden. Meiner Beobachtung nach gibt es unter Harbaugh und Roman meist keine Progression. Es gibt einen Receiver, der entweder den Ball bekommt, oder das Play ist tot.

Doch, ich habe dich schon richtig verstanden (glaube ich zumindest).  ;)  Ich wollte lediglich sagen, dass Kaepernick dann schnell auch (wieder) Vertrauen in Manningham und Crabtree haben muss, sodass einer der beiden ebenfalls als First Read ausgewählt wird. Noch besser wäre es natürlich, wenn Kaepernick durch mehrere Reads durchgehen könnte/dürfte/würde.
Titel: Re: Analyse zum »Play of the Week«: Panthers @ 49ers
Beitrag von: donjoan am Sa, 16. Nov. ’13, 12:41
Hallo,
zunächst einmal ein Kompliment... tolle Arbeit!
Ich denke auch das Kaep in erster Linie ein Problem mit seinem Nervenkostüm hat. So wie ich das beobachten konnte, fokusiert er sich zu sehr auf seinen Lieblings-WR-TE bei der Passausführung. Ich glaube nicht das die anderen Passempfänger so schlecht sind, dass man Sie als Statisten aufs Spielfeld schicken sollte.
Auch wenn Mannigham oder Crabtree wieder zurück sind, prognostiziere ich gegen eine starke Defense kein funktionierendes Passing-Play, da die Abstimmung fehlen wird.
Ich werde es natürlich gerne sehen, wenn das nicht so eintrifft.  :D