49ers 17, Seahawks 20 (Week 13) (7. Dez. 2009)
Seattle wappnete sich für einen weiteren großen Auftritt von Frank Gore. Stattdessen bekamen sie die meisten Passing-Yards in der Karriere von Alex Smith aus der neuen Spread Offense der 49ers - und einen geschenkten Sieg.
"Es ist ein ganz schöne Entlastung, wenn sie sich für uns um eines unserer Probleme kümmern. Es war... schön.", so Seattle Rookie Outside Linebacker Aaron Curry, der darüber strahlte, dass derselbe Gore, der im ersten Spiel drei Monate zuvor noch 202 yds erlaufen hatte, diesmal nur neun Carries bekam.
Dies und eine Lawine an Fehlern der 49ers hielt Seattle im Spiel. Dann verwandelte Olindo Mare ein 30-yd Field Goal, als die Uhr auslief, und so siegten die Seahawks (5-7) mit 20-17 gegen die 49ers (5-7).
"Es ist momentan entmutigend. Es ist krank.", so 49ers Linebacker Patrick Willis.
Nachdem die 49ers eine Timeout genommen hatten, um den Veteran Kicker an einem kalten Tag "einzufrieren", brachte Mare sein Team im letzten Quarter zum zweiten Mal in Führung und streckte seinen Teamrekord auf 18 verwandelte Versuche in Folge. Die Seahawks hielten damit die Hoffnungen auf eine Winning Season, wenn nicht gar auf die Playoffs, am Leben.
Die 49ers versemmelten mehr Chancen, als sie sich hätten erträumen können. Und somit verpassten sie auch die Chance, weiterhin in der NFC West Druck auf die Arizona Cardinals auszuüben, die nächsten Montag nach Candlestick kommen.
"Wir fanden einfach in jeder Situation einen Weg, es zu vermasseln.", so 49ers Coach Mike Singletary. "Teams, die über die Playoffs sprechen, dürfen das nicht tun."
Smith, der in seinen ersten 38 NFL-Spielen nie die 300-yd-Marke erreicht hatte, warf für 310 yds in der neuen passfreudigen Offense der 49ers. Der No. 1 Pick von 2005, der im Oktober als Starter reinstalliert worden war, komplettierte 27 von 45 Pässen, zwei davon für Touchdowns.
Ein Touchdown-Pass ging zu Vernon Davis, der mit seinen sechs Catches eine persönliche Bestleistung von 111 yds aufstellte. Davis zehnter Touchdown in dieser Saison bedeutete einen Single-Season-Rekord für 49ers Tight Ends.
Und doch musste San Francisco all den verpassten Chancen nachtrauern:
» Incompletions bei Third und Fourth Downs von Seattle's 1-yd-Linie im ersten Quarter.
» Ein Fumble bei einem Punt-Return Reverse, den Arnaz Battle und Brandon Jones verbockten.
» Ein weiterer Fumble von Gore, als die 49ers endlich wieder auf den fast schon eingemotteten Runner zurückgriffen. Forciert wurde dieser von Jordan Babineaux an der 22 der Seahawks, und Josh Wilson returnierte den Ball für 43 yds, um Mare's erstes Field Goal des letzten Quarters vorzubereiten.
» Davis Drop, als er in der Endzone einen Pass von Smith durch die Hände gleiten und von seiner Gesichtsmaske abprallen ließ, als man spät in dem Spiel mit 14-17 in Rückstand lag.
"Ich wusste nicht, zu wem er warf.", so Davis.
Dann schaute Rookie Michael Crabtree nicht hin, als der Ball in der Endzone seinen Helm touchierte, nachdem Smith durch einen Blitz gezwungen war, früher zu werfen, als Crabtree dies erwartete. Die 49ers mussten sich 2:57 Minuten vor Schluss mit einem 34-yd Field Goal von Joe Nedney zufrieden geben.
Die 49ers stellten fest, dass ihre passlastige Einstellung auch Nachteile hat - es sei denn, man ist ein Seahawk, dem es vor der Aufgabe, Gore zu stoppen, graut.
Er hatte in seinen sieben vorherigen Spielen gegen Seattle im Durchschnitt 160 yds from Scrimmage verzeichnet. Seine persönliche Bestmarke von 212 yds aus der Saison 2006? Yep, sie kam gegen die Seahawks.
"Ich bin froh, dass er den Ball nicht öfter bekam.", so Seahawks Coach Jim Mora über Gore.
Im letzten Quarter gab es jede Menge Fehlschläge.
Mit vier Completions in Folge von Matt Hasselbeck, drei davon zu T.J. Houshmandzadeh, erreichte Seattle 1:19 vor Schluss die 40 der 49ers. Dann gab es die vierte Completion für Raumverlust in dem Spiel, ein Screen Pass zu Julius Jones, welcher von Willis für 5 yds Verlust zerstört wurde.
Ein False Start durch Center Chris Spencer warf Seattle noch weiter zurück, so dass es 1:03 vor Schluss 3rd-and-19 hieß. Hasselbeck warf dann einen perfekten Pass in den Lauf von Deion Branch, aber dem glitt der Ball an der 12 der 49ers durch die Hände, und Seattle musste zum zehnten Mal punten.
Aber die 49ers gingen Three-Passes-and-out von ihrer eigenen 11. Seattle Safety Deon Grant droppte den letzten Pass im Mittelfeld.
Nate Burleson returnierte den anschließenden Punt für 21 yds bis an die 48 der Seahawks, also noch 21 Sekunden auf der Uhr waren. Zwei Plays später lief Rookie Deon Butler an Cornerback Keith Smith vorbei, und Hasselback's Laser Pass traf ihn im vollen Lauf für einen 32-yd-Raumgewinn.
Ein Run später nahm Seattle eine Timeout, und Mare machte seinen Job, woraufhin er von Holder Jon Ryan und dem Rest der Seahawks gefeiert wurde.
Der älteste Seahawks zuckte nur mit den Schultern: "Ich werde dafür bezahlt, Field Goals zu verwandeln.", so der 36-Jährige.
Notizen: Smith hatte Mitte des zweiten Quarters bereits 183 yds auf dem Konto, als die 49ers bei 21 ihrer ersten 24 Plays geworfen hatten. ... Mare hat in dieser Saison 21 von 23 Field Goals verwandelt. Seit er vor der Saison 2008 zu den Seahawks kam, hat er 45-von-50 verwandelt.
* * *
Four Downs
» Die Seahawks haben zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewonnen.
» Die Seahawks stehen in dieser Saison in Heimspielen 4-2.
» Die 49ers stehen in dieser Saison auswärts 1-5 und haben fünf Auswärtsspiele in Folge verloren. Alle diese Spiele verloren sie mit sechs Punkten Unterschied oder weniger.
» The 49ers verwerteten nur eines von 13 Third Downs.
* * *
Es war vorbei, als...
...Olindo Mare bei auslaufender Uhr ein 30-yd Field Goal verwandelte.
Game Ball
Nachdem Seahawks QB Matt Hasselbeck zwei Spiele in Folge ohne Touchdown-Pass geblieben war, warf er diesmal zwei Touchdowns in der ersten Halbzeit. Später komplettierte er bei unentschiedenem Spielstand im vierten Quarter einen 32-yd Pass zu Rookie WR Deon Butler, womit die Seahawks in Position gelangen, um das entscheidende Field Goal zu erzielen.
Schlüssel-Statistik
Die 49ers konnten nur eines von 13 Third Downs verwerten.
* * *
NFL.com Game Book (PDF) | NFL.com Game Highlights
* * *
Quellen: NFL.com, Associated Press
"Es ist ein ganz schöne Entlastung, wenn sie sich für uns um eines unserer Probleme kümmern. Es war... schön.", so Seattle Rookie Outside Linebacker Aaron Curry, der darüber strahlte, dass derselbe Gore, der im ersten Spiel drei Monate zuvor noch 202 yds erlaufen hatte, diesmal nur neun Carries bekam.
Dies und eine Lawine an Fehlern der 49ers hielt Seattle im Spiel. Dann verwandelte Olindo Mare ein 30-yd Field Goal, als die Uhr auslief, und so siegten die Seahawks (5-7) mit 20-17 gegen die 49ers (5-7).
"Es ist momentan entmutigend. Es ist krank.", so 49ers Linebacker Patrick Willis.
Nachdem die 49ers eine Timeout genommen hatten, um den Veteran Kicker an einem kalten Tag "einzufrieren", brachte Mare sein Team im letzten Quarter zum zweiten Mal in Führung und streckte seinen Teamrekord auf 18 verwandelte Versuche in Folge. Die Seahawks hielten damit die Hoffnungen auf eine Winning Season, wenn nicht gar auf die Playoffs, am Leben.
Die 49ers versemmelten mehr Chancen, als sie sich hätten erträumen können. Und somit verpassten sie auch die Chance, weiterhin in der NFC West Druck auf die Arizona Cardinals auszuüben, die nächsten Montag nach Candlestick kommen.
"Wir fanden einfach in jeder Situation einen Weg, es zu vermasseln.", so 49ers Coach Mike Singletary. "Teams, die über die Playoffs sprechen, dürfen das nicht tun."
Smith, der in seinen ersten 38 NFL-Spielen nie die 300-yd-Marke erreicht hatte, warf für 310 yds in der neuen passfreudigen Offense der 49ers. Der No. 1 Pick von 2005, der im Oktober als Starter reinstalliert worden war, komplettierte 27 von 45 Pässen, zwei davon für Touchdowns.
Ein Touchdown-Pass ging zu Vernon Davis, der mit seinen sechs Catches eine persönliche Bestleistung von 111 yds aufstellte. Davis zehnter Touchdown in dieser Saison bedeutete einen Single-Season-Rekord für 49ers Tight Ends.
Und doch musste San Francisco all den verpassten Chancen nachtrauern:
» Incompletions bei Third und Fourth Downs von Seattle's 1-yd-Linie im ersten Quarter.
» Ein Fumble bei einem Punt-Return Reverse, den Arnaz Battle und Brandon Jones verbockten.
» Ein weiterer Fumble von Gore, als die 49ers endlich wieder auf den fast schon eingemotteten Runner zurückgriffen. Forciert wurde dieser von Jordan Babineaux an der 22 der Seahawks, und Josh Wilson returnierte den Ball für 43 yds, um Mare's erstes Field Goal des letzten Quarters vorzubereiten.
» Davis Drop, als er in der Endzone einen Pass von Smith durch die Hände gleiten und von seiner Gesichtsmaske abprallen ließ, als man spät in dem Spiel mit 14-17 in Rückstand lag.
"Ich wusste nicht, zu wem er warf.", so Davis.
Dann schaute Rookie Michael Crabtree nicht hin, als der Ball in der Endzone seinen Helm touchierte, nachdem Smith durch einen Blitz gezwungen war, früher zu werfen, als Crabtree dies erwartete. Die 49ers mussten sich 2:57 Minuten vor Schluss mit einem 34-yd Field Goal von Joe Nedney zufrieden geben.
Die 49ers stellten fest, dass ihre passlastige Einstellung auch Nachteile hat - es sei denn, man ist ein Seahawk, dem es vor der Aufgabe, Gore zu stoppen, graut.
Er hatte in seinen sieben vorherigen Spielen gegen Seattle im Durchschnitt 160 yds from Scrimmage verzeichnet. Seine persönliche Bestmarke von 212 yds aus der Saison 2006? Yep, sie kam gegen die Seahawks.
"Ich bin froh, dass er den Ball nicht öfter bekam.", so Seahawks Coach Jim Mora über Gore.
Im letzten Quarter gab es jede Menge Fehlschläge.
Mit vier Completions in Folge von Matt Hasselbeck, drei davon zu T.J. Houshmandzadeh, erreichte Seattle 1:19 vor Schluss die 40 der 49ers. Dann gab es die vierte Completion für Raumverlust in dem Spiel, ein Screen Pass zu Julius Jones, welcher von Willis für 5 yds Verlust zerstört wurde.
Ein False Start durch Center Chris Spencer warf Seattle noch weiter zurück, so dass es 1:03 vor Schluss 3rd-and-19 hieß. Hasselbeck warf dann einen perfekten Pass in den Lauf von Deion Branch, aber dem glitt der Ball an der 12 der 49ers durch die Hände, und Seattle musste zum zehnten Mal punten.
Aber die 49ers gingen Three-Passes-and-out von ihrer eigenen 11. Seattle Safety Deon Grant droppte den letzten Pass im Mittelfeld.
Nate Burleson returnierte den anschließenden Punt für 21 yds bis an die 48 der Seahawks, also noch 21 Sekunden auf der Uhr waren. Zwei Plays später lief Rookie Deon Butler an Cornerback Keith Smith vorbei, und Hasselback's Laser Pass traf ihn im vollen Lauf für einen 32-yd-Raumgewinn.
Ein Run später nahm Seattle eine Timeout, und Mare machte seinen Job, woraufhin er von Holder Jon Ryan und dem Rest der Seahawks gefeiert wurde.
Der älteste Seahawks zuckte nur mit den Schultern: "Ich werde dafür bezahlt, Field Goals zu verwandeln.", so der 36-Jährige.
Notizen: Smith hatte Mitte des zweiten Quarters bereits 183 yds auf dem Konto, als die 49ers bei 21 ihrer ersten 24 Plays geworfen hatten. ... Mare hat in dieser Saison 21 von 23 Field Goals verwandelt. Seit er vor der Saison 2008 zu den Seahawks kam, hat er 45-von-50 verwandelt.
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Four Downs
» Die Seahawks haben zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewonnen.
» Die Seahawks stehen in dieser Saison in Heimspielen 4-2.
» Die 49ers stehen in dieser Saison auswärts 1-5 und haben fünf Auswärtsspiele in Folge verloren. Alle diese Spiele verloren sie mit sechs Punkten Unterschied oder weniger.
» The 49ers verwerteten nur eines von 13 Third Downs.
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Es war vorbei, als...
...Olindo Mare bei auslaufender Uhr ein 30-yd Field Goal verwandelte.
Game Ball
Nachdem Seahawks QB Matt Hasselbeck zwei Spiele in Folge ohne Touchdown-Pass geblieben war, warf er diesmal zwei Touchdowns in der ersten Halbzeit. Später komplettierte er bei unentschiedenem Spielstand im vierten Quarter einen 32-yd Pass zu Rookie WR Deon Butler, womit die Seahawks in Position gelangen, um das entscheidende Field Goal zu erzielen.
Schlüssel-Statistik
Die 49ers konnten nur eines von 13 Third Downs verwerten.
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NFL.com Game Book (PDF) | NFL.com Game Highlights
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Quellen: NFL.com, Associated Press
Kommentare
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(
Duke (8. Dez. 2009)
MaybeDavis (8. Dez. 2009)
A kann ich auszuschliessen, B und C weiss ichs nicht, aber ich vermute eher auch Nein.
stig49 (8. Dez. 2009)
Zustimmung. Wobei ich keine Zweifel habe, dass Gore mehr eingesetzt wird, wenn die O-Line besser funktioniert. War ja bemitleidenswert, wie er teilweise gegen den Rücken seiner eigenen Linemen rannte. Aber ich finde den Wechsel auch ein bisschen extrem. Smith sagt aber, es seien mehr Runs geplant gewesen, aber er habe sie mehrfach per Audible zu Pässen ändern müssen.
Duke (8. Dez. 2009)
Das "über Mann" statt "durch die Löcher" könnte, verbunden mit physischen nachteilen der Niners-O-Line, eine Ursache für das schwache Laufspiel sein. Ich versuch mich grad zu erinnern, wie es vergangene Saison war.
Sanfranolli (8. Dez. 2009)
Das war denke ich die ganze Saison ein Problem. Selbst wenn man ein hartes und lauforientiertes Team sein will, darf man nicht nur stur durch die Mitte laufen sondern muss variieren. Ich hatte bei den Spielen aber das Gefühl, dass 75 % unserer Läufe immer nur stur durch die Mitte gingen, dass verbrennt zum einen die RB´s und macht uns so berechenbar, wie wir nach den ersten 5 Spielen waren.
Aber mal was anderes, das hier hab ich heute in der STN gelesen, klingt interessant:
Bringing Raye back in ‘10 would help that
continuity, but the 49ers also have other
options. Quarterbacks coach Mike Johnson,
who has been instrumental in QB Alex
Smith’s turnaround, is being groomed to
take over the position.
Für die Übersetzungsfanatiker kurzgefasst:
Es wird über Raye spekuliert, aber man sollte auf Kontinuität setzen, allerdings hätte man wohl mit QB-Coach Mike Johnson jemanden in den eigenen Reihen, der keine erneute Umstellung für Smith und die Offense mit sich bringen würde, da er vor allem für die Entwicklung Smith mit verantwortlich gemacht wird.
IamNINER (8. Dez. 2009)
stig49 (9. Dez. 2009)
Da war das meiner Meinung nach etwas anders. Ich finde ja, dass die Offense mit jedem Spiel vielfältiger wird - die komische Verteilung zwischen Pass und Rush mal aussen vorgelassen. Aber mich wundert, warum es so wenig Varianten beim Run gibt. Aber vielleicht sind mir auch nur nicht aufgefallen. Kam mir vor, als ob es ständig durch die Mitte ging.
49er-essen (9. Dez. 2009)
Diese Überlegung hatten ja schon einige Member vor der Saison
Duke (9. Dez. 2009)
Ich glaube bei Martz geht/ging es durch die Gaps, nicht über Mann. Hatten wir da nicht einmal so eine News, wo sich Gore drüber freute, dass es jetzt über Mann geht?
Norton51 (13. Dez. 2009)