Eine bittere Niederlage, in ihrer Art und Weise. Die ersten beiden Siege durfte ich ja noch in den USA genießen, aber wenn man unabhängig von zwei dramatischen Sekunden des Vikings-Spiels darüber nachdenkt, bleibt trotz der Niederlage eine Portion Optimismus übrig. Drew Boylhardt hatte wohl doch recht, als er behauptete: This team had a coaching problem, not a talent problem. Die Defense hat wohl den Durchbruch geschafft, das ist ein wichtiges Fundament. Deshalb war das konservative play calling am Ende meiner Meinung nach auch kein Fehler, sondern vielmehr logisch. Überhaupt sollte man nicht vergessen, dass unser Hosen runterlassender Coach, entgegen der allgemeinen Erwartung, wonach wir Steinzeit-Football spielen, sogar einen vierten Versuch ausspielen ließ. Da war so mancher Nolan mitunter steinzeitlicher

. Wer Zweifel hatte, ob wir rein von Gore atmen, wurde auch eines Besseren belehrt. Interessant ist dabei meiner Meinung nach auch, dass eher Außenstehende unseren QB Hill deutlich besser bewerten, als wir selbst. In diesem Sinne behaupte ich einmal, dass die Kombination Hill/Davis einen guten Verwaltungsakt ablieferte

– das war auch wirklich mein Eindruck, nachdem ich dachte, dass wir nach dem ersten Viertel untergehen. Es ist für mich jedenfalls Luxus, dass wir gegen die Rams als klare Favoriten gehandelt werden. Mein Langzeit-Gedächtnis mag nicht das Beste sein, aber so viel Feuer habe ich die von mir gern genannten bzw. gefühlten letzten 10 Jahre nicht mehr langfristig brennen sehen.
Go Niners, mit Herz und Seele



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